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Eingestürzte Häuser nach einem Erdbeben in Kolumbien

Starke Erdbeben in Venezuela, Kolumbien und zuletzt Peru zeigen, wie aktiv der Untergrund im Norden und Westen Südamerikas ist. Doch warum bebt die Erde dort so häufig? Die Antwort liegt in der Bewegung tektonischer Platten.

Wie entstehen Erdbeben?

Die Erdoberfläche besteht aus mehreren großen Platten, die sich ständig bewegen. Treffen sie aufeinander, können sie sich an ihren Grenzen verhaken. Dadurch baut sich Spannung auf. Löst sie sich plötzlich und ruckartig, entsteht ein Erdbeben.

Genauer gesagt: Im Gestein sammelt sich über Jahre oder Jahrzehnte elastische Energie an, ähnlich wie in einer gespannten Feder. Diese Energie entlädt sich schließlich ruckartig entlang von Bruchlinien in der Erdkruste, den sogenannten Verwerfungen. Diese Art von Beben, ausgelöst durch Plattenbewegungen, ist für die meisten großen Erdbeben weltweit verantwortlich, so auch für die Beben in Südamerika.

Warum bebt es in Südamerika so oft?

Im Westen Südamerikas schiebt sich die Nazca-Platte unter die Südamerikanische Platte – ein Prozess, der die Erdbebenaktivität entlang des gesamten westlichen Kontinentrands prägt. In Kolumbien kommt im Norden eine zweite aktive Grenze hinzu, an der die Südamerikanische und die Karibische Platte aufeinanderdrücken. Diese doppelte Plattengrenze macht Kolumbien zu einem der seismisch aktivsten Länder des Kontinents.

Warum bebt die Erde in Venezuela?

Noch weiter im Norden treffen dieselben beiden Platten – die Karibische und die Südamerikanische – in einer besonders komplexen Zone aufeinander: Teile der Bewegung verlaufen hier seitlich aneinander vorbei. Auch dabei kann sich Spannung aufbauen und ruckartig entladen, wie bei den starken Erdbeben in Venezuela Ende Juni 2026.

Auch Peru liegt in dieser aktiven Zone

Dass es am 20. August 2026 auch in Peru bebte, liegt an derselben Nazca-Platte, die sich hier unter die Südamerikanische Platte schiebt. Das Beben lag mit rund 99 Kilometern vergleichsweise tief, was die Auswirkungen an der Oberfläche oft begrenzt – entsprechend blieb es deutlich glimpflicher als die vorangegangenen Beben in Venezuela (über 6.400 Tote) und Kolumbien (mind. 319 Tote), mit denen es das dritte schwere Beben in der Region innerhalb von zwei Monaten war.

Ein Erdbeben ist mehr als Plattentektonik

Für die Menschen in den betroffenen Regionen ist ein Erdbeben jedoch mehr als ein geologischer Vorgang. Innerhalb weniger Sekunden kann sich ihr Alltag grundlegend verändern.

Gerade dann kommt es darauf an, dass Hilfe schnell dort ankommt, wo sie gebraucht wird.

humedica hilft in Venezuela und Kolumbien mit Lebensmitteln, sauberem Trinkwasser, medizinischer Versorgung und psychologischer Unterstützung. Zudem werden Hygiene-Kits verteilt, denn gerade nach Erdbeben, wenn Wasserleitungen beschädigt sind, steigt sonst das Risiko für Krankheiten wie Cholera oder andere Durchfallerkrankungen deutlich.