Projektland: Philippinen

Nothilfe nach Taifunen

Zeitraum:  Dez. 2004 - Aktuell

Form der Hilfe: Medizinische Not- und Katastrophenhilfe, Wiederaufbau, Hilfsgüterlieferung, Hilfsgüterverteilung

Immer wieder werden die Philippinen von starken Taifunen heimgesucht, die ganze Landstriche überschwemmen, Unterkünfte zerstören und im schlimmsten Fall zahlreiche Verletzte und Tote zur Folge haben. Seit 2004 unterstützt humedica das Land nach Taifunen regelmäßig mit dringend benötigter und zielgerichteter Hilfe. Die umfangreichsten Nothilfe- und Wiederaufbaumaßnahmen erfolgten dabei nach Super-Taifun „Haiyan“ im Jahr 2014.

Taifune „Undang", „Winnie", „Yoyong" und „Nanmadol“
Nachdem mehrere Taifune Ende 2004 für starke Überschwemmungen an der Westküste der Philippinen sorgten, entsandte humedica Medikamente, Verbandsstoffe und medizinische Instrumente per Luftfracht in die Unglücksregion, wo die Hilfsgüter an Krankenhäuser und Evakuierungszentren verteilt wurden und dadurch die Versorgung von Betroffenen ermöglichten.

Taifun „Ketsana“
2009 wütete der schwere Wirbelsturm „Ketsana“ im Norden der Philippinen und verursachte durch meterhohe Wellen schwere Überschwemmungen und Zerstörungen. Das umgehend entsandte Einsatzteam von humedica versorgte in der Katastrophenregion täglich rund 250 Kranke und Verletzte und behandelte dabei besonders die lebensgefährliche Infektionskrankheit Leptospirose. Um die Gefahr eines Seuchenausbruchs durch verunreinigtes Wasser zu bannen, verteilten die Helfer von humedica parallel sauberes Trinkwasser an die Betroffenen.

Taifune „Nesat“ „Nelgae“ und „Washi“
Auch das Jahr 2011 brachte den Philippinen eine Reihe schwerer Taifune. Im Rahmen mobiler Kliniken behandelten die medizinischen Teams von humedica die Betroffenen der Taifune „Nesat“ und „Nelgae“ auf der Hauptinsel Luzon. Mit dem Ziel Folgekrankheiten zu vermeiden konnten die Helfer von humedica parallel Hygieneschulungen in Dörfern ländlicher Regionen durchführen und hunderte Familien mit grundlegenden Hygieneartikeln versorgen.

Nur zwei Monate später erforderte Taifun „Washi“ Hilfe auf der südlichen Insel Mindano. Schwere Überschwemmungen zerstörten zahlreiche Häuser und verletzten tausende Menschen, die die entsandten humedica-Teams erneut durch den Einsatz mobiler Kliniken medizinisch versorgen konnten.

Taifun „Haiyan“
Mit Supertaifun „Haiyan“ traf im November 2014 einer der stärksten je gemessenen Wirbelstürme auf die Ostküste der Philippinen und stürzte große Teile des Landes ins Chaos. Als erstes internationales medizinisches Team behandelten die Einsatzkräfte von humedica täglich hunderte Überlebende in der Katastrophenregion. Es folgten die Übernahme und Renovierung des Mother of Mercy-Krankenhauses in der stark zerstörten Stadt Tacloban sowie umfassende Hilfsgüterlieferungen in die betroffenen Gebiete.

Insgesamt konnten die Einsatzkräfte von humedica in den Wochen und Monaten nach der Taifun „Haiyan“ 25.000 Patienten behandeln und 23 Tonnen dringend benötigter Hilfsgüter verteilen. Menschen mit individuellem Bedarf an Hilfe, konnten durch die humedica-Einzelfallhilfe unterstützt werden.

Mit umfassenden Wiederaufbaumaßnahmen von Gesundheitsstationen, Wohnhäusern und Evakuierungszentren engagierte sich humedica bis Mitte 2016 für die Opfer des Taifuns „Haiyan". Die Unterstützung besonders bedürftiger Familien im Rahmen der Familienhilfe hält bis heute an.

Taifun „Hagupit“
Rund ein Jahr nach „Haiyan“ raste 2015 ein neuer Super-Taifun auf die philippinischen Inseln Leyte und Samar zu und drohte mit weiteren Zerstörungen in der ohnehin stark geschwächten Katastrophenregion. Um für alle Szenarien gerüstet zu sein, schickte humedica bereits vor Landfall des Sturms ein Ärzteteam auf die Philippinen.

Per Boot erreichten die Einsatzkräfte nach dem Taifun abgelegene, betroffene Gebiete und leisteten wichtige medizinische Hilfe. Um der kritischen Versorgungslage nach dem Sturm entgegenzuwirken, verteilte humedica darüber hinaus rund 2.000 Lebensmittel- und Hygienepakete an notleidende Familien.

Taifun „Haima“ und „Nock-Ten“
Weitaus geringere, für die Menschen auf der Insel Luzon aber dennoch folgenschwere Schäden, verursachten die Taifune „Haima“ und „Nock-Ten“ im Oktober und Dezember 2016. humedica reagierte mit der Verteilung von je 1.000 Lebensmittelpaketen an die Betroffenen und sicherte so deren Grundversorgung in den schweren Wochen nach den Stürmen.

Taifun „Kai-Tak“
Mitte Dezember 2017 erreichte der Taifun „Kai-Tak" den Osten der Inselgruppe und führte zu schweren Zerstörungen auf den ohnehin immer wieder von schweren Tropenstürmen heimgesuchten Inseln Leyte und Samar. Gemeinsam mit der Partnerorganisation PHILRADS steht humedica auch bei dieser Naturkatastrophe Betroffenen bei und versorgt 2.000 notleidende Familien mit Nahrungsmittelpaketen. Im Fokus der Verteilungen stehen Familien, deren Haus zerstört wurde oder die aufgrund vieler Kinder auf externe Unterstützung angewiesen sind.

Taifun „Mangkhut“
Massive Schäden verursachte auch der Supertaifun „Mangkhut“ im Norden der Philippinen, der Mitte September 2018 mit über 250 Stundenkilometern auf den Inselstaat traf. humedica entsandte zur Unterstützung des langjährigen lokalen Partners PHILRADS sofort ein zweiköpfiges Einsatzteam. Neben der Verteilung von Lebensmittelpaketen zielten die Hilfsmaßnahmen vor allem auf den Wiederaufbau ab. Denn Supertaifun „Mangkhut“ sorgte vor allem in der Provinz Benguet mit gefährlichen Erdrutschen für große Zerstörung und zwang die Bewohner der Region, ihre Häuser und all ihr Hab und Gut zurück zu lassen.

Berichte über unsere Arbeit in diesem Projekt

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