Projektland: Niger

humedica-Klinik in Kollo

Zeitraum:  Dec. 2006 - Aktuell

Form der Hilfe: Internationale Langzeitprojekte, Medizinische Not- und Katastrophenhilfe

Mit zu den bedeutendsten Problemen im westafrikanischen Niger gehören sowohl die hohe Kindersterblichkeitsrate als auch die hohe Anzahl von Todesfällen bei der Geburt. Geschlechtskrankheiten und HIV/AIDS, sowie verschiedene andere Erkrankungen stellen ein zusätzliches erhöhtes Gesundheitsrisiko dar.

Vor diesem Hintergrund beschloss humedica im Anschluss an das Engagement während der schweren Hungersnot des Jahres 2005 im Niger eine Klinik aufzubauen, zur medizinischen Versorgung der Bevölkerung, mit einem Schwerpunkt auf Mutter-Kind-Betreuung und Geburtshilfe.

Anfang des Jahres 2009 konnte schließlich, nach langjähriger Bauphase, in der besonders stark unterversorgten Stadt Kollo der "Complexe de Santé Hosanna" eröffnet werden. Knapp 35 Kilometer südlich der Hauptstadt Niamey wird dieses Krankenhaus von humedica in Kooperation mit der Partnerorganisation Hosanna Institute du Sahel geleitet.

Das hohe medizinische Niveau, die herausragenden Standards der Ausstattung, etwa mit ansonsten schwer verfügbaren Ultraschallgeräten, und die Möglichkeit, komplizierte Labortests durchführen zu können, machen die Klinik heute zu einem Referenzkrankenhaus für den Distrikt und zur Anlaufstelle ärztlicher Versorgung für viele der Einwohner der Region.

Schulungen und Gesundheitserziehung der lokalen Bevölkerung zur Vermeidung von Krankheiten, sind dabei eine wichtige Aktivität mit hohem Stellenwert im Programm der humedica-Klinik. Mütter sollen unter anderem lernen, wie sie ihre Kinder besser und ausgewogener ernähren, um so Unter- und Mangelernährung vorzubeugen.

Ebenso ermöglicht es die Präsenz von humedica-Ärzten und Pflegepersonal in der Klinik, in Notfallsituationen schnell mit den entsprechend benötigten Maßnahmen reagieren zu können. So konnten während einer Meningitisepidemie im Jahr 2009 zehntausende Menschen mit lebenswichtigen Impfungen versorgt werden.

Ein Jahr später wurde während einer erneuten Hungersnot ein Ernährungszentrum zur Behandlung von unter- und mangelernährten Kindern eingerichtet. Schulungen für einheimisches medizinisches Personal dienen darüber hinaus langfristig zur Verbesserung der Qualität der Behandlung in der Klinik. Dank des neuen Bettentraktes, der Ende 2010 eröffnet wurde, können schwerkranke Patienten seither auch stationär behandelt werden.

Die Klinik in Kollo leistet damit einen entscheidenden Beitrag zur Verbesserung der gesundheitlichen Infrastruktur in der Region.

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