Projektland: Indien

Von Corona getroffen: Tagelöhner gegen Krisen absichern

Als vor einem Jahr in Indien ein nationaler Lockdown verhängt wurde, verloren Millionen von Menschen von einem Tag auf den anderen ihre Arbeit, ihr Einkommen und sogar ihr Obdach. Wanderarbeiter und Wanderarbeiterinnen, Tagelöhner und Tagelöhnerinnen mussten teils bis zu 900 Kilometer zurück nach Hause laufen. Man spricht auch von der größten Massenwanderung in der Geschichte Indiens. Zu Hause angekommen, standen sie vor dem Nichts. humedica hilft Familien in zwei besonders betroffenen Regionen, eine Existenz zu gründen und sich gegen zukünftige Krisen zu wappnen.

Zirka 50 Prozent der indischen Bevölkerung arbeiten als Tagelöhner oder Wanderarbeiter. Häufig sind es Frauen, die mit ihrem Einkommen ihre Familie versorgen. Sie traf der Corona-Lockdown besonders hart: Viele waren zuvor an ihrem Arbeitsplatz untergebracht. Innerhalb von Stunden wurden sie so nicht nur arbeits- sondern auch obdachlos.

Doch auch in ihren Heimatorten sind die Perspektiven begrenzt. Ohne Arbeit drohen viele dauerhaft in Armut abzurutschen und mit ihnen ihre Familien.

Hinzu kommen in einigen Gebieten jährliche Naturkatastrophen wie Zyklone, Überflutungen, Erdbeben und Erdrutsche, die es den Menschen erschweren, sich etwas aufzubauen.

Helfen Sie mit Ihrer Spende nachhaltig

Vergangenes Jahr versorgte humedica 20.000 besonders Bedürftige bereits mit Hygiene- und Essenspaketen, um die große akute Not zu lindern. Jetzt ist es an der Zeit, den Menschen langfristig eine Perspektive zu bieten. humedica will die Menschen zusammen mit dem Partner Reformend Prebyterian Chruch North East India (RPCNEI) deshalb auf zwei Wegen unterstützen: Mit Material und Wissen für eine erfolgreiche Existenzgründung und mit Schulungen für den Umgang mit Naturkatastrophen.

Wie hilft humedica?

  • Ferkel für 100 Familien, um eine in der Region benötigte Schweinezucht aufbauen zu können
  • 30 Nähmaschinen für Frauen, um damit eine Existenz zu gründen
  • Webstühle für 70 traditionelle Weberinnen
  • Schulungen zum Schutz des Gewerbes vor Krisen
  • Ausbildung von 1.200 lokalen Ersthelfern
  • Katastrophen-Schulung für 360 Personen in Krankenhäusern und Schulen
  • Notfall-Vorrat an lebenswichtigen Utensilien
  • 300 Erste-Hilfe-Kits an verschiedenen Orten
  • Aufbau eines Katastrophennetzwerks vor Ort
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In den zwei besonders betroffenen Regionen Assam und Manipur wird viel Schweinefleisch verzehrt. Die Ferkel zur Schweinezucht bieten so 100 Familien eine Zukunftsperspektive. Nach sechs bis neun Monaten werden die Familien einen Teil ihres Gewinns an andere Familien abgeben, damit möglichst viele Menschen von der Hilfe profitieren.

Besonders in solchen ländlichen Regionen gibt es weder Katastrophennetzwerk noch Notfallpläne. Das will humedica mit seinem Partner RPCNEI nun ändern. Dafür sollen neben Schulungen für 1.200 Ersthelfer auch wichtige Utensilien für den Notfall und Erste-Hilfe-Kits besorgt werden. Auch an Schulen und in Krankenhäusern wird das Personal auf den Katastrophennotfall vorbereitet. Um die neu gegründeten Unternehmen zukunftsicher zu machen, erhalten die Gründer zudem in einer Krisenschulung das Wissen, sich gegen Katastrophen abzusichern.

So können Sie helfen

  • Mit 11 € ein Erste-Hilfe-Set für Katastrophen
  • Mit 85 € Ferkel für eine Familie
  • Mit 275 € eine Nähmaschine für eine Frau
  • Mit 5800 € insgesamt 70 Webstühle für Weberinnen

Berichte über unsere Arbeit in diesem Projekt

Projektinformation

Form der Hilfe: katastrophenhilfe

Was macht humedica dort:  Ernährungsprogramm, Ausbildung von einheimischem Personal

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