Projektland: Brasilien

Nothilfe für die Betroffenen der Erdrutsche

Zeitraum:  Jan. 2011 - Mar. 2011

Form der Hilfe: Medizinische Not- und Katastrophenhilfe, Hilfsgüterverteilung

Weite Teile des Bundesstaates Rio de Janeiro standen nach ungewöhnlich starken Regenfällen unter Wasser. Ganze Straßenzüge waren überschwemmt, Flüsse traten über die Ufer.

Die schlimmsten Auswirkungen aber hatten massive Schlammlawinen, die in der Region zwischen den beiden Städten Teresópolis und Nova Friburgo von den Berghängen abgingen.

Hier in den Armenvierteln, den sogenannten "Favelas", wurden die Bewohner nachts von den Erdrutschen überrascht. Mindestens 1.000 Menschen kamen ums Leben, Häuser und alles Hab und Gut von über 30.000 Menschen wurden unter den Erdmassen begraben.

Wie durch ein Wunder blieb die Basis unserer Tochterorganisation humedica Brasilien, die mitten in der Region gelegen ist, verschont, sodass unsere Hilfe für die Betroffenen von hier aus gestartet werden konnte.

Mehrere medizinische Teams von humedica kümmerten sich in den folgenden Wochen im Katastrophengebiet zusammen mit unseren einheimischen Mitarbeitern intensiv vor allem dort um Kranke und Verletzte, wo die Versorgung auch vor den Erdrutschen nur schlecht ausgebaut war.

Um die Menschen dabei zu unterstützen, zu ihrem Alltag zurückkehren zu können, verteilten die humedica-Helfer dringend benötigte Hilfsgüter an die Betroffenen in den Dörfern.

Knapp 1.600 Familien erhielten Hygieneartikel, Matratzen und Decken, Werkzeug, Küchenutensilien, sowie Wasserkanister und Wasserreinigungstabletten.

Daneben wurden Hygieneschulungen in abgelegenen Dörfern durchgeführt, um die Menschen vor zusätzlichen Gesundheitsrisiken zu schützen. Die Bewohner lernten, wie durch bestimmte Hygienemaßnahmen die Ausbreitung von Krankheiten und Seuchen verhindert werden können.

Viele der Kinder in den Favelas waren darüber hinaus durch die schrecklichen Ereignisse der Erdrutsche so stark traumatisiert, dass sie gezielter psychologischer Betreuung bedurften. Mit Zuwendung und Einfühlungsvermögen galt speziell ihnen anschließend die Hilfe der humedica-Einsatzkräfte.

Berichte über unsere Arbeit in diesem Projekt

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