Projektland: Benin

Schule Pendjari

Bildung für Naturschutz und nachhaltige Entwicklung

Zeitraum:  Jan. 2017 - Aktuell

Form der Hilfe: Versorgungshilfe, Internationale Langzeitprojekte

Das Projekt „Schule Pendjari: Bildung für Naturschutz und nachhaltige Entwicklung“ ist eine Schulkooperation zwischen einer Schule in Sangou, Benin (Westafrika), und einer Kaufbeurer Schule. Ziel des Projekts ist es, durch die Kooperation bessere Voraussetzungen für die Schulbildung in Sangou zu schaffen, die die Schüler auf ihr Leben vorbereitet und einen Mehrwert für die Region bringt, die stark vom Klimawandel betroffen ist. Die Schüler in Sangou sollen durch nachhaltige Umweltbildung ihre eigene Umwelt besser kennen und schützen lernen. Durch die Kooperation sollen die Schüler auf deutscher und auf beninischer Seite außerdem über die Lebenssituationen im jeweils anderen Land erfahren, sich austauschen und voneinander lernen.

Das Projekt ist aus der Forschungsarbeit von Herrn Aymar Koukoubou entstanden, der im Rahmen seiner Promotion u.a. mit den Bewohnern Sangous arbeitete. Mit der Unterstützung von humedica e. V. betreuen Herr Koukoubou und Frau Ruth Malzkorn ehrenamtlich dieses Projekt. Für die Durchführung der vor Ort geplanten Aktivitäten ist die lokale Partnerorganisation „Frontières & Développement Durable“ zuständig.

Mit dem Projekt möchte humedica e.V. die Strukturen um die Schule durch die Einrichtung einer Schulküche und eigenen Gartenbau nach dem Leitsatz der Permakultur nachhaltig stärken. Durch die Erträge des Schulgartens wird darüber hinaus die Schulküche betrieben und die Schüler verpflegt. Dies ist insbesondere in der Trockenzeit von essentieller Bedeutung, da regelmäßig großer Wassermangel und Hungersnöte auftreten und vor allem die Kinder an Leib und Leben bedrohen.

Die landwirtschaftlichen Aktivitäten, die eine starke Ausrichtung auf Naturschutz und Nachhaltigkeit haben, sollen zu einem festen Bestandteil des Lehrplans werden. Durch die Umweltbildung sollen die Lerninhalte an die lokale Realität angepasst werden und Kenntnisse zu Themen wie Bodenrehabilitierung vermittelt werden. Dies ist besonders wichtig, da die lokale Bevölkerung zu großem Teil Bauern sind und auch die Schüler zu großer Wahrscheinlichkeit später in der Landwirtschaft arbeiten werden. Ziel ist, ihnen bereits im Schulalter Alternativen zu (hochgefährlichen) Pestiziden und chemischen Düngern, deren Nutzung sich bereits heute in stark abnehmender Fruchtbarkeit und einem Auswaschen der Böden zeitigt, an die Hand zu geben.

Außerdem werden durch das Projekt Alphabetisierungsworkshops für die Eltern bzw. Dorfbewohner gefördert und durch eine stärkere Diversifizierung der lokalen Arbeitsmöglichkeiten die Existenzsicherung der Familien in Sangou verbessert.

Berichte über unsere Arbeit in diesem Projekt

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