Projektland: Äthiopien

Medizinische Hilfe für den Stamm der Kara

Zeitraum:  Aug. 2012 - Aktuell

Form der Hilfe: Ärzteteameinsatz

Die kleine Volksgruppe des südäthiopischen Kara-Stamms zählt rund 4.000 Menschen. Sie leben abgeschieden und weitgehend unberührt von der modernen Zivilisation in einfachen Holz- und Strohhütten ohne Strom und fließend Wasser.

Das nächste Krankenhaus ist eine Tagesreise mit dem Auto entfernt, für die Kara ein Fußmarsch von mehreren Tagen. Und obwohl sich die Kara selbst mit traditionellen Naturheiltechniken behandeln, sind sie offen für die westliche Medizin.

Gesundheitlich leiden die Kara insbesondere an Rückenschmerzen, Wurm- und Pilzinfektionen, Durchfallerkrankungen und Malaria. Außerdem treten Lungen-, Mittelohr- und Augenentzündungen ebenso wie Lippen-, Kiefer- und Gaumenspalten auf. Ein weiteres Problem stellt mangelndes Wissen über Hygiene und die nicht vorhandenen Basisgesundheitsversorgungen dar. Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei gerade mal 43 Jahren.

Um den Kara eine dauerhafte medizinische Versorgung anbieten zu können, errichtete humedica im Dorf Duss eine Gesundheitsstation unter der Leitung der langjährigen Einsatzkraft Hiltrud Ritter, die Ende 2016 fertiggestellt wurde. Unterstützt durch den regelmäßigen Einsatz ehrenamtlicher Ärzteteams aus Deutschland, kann so eine den Umständen entsprechend, bestmögliche Gesundheitsversorgung für die Menschen realisiert werden.

Berichte über unsere Arbeit in diesem Projekt

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