Projektland: Äthiopien

Flüchtlingshilfe

Zeitraum:  Jul. 2011 - Aktuell

Form der Hilfe: Hilfsgüterverteilung, Medizinische Not- und Katastrophenhilfe

Ausgelöst durch die schlimmste Dürrekatastrophe in der Geschichte der Regionen am Horn von Afrika, litten im Sommer 2011 bis zu zehn Millionen Menschen in Äthiopien und den Nachbarländern Somalia, Kenia und Dschibuti unter einer unfassbaren Hungersnot.

In scheinbar endlosen Flüchtlingsströmen flohen Hunderttausende aus den Katastrophengebieten in Somalia in riesige Flüchtlingslager nach Kenia und Äthiopien. Dort hofften sie, Dürre, Hunger und Gewalt im eigenen Land entkommen zu können. In der äthiopischen Grenzregion Dollo Ado leben bis heute über 200.000 Menschen in fünf großen Flüchtlingslagern.

humedica leistet seit Beginn der Hungerskatastrophe umfassende Hilfe für die Betroffenen. Zentrum der Bemühungen ist das 45.000 Menschen große Flüchtlingslager Melkadida nahe der somalischen Grenze. Um die medizinische Notlage im Camp zu verbessern, betreibt humedica eine geräumige Gesundheitsstation, in der täglich bis zu 120 Patienten von lokalen Angestellten behandelt werden. In speziellen Trainings werden die Mitarbeiter von ehrenamtlichen Ärzten geschult und auf das selbstständige Behandeln von Patienten vorbereitet. Parallel bildet humedica Flüchtlinge als Community Health Worker aus, die sich aktiv um Gesundheitsvorsorge und -aufklärung im Lager einsetzen.

Darüber hinaus finden wiederholt Verteilungen unterschiedlichster Hilfsgüter, wie zum Beispiel Haushalts- und Hygieneartikel, Suppe oder Solarlampen an die mittellosen Flüchtlinge statt. Zudem wurde eine Mutter-Kind-Station errichtet und an das staatliche Gesundheitssystem übergeben.

Im September 2015 eröffnete humedica im nahegelegenen Flüchtlingslager Kobe eine weitere Gesundheitsstation mit dem Schwerpunkt auf der medizinischen Versorgung von Frauen und Kindern unter fünf Jahren. Wöchtenlich werden dort rund 250 Patienten von den lokalen humedica-Mitarbeitern behandelt, was für die 44.000 Bewohner des Lagers eine elementare Verbesserung ihrer Lebensumstände bedeutet.

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