Nachhaltige Hilfe: Pakistan nach der Flut

Katastrophe ohne Ende – warum unsere Hilfe für die Flutopfer von Pakistan jetzt wichtiger ist, denn je

„Das Wasser war überall. Alles wurde zerstört“, berichtet Menno*. Sie und ihre Familie haben alles verloren. „Das Haus ist nicht mehr bewohnbar, das Vieh tot. Wir haben kein Einkommen mehr. Wovon sollen wir leben?“ fragt sie.

Menno lebt im Süden Pakistans – dort wo im Sommer die heftigsten Monsunregenfälle seit Jahrzehnten nieder gingen. Ein Drittel Pakistans wurde dabei überflutet. Über 1.300 Menschen starben, Unzählige verloren ihre Existenz. Insgesamt waren 33 Millionen Menschen von den Folgen der Überflutungen betroffen – die Hälfte davon Kinder.

„Es hat lange gedauert, bis jemand kam, um uns zu helfen“, berichtet Menno. „Wir mussten hungern – einen Tag fanden wir etwas zu essen – am nächsten wieder nicht. Am meisten setzt das den Kindern zu.“

Einen Tag gibt es etwas zu essen, den nächsten nicht. Das ist für Kinder besonders gefährlich.

Über den lokalen Partner „Pak Mission Society“ (PMS) war humedica schnell vor Ort. Dank der Unterstützung unserer Spender konnten wir Menno und viele andere Menschen im Land mit Lebensmitteln und weiteren Dingen versorgen, die ihnen das Überleben sicherten.

Doch auch jetzt, mehrere Monate nach der Katastrophe, ist die Lage für viele Betroffene aussichtslos. Menno hat Angst. „Wir leben noch immer in Zelten. Das Wasser fließt nur langsam ab und es ist feucht“, erklärt sie. „Wir haben keinen Ort, an dem es sauber ist.“   

„Oft ist es so, dass für die Betroffenen auf eine Katastrophe eine weitere folgt, die viel länger andauert“, weiss Steffi Gentner, erfahrene Einsatzkraft und bei humedica für die Koordinierung der Projekte zuständig. „Das Wasser und auch die mediale Aufmerksamkeit sind deutlich zurück gegangen, doch die Probleme der betroffenen Menschen bleiben groß. Sie müssen sich alles wieder aufbauen – das Haus, aber auch die restliche Existenz.“ Bei Menno haben die Fluten mit dem Vieh auch die wichtigste Einnahmequelle der Familie weggespült.

Das Wasser ist zurückgegangen. Doch jetzt sehen sich die Menschen in Pakistan mit zerstörter Infrastruktur konfrontiert.

Hinzu kommt, dass die Fluten in Pakistan auch große Teile der Infrastruktur zerstört haben. „Viele Krankenhäuser sind beschädigt und nicht einsatzbereit. Und das zu einem Zeitpunkt, zu dem Krankheiten wie Cholera drohen“, erklärt humedica Pakistan-Experte Klaus Haas. „Das Wasser kann nur sehr langsam abfließen. Zusammen mit Fäkalien bildet sie eine gefährliche Mischung.“

„Die Hilfsbereitschaft unmittelbar nach Katastrophen ist oft groß“, freut sich Steffi Gentner. „Oft ist es aber so, dass Katastrophen auch sehr schnell wieder aus dem öffentlichen Blickfeld verschwinden. Die Aufgabe von humedica ist es deshalb, die Menschen vor Ort, die nach wie vor unsere Hilfe brauchen, nicht allein zu lassen.“

Dafür sind wir auf Ihre Unterstützung angewiesen. Durch eine regelmäßige Spende befähigen Sie uns, auch langfristig an der Seite von Menschen in Not zu stehen. Herzlichen Dank.

*Name geändert