4,5 Millionen Menschen hungern allein in Äthiopien

Die Situation am Horn von Afrika spitzt sich weiter zu. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) gab nun bekannt, dass mehr als elf Millionen Menschen in fünf Ländern hungern, 4,5 Millionen alleine in Äthiopien, dem Einsatzland von humedica und der Kindernothilfe (Duisburg). Schätzungen der Vereinten Nationen zufolge seien bereits eine halbe Millionen Kinder akut vom Hungertod bedroht.

Eines von Millionen Schicksalen, welches die Hungerkatatsrophe beeinflusste. Foto: humedica/Judith Kühl

Nirgendwo sehen wir Menschen essen“, berichtete humedica-Koordinatorin Judith Kühl über sehr wackelige Internetverbindungen in die Heimat. „Leider hält auch die Dürre weiter an, obwohl sich der Himmel hin und wieder zuzieht und alle auf Regen hoffen, kommt dieser nicht.“

Nachdem das Ersteinsatzteam von humedica, in Kooperation mit der Kindernothilfe, zunächst in fünf Flüchtlingscamps in der Region Jijiga aktiv war, haben die fünf engagierten Helfer mittlerweile ihren Standort in den Süden rund um das Städtchen Dolo verlegt.

Die Situation dort ist noch weitaus dramatischer“, erklärte Judith Kühl. „Uns wurde von bis zu 400.000 Flüchtlingen berichtet.“ Ähnlich wie Jijiga liegt auch das neue Ziel nahe der somalischen Grenze, unweit des Dreiländerecks mit Kenia.

Bereits am Freitag wird humedica aufgrund des dringenden Bedarfs ein zweites Ärzteteam nach Äthiopien schicken. Neben Koordinator Michael Reuhl (Hannover) und Medienkoordinatorin Daria Napieraj (Berlin) werden die Ärzte Dr. Heinrich Laube (Gießen), Dr. Walter Roepert (Aalen) und Krankenschwester Sabine Schalber (Hindelang) zu den Einsatzkräften gehören.

Aufgrund des Ausmaßes dieser Hungerkatastrophe rechnen wir mit einem längerfristigen Engagement“, prognostiziert humedica-Geschäftsführer Wolfgang Groß. „Wegen unserer Erfahrung und unserer Infrastruktur in Äthiopien sind wir auch auf diese Situation sehr gut vorbereitet.“

Neben der extrem wichtigen medizinischen Hilfe sind auch bereits zum jetzigen Zeitpunkt mehrere Tonnen an gespendeten Hilfsgütern bei deutschen Firmen angefragt und zugesagt worden und teils sogar bereits im humedica-Lager eingetrofffen. Insbesondere Milchpulver, Babynahrung und spezielle Nahrungsmittel für Unterernährte wird die Fracht beinhalten, deren Versand unter Hochdruck geplant wird.

Die Hilfe von humedica geschieht nicht nur in enger Zusammenarbeit mit der Kindernothilfe, sondern wird auch unterstützt von Sternstunden e. V., der Benefizaktion des Bayerischen Rundfunks. Für diese Unterstützung sind wir sehr dankbar und möchten auch Ihnen, liebe Freunde und Förderer unserer Arbeit, bereits zum jetzigen Zeitpunkt herzlich für Ihre Unterstützung danken.

Bitte stehen Sie auch weiterhin an unserer Seite und unterstützen unsere Bemühungen am Horn von Afrika mit einer Onlinespende oder mit einer Überweisung auf folgendes Konto:

      humedica e.V.
      Stichwort „Hungerhilfe Afrika
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

Ebenso können Sie uns mit einer sms unterstützen: senden Sie das Stichwort DOC an die 8 11 90 und von den abgebuchten 5 Euro fließen 4,83 Euro unmittelbar in die humedica-Katastrophenhilfe. Vielen Dank!

In Jijiga arbeitete das humedica-Team während der ersten Einsatztage, die Region um Dolo ist der momentane Standort der Helfer und wird auch Ziel des nächsten Einsatztrupps sein. Kartographie: Lars Mohri für mohri-maps.de

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