Vertrieben! Verloren! Vergessen?

Wir leben in bewegten und in vielerlei Hinsicht auch bewegenden Zeiten. Niemals zuvor waren so viele Menschen auf der Flucht vor Krieg, Hunger, Armut und mit Worten nur schwierig zu beschreibendem Leid. Mehr als fünfzig Millionen Flüchtlinge zählte das inhaltlich verantwortliche Hilfswerk der Vereinten Nationen UNHCR vor wenigen Monaten.

Hilfe für Flüchtlinge ist bereits seit vielen Jahren eine Konstante im vielfältigen Engagement von humedica. Ob Syrien, Libanon oder Italien, die Helfer in den roten Westen unterstützen medizinisch und auch durch die Verteilung dringend benötigter Güter. Angesichts der aktuellen Situation wurden die Hilfsmaßnahmen in Europa nun ausgeweitet.

Sie sind ausgezehrt, physisch und psychisch erschöpft, sehr häufig auch tatsächlich erkrankt. Sie haben ein Martyrium hinter sich und eine überaus ungewisse Zukunft vor sich. Sie stehen unter massivem Druck. Sie haben ihre Heimat verloren, oft ihre Familie, Freunde, ihre Arbeit, ihre Häuser, ein Stück weit ihr Leben, obwohl sie atmen, fühlen, denken.

Sie erleben einen Alltag, der massive Anfeindungen ebenso kennt wie eine gastfreundliche Willkommenskultur. Sie erleben Kälte, Nässe und Verzweiflung. Wann wird Frieden sein? Sicherheit? Geborgenheit? Wo wird die Zukunft liegen?

Hilfe ist unsere Aufgabe

Leben schenken

Es ist tatsächlich eine herausfordernde Situation, mit der Europa in diesen Tagen konfrontiert ist, herausfordernd auf unterschiedlichen Ebenen. Europa ist eben doch nicht so geeint und gleichermaßen mit Möglichkeiten gesegnet, wie es uns in den vergangenen Jahren viele bunte Feste europäischer Einheit glauben machen wollten. Europa ist auch kulturell ein vielschichtiges, sehr komplexes Gebilde mit unterschiedlichen Bedarfen, Mentalitäten und einem massiven wirtschaftlichen Gefälle.

Dennoch: Die aktuelle Situation von zehntausenden Flüchtlingen auf dem Weg ins gelobte Europa ist eine, wahrscheinlich sogar historische Herausforderung, auf die es nur eine Antwort geben darf: sofortige, konkrete, nachhaltige Hilfe, wo immer es geht.

Es ist unsere gemeinsame Chance, den doch noch sehr theoretischen, wenig gelebten Gedanken europäischer Solidarität nun zu praktizieren. Wir erwarten Menschen in unseren Ländern, die auf unsere Hilfe angewiesen sind. Daher braucht es auch Appelle wie diese: Lassen Sie uns gemeinsam eingreifen! Lassen Sie uns gemeinsam Nächstenliebe leben! Lassen Sie uns gemeinsam neue Hoffnung, neues Leben schenken!

"Wir haben sehr lange überlegt, welche Möglichkeiten es für humedica gibt, die Flüchtlingshilfe weiter auszubauen!", erklärt Wolfgang Groß, Geschäftsführer und Mitbegründer der Organisation. "Wir haben in Syrien geholfen, engagieren uns sehr intensiv im Libanon, unterstützen Flüchtlinge am italienischen Mittelmeer; jetzt sind unsere Teams auch auf der Balkanroute aktiv und können konkrete medizinische Hilfe leisten."

Erkundung mit wertvollen Erkenntnissen

Vielfältige Formen der Hilfe

Über eine Woche war ein zweiköpfiges Erkundungsteam unterwegs in Ungarn und Serbien, um die zunächst in der Hauptzentrale geplanten Aktivitäten mit der Realität in den relevanten Regionen abzugleichen, Gespräche mit den Koordinierungsstellen zu führen und sich ein eigenes Bild von der Situation zu machen.

Dieses in etwa mit der Pionierarbeit bei der Bundeswehr vergleichbare und in der humanitäre Hilfe übliche Vorgehen bestätigte in weiten Teilen die bereits bekannte Erkenntnis: Die Infrastruktur an den europäischen Außengrenzen ist von sehr unterschiedlicher Qualität, medizinische Hilfe tatsächlich immer dringend benötigt.

Seit rund einer Woche leisten die ehrenamtlichen humedica-Helfer nun wichtige Unterstützung für die Flüchtlinge im Westbalkan: Sie verteilen wichtige Hilfsgüter wie Decken und Medikamente, realisieren eine medizinische Versorgung und vermitteln den tausenden geschwächten Flüchtlingen die wichtige Botschaft, dass sie in diesen schweren Zeiten nicht alleine sind. Zu Beginn des Einsatzes noch an der Grenze zwischen Kroatien und Serbien stationiert, haben die humedica-Einsatzteams dank speziell ausgestatteter Fahrzeuge die Möglichkeit, sich an veränderte Flüchtlingsrouten anzupassen und jeweils dort zu helfen, wo die Not am größten ist.

Liebe Freunde und Förderer, wir möchten Sie heute einladen, ein Zeichen der Nächstenliebe zu setzen, der Solidarität, der Freundlichkeit. Wir möchten Sie herzlich bitten, unsere Flüchtlingshilfe mit einer gezielten Spende zu unterstützen. humedica arbeitet einerseits in den Heimatregionen vieler Flüchtlinge, etwa im Libanon, andererseits aber auch an den unterschiedlichen Routen der Menschen gen Norden.

Ja, wir leben in bewegten und bewegenden Zeiten. Ja, wir haben viele Herausforderungen zu bewältigen. Aber lassen Sie uns nicht vergessen, dass jede Herausforderung zugleich eine Chance ist, die es zu nutzen gilt. Wir vertrauen auf Ihr freundliches Begleiten unserer Hilfe. Wir vertrauen auf Ihre Gebete und Ihre Gastfreundlichkeit.

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