Ebola-Epidemie: humedica startet vielfältige Hilfsmaßnahmen in Liberia

Seit Monaten bestimmt eine tödliche Epidemie die weltweiten Schlagzeilen. Und obwohl längst Gegenmaßnahmen eingeleitet wurden, zieht Ebola in kürzester Zeit immer weitere Kreise. In Liberia wandte sich Präsidentin Ellen Johnson Sirleaf in ihrer Verzweiflung unlängst an die Weltöffentlichkeit und flehte um Hilfe; sie sehe die Zukunft ihres Landes durch die Seuche bedroht.

Aktuelle Zahlen und Expertenmeinungen geben der Friedensnobelpreisträgerin leider Recht. Es könnte alles noch viel schlimmer werden als befürchtet. humedica ergreift in Liberia angesichts der dramatischen Situation gezielte Maßnahmen zur Bekämpfung der heimtückischen und zumeist tödlich verlaufenden Krankheit.

Die Hilfe verläuft dabei nach anderen Kriterien, als die üblichen humedica-Katastropheneinsätze. Es geht schon auch um schnelles Eingreifen, das aber benötigt eine deutlich umfangreichere Infrastruktur und intensive Vorbereitungsmaßnahmen.

"Diese furchtbare Epidemie, die einmal mehr die Ärmsten trifft, ist eine große Herausforderung, nicht nur aufgrund der Ansteckungsgefahr", analysiert humedica-Geschäftsführer Wolfgang Groß. "Unsere Hilfe ist grundsätzlich professionell geplant und umgesetzt, Ebola aber zwingt uns, jeden Schritt noch penibler immer wieder zu durchdenken."

Hilfe ist auf dem Weg

45 Tonnen Hoffnung

Während Sie diese Zeilen lesen, arbeitet das humedica-Team an einem großen Hilfstransport für Liberia. 45 Tonnen dringend benötigter Medikamente und anderer Güter werden an verschiedenen Stellen im Land direkt eingesetzt. Mit einer McDonnell Douglas MD-11, einem Großraum Langstreckenflugzeug, wird die Fracht von München aus in die Hauptstadt Monrovia verbracht und dort von dem Gesundheitsministerium und humedica-Partner Medical Teams International (MTI) übernommen.

Die Ladung wird nach einer offiziellen Liste des Gesundheitsministeriums, geprüft von der Weltgesundheitsorganisation (WHO), zusammengestellt. Während die wichtigsten Utensilien per Luftfracht ins Land gebracht werden, bereiten Helfer in der humedica-Hauptzentrale einen weiteren 40-Fuß-Container vor, der per Schiff nach Liberia gebracht wird.

Gemeinsam mit Medical Teams International, einer ähnlich wie humedica aufgestellten Organisation, findet auch der zweite Teil der Maßnahmen seine Umsetzung. MTI überwacht bereits seit geraumer Zeit die direkte Hilfe von Gesundheitspersonal in mehr als 90 Kliniken dreier Bezirke des Landes.

"Die direkte Behandlung von Patienten ist natürlich immens wertvoll und von großer Bedeutung", erklärt die bei humedica verantwortliche Mitarbeiterin für das Projekt, Agnes Zehrer. "Nicht minder wichtig ist allerdings, die Epidemie auf allen Ebenen einzudämmen, zu kontrollieren und zu besiegen. Dazu bedarf es gezielter Anstrengungen im Bereich der Prävention, der Kontrolle und der Supervision."

Bereits ohne Seuche war das liberianische Gesundheitssystem nach jahrelangem zerstörerischem Bürgerkrieg am Rande des Zusammenbruchs. Ebola stellt die in jeder Beziehungn überforderten Mitarbeiter in allen Bereichen der medizinischen Versorgung vor unlösbare Probleme.

"Gemeinsam mit den MTI-Teams werden unsere, zunächst voraussichtlich drei humedica-Einsatzkräfte die Hilfsmaßnahmen und die Einhaltung der spezifischen Standards bei der Bekämpfung einer Seuche überwachen und auf diese Weise einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung von Ebola leisten", führt Agnes Zehrer weiter aus.

"Unsere gemeinsamen Maßnahmen werden nachhaltige Wirkung haben!" Diese Einschätzung teilt auch das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland in Berlin und unterstützt das Projekt von MTI und humedica mit 199.548,82 Euro.

Verheerende Situation im Land

Dringend ausländische Unterstützung nötig

Der verzweifelte Ebola-Kampf einer spät reagierenden Weltöffentlichkeit befindet sich in einer entscheidenden Phase, manche Wissenschaftler taxieren die vielzitierte Uhr bereits auf fünf nach zwölf. Während die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im August prognostizierte, dass innerhalb von neun Monaten etwa 10.000 Menschen an der Krankheit sterben würden, setzte ein amerikanisches Expertengremium diese Zahl deutlich höher an.

Angesichts der jüngst offiziell eingeräumten Statistik wohl nicht zu Unrecht: Nahezu die Hälfte aller dokumentierten Erkrankungen datiert aus einem Zeitraum von drei Wochen Ende August und Anfang September; ein Indiz für die massive Ausbreitungn des Virus.

Liebe Freunde und Förderer, wir erbitten freundlich Ihre gezielte Spende für unsere Hilfe in Liberia. Die Menschen haben es mit einer unberechenbaren, in der Mehrzahl aller Fälle tödlich verlaufenden Bedrohung zu tun und sind dieser Gefahr hilflos ausgeliefert. Nicht nur in Liberia, auch in Sierra Leone und Nigeria gibt es Opfer. Wir müssen jetzt handeln, um eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Vielen Dank für Ihr Eingreifen!

      humedica e. V.
      Stichwort „Ebolahilfe“
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

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