Hoffen, Bangen, Vertrauen

Nach Taifun »Haiyan«: Umfangreiche Katastrophenhilfe auf den Philippinen durch Ärzteteams – gewaltige Zerstörungen

Spitzengeschwindigkeiten bis zu unvorstellbaren 380 Kilometern pro Stunde. Zerstörungen, die stark an die Wucht des Tsunami von 2004 erinnerten und leider wohl mehr als 10.000 Menschen, die am 8. November 2013 durch einen der stärksten Taifune in der Menschheitsgeschichte ihr Leben verloren.

Die Situation auf den Philippinen ist auch mehr als eine Woche nach der schrecklichen Katastrophe noch immer sehr angespannt, vor allem in der am stärksten betroffenen Region rund um Tacloban. Ein humedica-Ersteinsatzteam war bereits am zweiten Tag nach dem schlimmen Sturm im Land. Ein zweites folgte vier Tage später.

Wie schwer dieser gewaltige Taifun das Land getroffen hatte, musste das Ersteinsatzteam bereits kurz nach der Ankunft in Manila feststellen: Ein sicherer Transport in die Katastrophenregion war erst nach mehr als 24 Stunden mit Hilfe einer philippinischen Militärmaschine möglich.

"Das Warten auf die erlösende Botschaft, dass es losgeht, ist schlimm", erklärt Raphael Marcus, der als koordinierender Sachbearbeiter diesen Einsatz betreut und ebenfalls mit auf die Philippinen gereist ist.

Hilfsgüter und Medizinischer Einsatz

Engagement mit Projektpartner

Die Zerstörungen rund um die mit ca. 220.000 Einwohnern größte Stadt der Provinz Leyte wirken in ihrer Ausprägung fast schon surreal. "Haiyan" hat mit seiner unvorstellbaren Wucht eine breite Schneise der Verwüstung hinterlassen, nach ersten Berichten wurde die Infrastruktur der Region in weiten Teilen zerstört.

Kein Strom, kein Wasser, kaum noch Straßen. Keine Außenwelt. Keine Versorgung mit Lebensmitteln und Medikamenten. Das Leben in den ersten Stunden nach der Begegnung mit der Naturgewalt war für die Betroffenen in und um Tacloban kaum zu ertragen.

Zwölf Helfer in roten Westen leisten derzeit nicht nur medizinische Soforthilfe, bereits zu Beginn des Einsatzes wurden auch Möglichkeiten weiterer Maßnahmen erkundet, etwa die Verteilung dringend benötigter Hilfsgüter.

"Ein Schlüssel zum Erfolg unseres Einsatzes ist die Kooperation mit unserem langjährigen Partner Skandinavische Kindermission, einer schwedischen Organisation, die seit mehr als 20 Jahren bereits Projekte auf den Philippinen unterhält und entsprechend am Ort sehr gut organisiert ist", erklärt humedica-Geschäftsführer Wolfgang Groß. "Auch in Tacloban ist das Werk mit einem Kinderprojekt vertreten."

Wie umfangreich und vielschichtig der Einsatz von humedica sein wird, werden die kommenden Tage und Wochen zeigen. "Es ist naheliegend, dass wir uns, ähnlich wie etwa in Haiti, auch im Bereich Wiederaufbau engagieren, wenn sich eine Möglichkeit dazu bietet", bestätigt Wolfgang Groß. "Zunächst aber muss unser Augenmerk darauf liegen, den Überlebenden medizinische Hilfe zukommen zu lassen!"

Während sich die beiden Teams mit Helfern aus Bayern, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Sachsen und Niedersachsen auf den Philippinen engagieren, plant humedica in der Kaufbeurer Hauptzentrale bereits den Einsatz weiterer Helfer.

Kein normaler Infobrief

Weihnachtsspende leistet Katastrophenhilfe

Wieder einmal haben uns die Ereignisse überholt. Die Tragödie auf den Philippinen verhindert eine typische Weihnachtsausgabe des Infobriefs. Berichten wir unter normalen Umständen im Rahmen eines Rückblicks über die Ereignisse der zurückliegenden Monate, die vielen positiven Entwicklungen und Ergebnisse, die aufgrund gezielter Unterstützung durch Spenden möglich waren, ist dieser Brief kleiner und auf den Katastropheneinsatz in Südostasien konzentriert.

Doch der Rückblick ist nur verschoben, nicht aufgehoben. In diesen Tagen darf unser Blick nicht rückwärtsgewandt sein, er muss sich nach vorne richten, in eine bessere Zukunft für viele direkt Betroffene dieser Katastrophe. Es ist unser Auftrag, diesen Menschen mit unseren Möglichkeiten gezielter Hilfe zur Seite zu stehen. Heute. Morgen. Und Übermorgen. Es ist unser Auftrag mit den Überlebenden zu hoffen, zu bangen und zu vertrauen. Hilfe ist möglich.

Wir möchten Sie heute freundlich um Ihre Unterstützung bitten. Um Gebet für die Betroffenen, für die Helfer, für die Verantwortlichen. Vielleicht haben Sie die Chance, uns im Rahmen eines persönlichen Einsatzes zu helfen. Vielleicht aber möchten Sie heute auch mit einer gezielten Weihnachtsspende Grundlagen leben für eine gute Zukunft. Eine gute Zukunft trotz der kaum vorstellbaren Not. Bitte stehen Sie an unserer Seite. Vielen herzlichen Dank.

      humedica e. V.
      Stichwort "Taifun Philippinen"
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

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