Das Wasser geht, die Probleme bleiben

Es war zunächst eine stille Katastrophe ohne internationale Beachtung. Schließlich gibt es in diesem Gebiet regelmäßig kleinere und größere Überflutungen, die der Monsunregen mit sich bringt. Noch bevor die Aufmerksamkeit berechtigterweise größer wurde, hatte sich humedica entschlossen, schnelle Hilfe durch medizinische Teams zu leisten.

Die anfängliche medizinische Katastrophenhilfe verlagerte sich in ein Engagement zur Wiederaufbauhilfe und zur Errichtung eines Unterernährtenzentrums. Foto: humedica/Rupert Waldmüller

Das Wasser ist längst verschwunden, das Engagement von humedica geht in Form sinnvoller Projekte weiter.

Insgesamt sieben gut ausgebildete medizinische Teams mit jeweils vier Einsatzkräften und insgesamt vier Koordinatoren hatte humedica bis Anfang Oktober nach Pakistan geschickt, um tausenden Menschen in Not im Rahmen der internationalen Katastrophenhilfe zur Seite zu stehen.

Was zunächst in der nördlich von Peschawar gelegenen Großstadt Charsadda in einer umfunktionierten Schule und mit mobilen Teams begann, wurde im Verlaufe des Septembers in den Süden nach Sukkur verlagert.

In Charsadda hatte sich die Situation stabilisiert, im Süden hingegen mussten unsere Einsatzkräfte auch nach sechs Wochen noch immer „Land unter“ konstatieren. Rund um die auf einer Anhöhe gelegenen Stadt Sukkur hatten sich zahlreiche Flüchtlingscamps gebildet. Dort warteten tausende Familien auf Hilfe.

Unterstützt vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland sowie in Zusammenarbeit mit den lokalen Organisationen ARO, The Riverside Slum Children Project und Nehemia hat humedica nun auch die mittelfristigen Herausforderungen einer nachhaltigen Wiederaufbauhilfe angenommen.

Gemeinsam mit ARO werden wir bis zu 1000 kleine, Flut und Erdbeben sichere Unterkünfte für betroffene Familien bauen. Dieses Projekt wird innerhalb der nächsten Wochen und Monate in der bereits angesprochenen Region Charsadda realisiert.

Bereits umgesetzt sind in Zusammenarbeit mit Nehemiaerste Verteilungen von Lebensmittelpaketen an rund 800 Familien, ebenfalls in Charsadda. Diese Art der Unterstützung wird fortgesetzt, in diesen Tagen laufen Planungen für die gezielte Weitergabe von dringend benötigten Gütern des täglichen Bedarfs und warmen Decken.

In den meisten Fällen sind Mütter in ebenso starkem Maße unterernährt wie ihre Kinder, so dass das Stillen unmöglich ist. Foto: humedica/Simon Gelzenleuchter

Auch in dem im Süden des Landes gelegenen Sukkur soll es Verteilungen wie diese geben. Enorm wichtiger Arbeitszweig in Sukkur ist zudem das von Sternstunden e. V. unterstützte Projekt zur Versorgung unterernährter Kinder.

Insbesondere in den ländlichen Gebieten Pakistans war das Leben für unzählige Menschen bereits ohne Überflutung eine existenzielle Herausforderung. Die Versorgung mit Lebensmitteln ist nicht gesichert, es kommt immer wieder zu Ernteausfällen und medizinische Hilfe kennen viele nur vom Hörensagen.

Das Wasser ist gegangen, die Probleme sind geblieben. Bitte helfen Sie uns bei guten Lösungen.
      humedica e.V.
      Stichwort "Fluthilfe Pakistan"
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

5 Euro ist Ihr Beitrag für die weitere Hilfe in Pakistan, wenn Sie eine sms mit dem Stichwort DOC an die 8 11 90 senden. 4,83 Euro davon fließen direkt in die humedica-Projekte ein. Auch über unser Online-Formular können Sie spenden und Gutes tun. VIELEN DANK.

Vielen Dank, dass wir in Pakistan dank Ihrer Hilfe bereits so viel erreichen konnten - und Großes noch umgesetzt werden kann. Foto: humedica

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