Das Krankenhaus der Hoffnung ist stetig das Herz der humedica-Arbeit

Es war und bleibt eine Art Basis unseres Engagements in Haiti: das „Krankenhaus der Hoffnung“, jenes Hospital mit dem symbolträchtigen Namen im Herzen einer zerstörten Stadt. Vom dritten Tag nach dem Beben an war humedica hier vertreten und konnte mit zahlreichen Teams dringend benötigte Hilfe leisten.

Mit der Genesung der Patienten kehrt auch ihre Hoffnung und ihr Mut für die Zukunft zurück. Foto: humedica/Jens Großmann

Nachdem die Einrichtung in den ersten Nachbebentagen mit zum Teil schwer verletzten Patienten regelrecht überflutet wurde, konzentriert sich die Arbeit momentan insbesondere auf die Nachsorge. Darüber hinaus wird diese wichtige Anlaufstelle für medizinische Versorgung mit notwendigen Geräten ausgestattet.

Dank der gezielten Unterstützung der Bosch-Siemens-Hausgeräte GmbH (München) sind auch die Betriebskosten des „Krankenhauses der Hoffnung“ für ein Jahr abgedeckt.

Aufbauarbeiten im Krankenhaus der Hoffnung

Auf Anregung des humedica-Teams wurde bereits Ende März der Bau von Außen-Sanitäranlagen realisiert: diese waren zwingend nötig um die hygienischen Verhältnisse für die Patienten des „Hôpital Espoir“ zu verbessern.

Im April wurden schließlich die Außenfassadenarbeiten am Neubau durchgeführt, die unter anderem das Ziel haben, die zum Teil an der Oberfläche austretenden Armierungen vor weiterer Regenwasserkorrosion zu schützen. Gleichzeitig begannen im April intensive Renovationsarbeiten im oberen Stockwerk des Espoir mit dem Ziel, die verbliebenen Patienten ab Juni in das Spital zurückzuholen und den stationären Klinikbetrieb wieder aufzunehmen.

Mobile Prothesen- und Orthesenreparaturwerkstatt

Neben Physiotherapie spielt leider auch das Thema Prothesenversorgung eine wichtige Rolle. Alleine im „Krankenhaus der Hoffnung“ mussten in den ersten Tagen nach der Katastrophe viele Amputationen durchgeführt werden. Im Zuge von Prothesenbau und -anpassung vertraut humedica auf die Kompetenzen des Partners handicap International, der sich seit Jahren in seiner Arbeit auf diesen wichtigen Teil der Rehabilitation konzentriert.

Physiotherapeuten unterstützen die Patienten auf ihrem Weg der Besserung - hier Andreas Moll aus Lauda-Königshofen. Foto: humedica/Jens Großmann

Offizielle Quellen sprechen von 1.500 Amputationen in Folge des Erdbebens. Kaum Berücksichtigung findet hierbei der weite Bereich der Orthesentechnik, die Unterstützung der in ihrer Funktion eingeschränkten Körperteile mit medizinischen Hilfsmitteln wie einer Halskrause.

Unsere Experten schätzen die Zahl der Verletzten mit Bedarf für eine Orthese auf ca. 8.000. humedica plant den Aufbau einer fixen orthopädischen Wertstatt mit Fokus auf Orthesen und Prothesenreparatur. Zusätzlich ist eine mobile Klinik geplant, um Patienten in entlegenen Regionen Haitis zu erreichen, die aufgrund ihrer Behinderung nicht in die Hauptstadt kommen können.

humedica wird sich auch am nationalen Ausbildungsprogramm für Orthopädietechniker beteiligen. Damit wird im Bereich Orthopedietechnik die Möglichkeit geboten, das theoretisch erlernte Wissen unter Anleitung eines Fachmanns praktisch in unserer Werkstatt in die Tat umzusetzen.

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