Sri Lanka: Erste Hilfsgüter verteilt - Hunderttausende auf der Flucht vor Krieg

Sie werden in Camps untergebracht und nach unseren Informationen unzureichend versorgt. Hunderttausende Menschen aus dem Norden Sri Lankas sind seit einigen Wochen auf der Flucht vor dem immer brutaler werdenden Bürgerkrieg zwischen Regierungstruppen und den so genannten Befreiungstigern von Tamil Eelam (LTTE).

Zum Teil evakuiert, zum Teil freiwillig geflohen warten die Flüchtlinge nun auf ein Ende der blutigen Kämpfe, das von Regierungsseite bereits seit Monaten angekündigt wird.

Hunderttausende Flüchtlinge warten in Camps auf Hilfe. Foto: Reuters

humedica ist es vor wenigen Tagen gelungen, in einer als provisorisches Auffanglager genutzte Schule eine erste Verteilung von Hilfsgütern (Kleidung und Hygienepakete) an 437 Familien durchzuführen. Diese Aktion wurde gemeinsam mit unseren Partnern von der Assembly of God-Kirche umgesetzt, einer Körperschaft des öffentlichen Rechts in Sri Lanka.

Pastor Sam Rajasuriar, seit 15 Jahren Direktor von humedica-Sri Lanka, wartet nun auf Mittel, um weitere Verteilungen durchführen zu können. Noch ist es ausländischen Organisationen und deren Vertretern praktisch nicht möglich, die verschiedenen Lager zu betreten, um zu helfen.

Weil humedica aber bereits seit Jahren in Sri Lanka aktiv ist und das Vertrauen der Behörden genießt sowie sehr gute lokale Partner hat, sind weitere Verteilungen in Camps zeitnah geplant.

Aufgrund unserer Möglichkeiten und langjährigen Erfahrungen stehen wir mit Ärzteteams und breit angelegten Verteilungen bereit, sobald die Behörden den Zugang zu Lagern erlauben und den Weg in den Norden des Landes auf die Halbinsel Jaffna öffnen.

Liebe Freunde und Förderer, wir bitten Sie dringend um eine gezielte Spende, damit die angesprochenen weiteren Hilfsmaßnahmen in den kommenden Monaten durchgeführt werden können.

Die Situation im Land ist sehr ernst (bitte lesen Sie auch das Anschreiben dieses Infobriefes), die Menschen brauchen dringend Hilfe, sonst droht eine weitere Eskalation der humanitären Katastrophe. Vielen Dank für Ihren Einsatz.

Projektnummer: 301

Weil kein ausländischer Helfer die Lager betreten darf, ist die genaue Situation der Flüchtlinge unklar. Foto: Reuters

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