Nachhaltige Hilfe in Haiti und Pakistan hinterlässt Spuren: Aufbruchstimmung

Unser verantwortlicher Mitarbeiter Dr. Toni Großhauser ist vor wenigen Tagen von einem Projektbesuch aus Pakistan zurückgekehrt. Sein Bericht macht Mut: Zwar ist es medial ruhig geworden um das im vergangenen Jahr von großflächigen Überschwemmungen heimgesuchte Land. Die Auswirkungen der Katastrophe sind auch noch immer deutlich sichtbar und wirken sich auf den Alltag der Menschen aus.

Dennoch lässt sich deutlich eine Aufbruchstimmung ausmachen; gute Vorzeichen für eine lange unsichere Zukunft. Dies gilt uneingeschränkt auch für Haiti, wo die massive internationale Hilfe langsam greift.

Pakistan: Häuserbau in vollem Gange

Dr. Toni Großhauser, Projeksachbearbeiter für Pakistan, bei seiner kürzlich stattgefundenen Besichtigung der Bauprojekte im Norden des Landes. Foto: humedica

Politisch ist die Lage in Pakistan, insbesondere nach der jüngsten Ermordung eines christlichen Kabinettsmitglieds, unsicher; das ist sie allerdings auch durchgängig spätestens seit dem 11. September 2001. Bezogen auf die Zeit seit der Katastrophe lässt sich allerdings ein deutlich positiveres Bild zeichnen.

Die Menschen haben zur Normalität gefunden“, weiß Dr. Toni Großhauser zu berichten, „auch wenn die Situation in den betroffenen Regionen unterschiedlich ist.“

humedica arbeitet sowohl im Norden in der Region Charsadda als auch in der weitaus südlicher gelegenen Stadt Sukkur. Der Fokus der nachhaltigen Hilfe im Norden liegt im Bereich Wiederaufbau.

Gemeinsam mit lokalen Partnern baut humedica in den Orten Charsadda, Nowshera und Bikhan zunächst 300 erdbebensichere Wohnhäuser für Familien, die ihr Obdach durch die Fluten verloren haben; weitere Unterkünfte sind in Planung. „Alle Häuser sind im Bau, der sehr gut voran geht“, erzählt Dr. Toni Großhauser.

Weitgehend unbekannt ist die Tatsache, dass in einigen der im Süden überschwemmten Gebiete das Wasser erst im Dezember vollständig abgeflossen war. Entsprechend befinden sich rund um die leicht erhöhte liegende Stadt Sukkur noch immer einige Flüchtlingscamps, in denen der Schwerpunkt der humedica-Hilfe liegt.

Gemeinsam mit unserer deutschen Partnerorganisation Kindernothilfe und dem pakistanischen Hilfswerk The Riverside Slum Children Project führt humedica ein Programm für unterernährte Kinder durch. Ein existenzieller Beitrag für die Mädchen und Buben, die im Camp zusätzlich medizinisch betreut werden und eine provisorische Schule besuchen können.

Haiti: Fokus auf Orthesen und Prothesenwerkstatt sowie Bauprojekte

In Haiti stehen die Zeichen ebenfalls immer deutlicher auf Zukunft. Auch wenn die Zerstörungen durch das verheerende Beben noch immer deutlich sichtbar sind, wirken sich die intensiven internationalen Hilfsbemühungen mittlerweile spürbar aus.

An verschiedenen Orten ist humedica im Wiederaufbau tätig - und leistet nachhaltige Hilfe. Foto: Thomas Grabka

humedica arbeitet bereits seit Monaten an nachhaltigen Projekten im Bereich der Wiederaufbauhilfe. Integriert in das „Krankenhaus der Hoffnung“ in Port-au-Prince, das nach aufwendigen Renovierungsmaßnahmen bereits im November 2010 im Rahmen einer Einweihungsfeier den vollständigen Betrieb wiederaufgenommen hatte, ist eine Orthesen- und Prothesenwerkstatt, deren Realisierung und Betrieb, inklusive der kompletten Ausstattung, humedica übernommen hat.

Auch die Finanzierung des Personals für 2011 ist durch Spenden abgedeckt; dies schließt die Ausbildung von vier Trainees zu Orthopädietechnikern ein. Langfristiges Ziel ist die Übergabe dieses wichtigen Arbeitsbereichs an das Krankenhaus.

Intensiv sind auch die Bemühungen um die humedica-Bauprojekte außerhalb der Hauptstadt. In Marbial etwa haben die Arbeiten am Wiederaufbau einer Schule, eines Kindergartens und einer Kantine sowie eines Computerraums begonnen (Teilfinanzierung durch Sternstunden e. V.).

In Meyer gilt die Konzentration dem Wiederaufbau einer Schule, der durch die Stiftung Stars4Kids ermöglicht wird. Und auch in Tapio wird es einen Neubau geben, der Kindern eines Heims ein neues Zuhause gibt sowie eine Kantine beherbergt.

Dafür bedanken wir uns von ganzem Herzen bei Herrn Roland Thoma von der Firma Roma KG, der nicht nur den Bau und Ausstattung des Projekts finanziert, sondern auch die Betriebskosten dieser Einrichtung für mehrere Jahre übernehmen wird.

Sehr wichtig ist außerdem die Fortsetzung der Cholera-Hilfsaktion durch humedica im Krankenhaus von Drouin. Dank einer weiteren, großzügigen Unterstützung durch die Benefizaktion Ein Herz für Kinder der BILD-Zeitung in Höhe von 238.000 Euro, ist die Fortführung der Arbeit im örtlichen Cholera-Treatment-Center, der Betrieb von mobilen Kliniken und die Durchführung von Aufklärungskampagnen möglich.

Zudem wird es Verteilungen von Hygienekits und die Abgabe von dringend benötigten Medikamenten geben. humedica-Einsatzkräfte tragen Sorge für die Ausbildung von lokalen Mitarbeitern, die langfristig die Arbeit im CTC übernehmen werden.

Gemeinsam Verantwortung tragen

Mit Haiti und Pakistan tragen wir in zwei Ländern Verantwortung, die 2010 schwere Katastrophen erleiden mussten. Wir tragen diese Verantwortung, weil Sie, liebe Freunde und Förderer, uns die Möglichkeit dazu geben.

Bitte versetzen Sie uns mit einer gezielten Spende in die Lage, unsere Arbeit fortführen und bei der nächsten Katastrophe wieder umgehend aktiv werden zu können.

Spenden für den aktuellen Cholera-Einsatz in Haiti bitte hier online oder auf folgendes Konto:
      humedica e.V.
      Stichwort "Cholera Haiti"
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

Auch den Menschen in Pakistan können sie auf dem sicheren und schnellen Weg einer Onlineüberweisung helfen oder mit einer Überweisung auf untenstehende Kontodatan.
      humedica e.V.
      Stichwort "Fluthilfe Pakistan"
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

Herzlichen DanK!

Steine für den Wiederaufbau ihres Elternhauses, die für das Mädchen die Zukunft bedeuten. Foto: humedica/Toni Großhauser

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