Katastrophenhilfe Bangladesch: Rettung kommt per Boot

„Aila“ scheint ein schöner Mädchenname. „Aila“ hat in diesen Tagen aber auch eine dunkle Seite: Die eines zerstörerischen Zyklons, der Ende Mai stundenlang über Bangladesch wütete und tausenden Menschen alles nahm. Aber sie sind glücklich, dass sie mit dem Leben davon kamen.

Bis zu 60 Kilometer weit reichen die Überschwemmungen ins Landesinnere. Foto: humedica/Dieter Schmidt

Und ihre Dankbarkeit für die medizinische Hilfe des dreiköpfigen humedica-Ärzteteams ist nur schwer in Wort zu fassen. Eindrücke von einer Katastrophe ohne öffentliche Wahrnehmung.

„Wir erreichen viele der betroffenen Gebiete ausschließlich per Boot“, berichtet Koordinator Dieter Schmidt nach der ersten Einsatzwoche. „Es ist unfassbar, was hier alles überschwemmt ist; fast alle Gebäude sind stark beschädigt oder komplett zerstört.“

Seine beiden medizinischen Fachkräfte, Internist Dr. Markus Hohlweck und die amerikanische Krankenschwester Nancy Smith, behandeln ununterbrochen bis an den Rand der eigenen Erschöpfung. In den ersten fünf Arbeitstagen konnten bereits knapp 400 Patienten behandelt werden.

In Zusammenarbeit mit unseren lokalen Partnern von der Organisation KOINONIA deckt das Team insbesondere den massiv betroffenen Süden des Landes ab: Neben der Insel Gabura auch die Region Koyra.

Die Überschwemmungen beginnen bis zu 60 Kilometer vor der eigentlichen Küste und brachten massive Zerstörungen und Konsequenzen für die Bevölkerung. „Eigentliches Problem ist das Fehlen von sauberem Trinkwasser“, erklärt Dr. Markus Hohlweck.

Dr. Markus Hohlweck behandelt einen von vielen kleinen Patienten. Foto: humedica/Dieter Schmidt

„Die Menschen kommen zu uns und haben durch das schmutzige Wasser Magen- und Darmerkrankungen mit zum Teil hohem Fieber, massivem Flüssigkeitsverlust und Kreislaufzusammenbrüche.

Außerdem versorgten wir viele Patienten mit meist stark infizierten Wunden sowie pulmonalen Infektionen.“ Lebensbedrohliche Folgen einer Katastrophe, deren Konsequenzen noch nicht absehbar sind.

Die Versorgung der rund 2,3 Millionen Betroffenen ist sehr schlecht. Sie leben in Bangladesch ohnehin in einem der ärmsten Länder unserer Erde und mussten den Fluten alles überlassen, was sie besaßen.

Ob es in diesem Jahr eine Ernte auf den zahlreichen von Salzwasser überfluteten Feldern geben wird, ist sehr unwahrscheinlich. Tausende Familien hausen in provisorischen Unterständen auf den Überresten von Deichen.

humedica bittet alle Freunde und Förderer freundlich um eine gezielte Spende für diese ungemein wichtige Arbeit. In der Hauptzentrale wird derzeit ein zweites Team für Bangladesch vorbereitet. Unsere Hilfe wird sehr dringend gebraucht. Sie schenkt traumatisierten Menschen neue Kraft und Hoffnung. Danke für Ihre Unterstützung.

humedica e. V.
Stichwort "Zyklonhilfe AILA"
Konto 47 47
BLZ 734 500 00
Sparkasse Kaufbeuren

Bitte spenden Sie auch online für die Behandlung der Überlebenden dieses furchtbaren Unwetters. Vielen herzlichen Dank für jede Form der Unterstützung.

Ihr Browser ist veraltet!

Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um diese Website korrekt darzustellen.

Den Browser jetzt aktualisieren×