humedica leistet medizinische Hilfe für kongolesische Flüchtlinge in Uganda

Seit Jahren wird der grausame Bürgerkrieg im Osten Kongos von der Weltöffentlichkeit ignoriert. Seit Jahren bemühen sich die Vereinten Nationen im Rahmen einer Friedensmission vergeblich um ebensolchen.

Seit Jahren eskaliert die Gewalt in einem Bürgerkrieg, bei dem es um weit mehr geht als ethnische Konflikte; vor allem Mineralien, aber auch andere Bodenschätze machen jeden Beherrscher dieser Region zu einem weltweit gefragten Handelspartner.

Dass seit Wochen tausende Zivilisten, Frauen, Kinder, alte Menschen vor den unberechenbaren Gewaltorgien ins nahe gelegene Uganda flüchten, sorgt dort für große Herausforderungen; seit einigen Tagen leistet ein humedica-Team medizinische Hilfe.

Kalaschnikows im Klassenzimmer“ titelte die Berliner taz unlängst und beschrieb in dem authentischen Artikel die Situation in der umkämpften Grenzregion zwischen Ostkongo und Uganda. Mitten durch die Grundschule der Grenzstadt Bunagana war eine Frontlinie verlaufen, die große Schiefertafel ist durch sperrige Munitionskisten verdeckt, zwischen Stahlhelmen und Munitionsgürteln lagen Tafelkreide und Schulhefte.

Nach intensiven Kämpfen hatte Kongos Rebellenarmee M-23 die wichtige Handelsstadt von den auseinanderfallenden Regierungstruppen erobert. Die dort lebenden Menschen sind längst geflohen. Ihr Ziel: Flüchtlingscamps wie das nur wenige Kilometer auf der ugandischen Seite liegende Nyakabande.

Flüchtlingscamp erste Anlaufstelle

Viele Flüchtlinge, die nach Nyakabande kommen, haben Schusswunden und tragen nur noch wenig Kleidung am Leib“, erzählte Esau Bahikayo, der im Büro des ugandischen Premierministers arbeitet, bei einer großen Gesprächsrunde vor wenigen Tagen unseren Koordinatoren. Konfrontiert werden die medizinischen Kräfte im Camp auch mit Erkrankungen der Atemwege, Diarrhö, Hauterkrankungen und Infektionen am Auge.

Professionelle medizinische Hilfe wird hier dringend benötigt“, bestätigte auch die zurückgekehrte Assistenzkoordinatorin Stefanie Huisgen. „Nicht nur wegen der Schwere vieler Verletzungen und Erkrankungen, sondern auch aufgrund der Tatsache, dass die Zahl der Flüchtlinge aus dem Ostkongo täglich steigt.

Das Camp in Nyakabande kann bis zu 6.500 Personen aufnehmen; diese Kapazitätsgrenze ist überschritten. Zwischenzeitlich kamen täglich 1.000 Menschen aus der umkämpften Region nach Uganda, wie das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR bestätigte.

Planmäßig werden die kongolesischen Flüchtlinge in dicht nebeneinander stehenden Zelten untergebracht. Nach zwei Wochen in diesem Transitlager führt sie ihre Reise, zumeist unfreiwillig, ins permanente Camp nach Rwamwanja, das mit einer Aufnahmekapazität von 35.000 Menschen über andere Möglichkeiten verfügt.

Für die meisten Kriegsflüchtlinge ist der Gedanke an den möglicherweise dauerhaften Verlust der Heimat ebenso schmerzlich wie unerträglich. „Die Menschen verlieren allmählich die Hoffnung, jemals in ihre Heimat zurückkehren zu können“, sagte Regierungsmitarbeiter Esau Bahikoya.

Tausende Flüchtlinge ohne Perspektive: humedica hilft

In den kommenden Monaten wird sich humedica intensiv im Flüchtlingscamp Nyakabande engagieren. Neben der immens wichtigen basismedizinischen Versorgung der Menschen ermöglicht der vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland geförderte Einsatz auch die Verteilung von Hilfsgütern wie etwa Decken und warmer Kleidung.

humedica-Ärztin Heidi Zach war erst vor wenigen Monaten in Äthiopien tätig. Nun hilft sie in Uganda. Foto: humedica/Heidi Nicklin

Angefragt hatte den Einsatz von humedica der Leiter des nur wenige Kilometer von der Grenze entfernt liegenden St. Francis Hospitals Mutolere, Pontius Mayunga. Seit Jahren wird seine Einrichtung von humedica mit wichtigen Hilfsgütern versorgt, zudem gab es 2008 bereits ein Engagement für die Flüchtlinge von dieser Basis aus.

Wir möchten Sie freundlich um eine finanzielle Unterstützung unserer intensiven Hilfe in Uganda bitten. Die Situation in der umkämpften Region ist längst über den kritischen Zustand hinaus, die Kämpfe sind blutig, rücksichtslos, Menschen verachtend. Ein Ende der Vertreibung, der Flucht, des Leids ist längst nicht in Sicht.

Für die Unterstützung des Auswärtigen Amtes muss humedica einen Eigenanteil in Höhe von 20.000 Euro beitragen, den es gemeinsam mit Ihnen zu sammeln gilt. Mit einer gezielten Spende für die Flüchtlingshilfe in Uganda können Sie zu der wertvollen Arbeit beitragen, die unsere ehrenamtlichen medizinischen Einsatzkräfte im Krisengebiet leisten.

      humedica e. V.
      Stichwort „Flüchtlingshilfe Uganda
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

Vielen herzlichen Dank für jede Form der Unterstützung.

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