Was passiert eigentlich in Sri Lanka?

Dauerhafte Projekte wichtige Ergänzung der Katastrophenhilfe

Mitunter ertappen wir uns dabei, über bestimmte Bereiche unserer Arbeit, etwa Katastrophenhilfe, sehr viel intensiver zu berichten als die dauerhaften Engagements. Die besondere Situation ist eben nicht nur aktueller, sie wirkt oft auch attraktiver als der Projektalltag in verschiedenen Ländern unserer Erde. Natürlich ein Irrtum, entsprechend stellen wir heute die nicht unberechtigte Frage, was eigentlich in Sri Lanka passiert

Dass die über beinahe drei Jahrzehnte von einem blutigen Bürgerkrieg zerfressene Insel dabei stellvertretend steht für andere Länder, in denen humedica langfristig angelegte humanitäre Hilfe leistet, versteht sich von selbst. Unser Blick in diese Projekte ist vor allem ein Blick zurück. Und ein herzliches Dankeschön für treue Unterstützung.

Sri Lanka: Schatten der Vergangenheit und das Glück tausender Touristen
Bürgerkrieg vorbei, aber längst nicht vergessen

Untersucht man die Zeitgeschichte des Inselstaats Sri Lanka fallen zwei Ereignisse ins Auge, die an Tragik und Intensität kaum zu überbieten sind. Rund 26 Jahre lang tobte ein erbitterter Bürgerkrieg zwischen singhalesischen Regierungstruppen und den sogenannten "Befreiungstigern von Tamil Eelam" (LITE). Der Hass zwischen den Ethnien ist noch sehr viel traditionsreicher.

Seit 2009 gilt Sri Lanka als befriedet, der Preis für diesen erzwungenen Frieden aber war ein hoher. Tausende Menschen fielen den blutigen Kämpfen zum Opfer. Die Schatten der Vergangenheit liegen noch immer schwer auf diesem Land und seinen Menschen.

Der Tsunami, der 2004 nach einem gewaltigen Seebeben im Indischen Ozean großes Leid über Südostasien brachte, ist ein zweiter trauriger Höhepunkt in der jüngeren Geschichte des Landes. Vor allem im Osten und Süden gab es Opfer, offizielle Schätzungen sprechen von bis zu 38.000 Toten.

Das Gros der langfristigen Projektarbeit von humedica befindet sich auf der Halbinsel Jaffna, die sowohl im Bürgerkrieg als auch nach dem Tsunami eine Schwerpunktregion war. Die Projekte umfassen konkrete medizinische Hilfe auf den unterschiedlichsten Wegen, ein bemerkenswertes, weil umfangreiches Schulprojekt, Güterverteilungen, gezielten Wiederaufbau und Katastrophenhilfe.

2012 konnten wir über unsere Tochterorganisation humedica IInternational Lanka 157.000 Euro in die allgemeinen Projekte einbringen, mit zusätzlichen 40.000 Euro wurde der Bau einer Grundschule in Jaffna gefördert, 72.000 Euro flossen in unser dortiges Patenschaftsprogramm.

Eine aktuelle Katastrophenhilfemaßnahme betrifft gleich zwei Einsatzorte in Sri Lanka und wird vom Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland gefördert. Ende Oktober sorgte Zyklon "Nilam" für schwere Verwüstungen. Mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes in Höhe von 80.000 Euro verteilten unsere Mitarbeiter Lebensmittelpakete und statteten tausende Familien mit Baumaterialien aus. Noch aktueller ist die andauernde, gezielte Hilfe für die Opfer von Überflutungen im Süden.

Die ebenfalls vom Auswärtigen Amt in gleichem Umfang finanzierten Projekte beinhalten ein ähnliches Hilfspaket: Verteilungen unterschiedlichster Güter von Lebensmitteln bis hin zu Baumaterialien. In kaum einem anderen Einsatzland war und ist das humedica-Engagement derartig vielfältig und umfangreich wie in Sri Lanka. Hilfe, die durch gezielte Spenden möglich ist.

Brasilien, Indien, Kosovo: Vielleicht unscheinbar, aber immens wichtig
Hilfe kommt vor allem Kindern zugute

Ebenfalls sehr umfangreich ist die Projektarbeit in Brasilien aufgestellt. In einer der wichtigsten Wirtschaftsmächte der Zeitgeschichte gibt es einige Gewinner und viele Verlierer, auch aufgrund schwacher Infrastrukturen wie etwa in der Region Nova Friburgo, nördlich von Rio de Janeiro gelegen. Hohe Arbeitslosigkeit führt zu großen sozialen Problemen und Perspektivlosigkeit, vor allem für Kinder.

Rund 200 junge Besucher verzeichnet unsere Tagesstätte derzeit täglich. Die Kinder lernen dort, haben Spaß, treiben Sport, werden zahnmedizinisch betreut. Möglich gemacht durch insgesamt 158.000 Euro an Spenden, die humedica 2012 dorthin weiterleiten konnte. Außerdem kamen weitere 26.000 Euro dem Patenschaftsprogramm in Brasilien zugute.

Ein Fokus auf Kinderhilfe gab es im vergangenen Jahr auch im Kosovo. Mit 36.000 Euro trug humedica entscheidend zum Budget der Kindertagesstätte bei, die nach dem Bürgerkrieg von uns errichtet worden war. Ärzteteameinsätze im Land finanzierte humedica mit einer Summe von 5.000 Euro und einen für die Kinder unvergesslichen Jahresabschluss gab es bei der Übergabe unserer Weihnachtspäckchen im Rahmen der „Geschenk mit Herz“-Aktion. Insgesamt wurden Packerl im Gesamtwert von 52.000 Euro übergeben.

In Indien wurde 2012 zu einem Jahr ungewöhnlicher Hilfsmaßnahmen. Dank eines Großspenders wurde mit 20.000 Euro die Anschaffung eines Schulbusses für das von uns dort unterstützte Projekt der Partnerorganisation Peniel Social Institute möglich.

In zwei anerkannten Schulen, einem Kinderheim und einem Lernhilfeprojekt gilt die volle Aufmerksamkeit Kindern, die in ihrem kurzen Leben bereits sehr viel Leid erfahren mussten. Weitere 32.000 Euro flossen in den Unterhalt, Baumaßnahmen sowie diverse Anschaffungen dieser wertvollen Arbeit.

Heute sagen wir „Danke!“
Langfristige Projekte so wichtig wie Nothilfe

Unser Blick geht Anfang des neuen Jahres definitiv zurück. Wir möchten allen unseren Freunden und Förderern von Herzen für ihre gezielten Spenden 2012 danken. Wir sind sehr glücklich, Menschen in Not nachhaltig zur Seite stehen zu dürfen, ihnen eine Perspektive schenken zu können.

Unser Dank gilt ebenso allen Einsatzkräften, die mit großer Leidenschaft und Nächstenliebe unsere Hilfe zu den Menschen gebracht haben und auch 2013 bringen werden. Wir bitten Sie freundlich darum, auch weiterhin arbeiten zu dürfen. Bitte geben Sie mit Ihren Spenden den Auftrag dazu und bitte begleiten Sie diese Einsätze mit Ihren Gebeten. Vielen herzlichen Dank.

      humedica e. V.
      Stichwort "Sri Lanka", "Brasilien", "Indien" oder "Kosovo"
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

Danke für Ihr Vertrauen und den Auftrag, den Sie uns für die Durchführung der Hilfsmaßnahmen erteilen und möglich machen. Foto: humedica/Fabian Walter

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