Mit Ärzten, Medikamenten und Hilfsgütern gegen Hunger, Not und Elend

Wieder war Afrika in die traurigen Schlagzeilen geraten. Wieder Dürre. Wieder existenzieller Hunger. Wieder Millionen betroffene Menschen, unzählige Kinder. Wiederholt sich Geschichte doch? Nach den dramatischen Hungerperioden in den achtziger Jahren hatte die Katastrophe 2011 erneut das Horn von Afrika erreicht. Bis zu zwölf Millionen Menschen wurden von der Hungerkatastrophe überrollt. humedica reagierte schnell und hilft bis heute - nachhaltig. Helfen Sie mit!

humedica versorgt Menschen in äthiopischen Flüchtlingslagern mit alltäglichen Gebrauchsgegenständen, die ihnen das Leben im Camp etwas erleichtern. Foto: humedica/Sven Ramones

Melkadida ist ein trostloser Ort inmitten der staubigen und heißen Savanne. Hier im äthiopisch-somalischen Grenzgebiet steht eines der größeren Flüchtlingscamps am Horn von Afrika.

Rund 40.000 Menschen haben in dieser Einöde ein neues, sehr karges Zuhause gefunden: Auf der Flucht vor Hunger und Menschen verachtendem Bürgerkrieg, gestrandet an einem Ort, der zwar für Hoffnung und Überleben sorgt, aber dennoch trostlos ist.

Seit Juli 2011 hilft humedica! In Melkadida unterstützen Ärzteteams nicht nur das große staatliche Gesundheitszentrum, wir betreiben seit dem Herbst zudem eine eigene Station am anderen Ende eines Flüchtlings- und Auffanglagers, das mittlerweile etwa die Größe unserer deutschen Heimatbasis Kaufbeuren hat. Auch dort versorgen humedica-Mediziner Kranke und Verletzte.

Verteilungen wie zuletzt jene von wichtigen Gebrauchsgegenständen ergänzen unsere Hilfsbemühungen in dieser noch immer ernsten Katastrophensituation. Für uns kaum vorstellbar, bedeuten die Utensilien für die Familien eine wichtige Entlastung im Alltag: Sie können ihr Essen kochen, ihre Wäsche waschen, oder sich mit sauberem Trinkwasser versorgen.

2011 gab es auch in den Ortschaften Tigre und Borena Verteilungen. In Borena etwa wurden mehr als 4.000 Kinder mit Nahrung versorgt, dazu 6.000 schwangere und stillende Frauen. In Tigre erhielten mehr als 9.000 Familien Lebensmittel.

Ortswechsel: Etwa vier Monate ist es her, seit humedica das erste Mal im Tei Wa Yesu Health and Family Care Center Mais, Bohnen und Öl verteilt hat. In dem kleinen kenianischen Ort Gai hat sich nicht viel verändert seither - im Leben der Patienten sehr wohl.

Die 120 Frauen, Männer und Kinder sind alle HIV-positiv. Es ist sehr wichtig, dass sie sich ausgewogen ernähren, denn die Krankheit bedeutet eine dauerhafte Schwächung und die lebensnotwendigen Medikamente schlagen zusätzlich auf den Magen. Wie in vielen Gebieten Kenias war auch hier im Osten des Landes der Regen seit Jahren ausgeblieben, die Ernte mal wieder ausgefallen.

Seit sechs Monaten koordiniert Katja Weber die humedica-Hilfsmaßnahmen in Kenia. Foto: humedica

„Die landesüblichen Lebensmittel, die humedica alle zwei Wochen angeliefert hat, haben geholfen“, erzählt die glückliche Koordinatorin Katja Weber. „90 Prozent der Patienten haben seit Oktober zugenommen, über 90 Prozent waren dank der stärkenden Nahrung in der Lage, regelmäßig ihre Medikamente zu nehmen. Ihr Gesundheitszustand hat sich verbessert.“

Auch im von der Hungerkatastrophe betroffenen Kleinstaat Dschibuti konnte humedica Hilfe weitergeben. Unser Partner, die Organisation Nehemia, gab im Rahmen verschiedener Verteilungen Grundnahrungsmittel wie Reis, Mehl, Zucker, Milchpulver, Datteln, aber auch Hygieneartikel, Kochgeschirr und Kleidung an rund 2.000 Menschen, insgesamt etwa 300 Familien, weiter.

Unsere intensiven Projekte im Rahmen der Katastrophenhilfe in dieser geplagten Region werden auch 2012 weitergeführt. Wir möchten Sie herzlich bitten, weiterhin an unserer Seite zu stehen.

      humedica e. V.
      Stichwort "Hungerhilfe Afrika"
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

Neben einer gezielten Spende zugunsten der Hungerhilfe oder auch einer persönlichen Mitarbeit im Zuge ehrenamtlicher medizinischer Teams bieten wir Ihnen die Möglichkeit einer sinnvollen und langfristigen Unterstützung durch unser Familienpatenschaftsprogramm, das wir auch in Äthiopien unterhalten.

Es gibt auch in dieser traurigen Katastrophensituation einige Wege nachhaltiger, transparenter, akzeptierter Hilfe. Bitte gehen Sie diese Wege mit uns!

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