Haiti zwischen Katastrophe und Wiederaufbau, Trauer und Hoffnung: Weichen stellen

Mehr als ein Monat ist seit dem verheerenden Erdbeben in Haiti vergangen. Heute wissen wir, dass nach offiziellen Angaben mehr als 200.000 Menschen ihr Leben verloren haben. Die Erde bebte an diesem ohnehin bitterarmen Fleckchen Erde etwa 40 Sekunden - um die furchtbaren Konsequenzen zu überwinden, wird es Jahre brauchen. Haiti steht vor einer ungewissen Zukunft, es geht um den Wiederaufbau eines ganzen Landes.

In Port-au-Prince liegen viele Häuser in Trümmern. Foto: humedica/Michael Krimpmann

humedica ist seit dem 15. Januar 2010 bereits in der unmittelbaren Katastrophenhilfe in Port-au-Prince sehr stark engagiert und wird auch in den kommenden Monaten und Jahren den Menschen in der haitianischen Hauptstadt, aber auch im außerhalb gelegenen Léogâne mit sinnvollen Hilfsprojekten zur Seite stehen und helfen, die Weichen zu stellen für eine gute Zukunft.

Das „Krankenhaus der Hoffnung“ (Hôpital Espoir) hat in den vergangenen Wochen dank intensiver Berichterstattung über die Arbeit unserer medizinischen Teams hierzulande eine gewisse Berühmtheit erlangt. Mittlerweile haben mehr als 30 humedica-Einsatzkräfte, Ärzte verschiedener Fachrichtungen, Rettungsassistenten, Krankenschwestern, Apotheker, Sanitäter und Koordinatoren, von diesem Ort als Zentrum Hilfe zu den Überlebenden gebracht.

„Es ist ein Geschenk Gottes, helfen zu dürfen“, sagte der Kinderarzt Dr. Ulrich Seemann (Hambühren) stellvertretend für seine unermüdlichen Mitstreiter bei einem Benefizabend im mittelhessischen Wetzlar. Mittlerweile sind insbesondere die Ersteinsatzteams aus Haiti zurückgekehrt und wurden durch frische Kräfte ersetzt.

Im Rahmen der koordinierten Wiederaufbauhilfe wird humedica auch weiterhin vom „Krankenhaus der Hoffnung“ aus operieren, auch im Wortsinne. „Wir verhandeln zurzeit mit den Trägern der Einrichtung über die Sanierung des Hospitals und den Bau einer Prothesen-Werkstatt“, erklärt Geschäftsführer Wolfgang Groß, der sich gemeinsam mit dem haitianischen Botschafter in Deutschland, S. E. Jean-Robert Saget, bei einem Besuch Ende Februar ein Bild von der Situation in Port-au-Prince machen wird.

Dr. Ulrich Seeman bei der Visite einer seiner vielen Patienten. Foto: humedica

Über das Engagement im „Krankenhaus der Hoffnung“ hinaus stellt das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschlandhumedica einen Betrag von 700.000 Euro zur Verfügung, der in ein Projekt zur Errichtung von Notunterkünften fließen wird, das gemeinsam mit dem strategischen Partner Habitat for Humanity (Köln) realisiert wird. Konkret geht es um die Verteilung von so genannten „shelter-kits“ (Material und Werkzeug zum Aufbau einer sicheren Hütte) und weitere Maßnahmen zum Wiederaufbau.

„Wir werden alle unsere Möglichkeiten nutzen, um den Menschen in Haiti nachhaltig zu helfen“, versprach Wolfgang Groß bereits mehrfach. „Unser Dank gilt allen Spendern, die uns mit ihrer großzügigen Unterstützung die Hilfe in Haiti erst ermöglichen. Danke auch an alle befreundeten Organisationen, Partner und das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland.“

humedica bittet alle Freunde und Förderer herzlich, uns auch beim schwierigen Wiederaufbau zur Seite zu stehen. Bitte unterstützen Sie unsere Hilfsbemühungen durch konkrete Spenden auf folgendes Konto:
      humedica e.V.
      Spendenstichwort "Erdbeben Haiti"
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

Bitte spenden Sie auch online. Vielen herzlichen Dank.

Im "Krankenhaus der Hoffnung" geben Neugeborene den humedica-Helfern neue Kraft. Foto: humedica/Jens Großmann

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