Auf der Flucht

Mehr als 45 Millionen Vertriebene weltweit – große Herausforderungen für humedica-Ärzteteams

Die knappe Hälfte Deutschlands auf der Flucht! Diese unglaubliche Vorstellung ist weltweit Realität. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind aktuell 45 Millionen Menschen auf einer beschwerlichen und oft sehr gefährlichen Flucht vor Naturkatastrophen, Vertreibung, Krieg. Für die ehrenamtlichen humedica-Ärzteteams ist diese Situation in verschiedenen Ländern eine große Herausforderung, was die Beispielprojekte in Uganda, am Horn von Afrika und im Libanon zeigen.

Horn von Afrika: Hunger und Krieg

Wenn die Flucht zum Alltag wird

Drei lange Jahre ist es her, dass die Hungerkatastrophe am Horn von Afrika in den Fokus der Weltöffentlichkeit rückte und eine große Hilfswelle in Bewegung kam. Wie so oft in Situationen wie dieser ist der weltweite Aufschrei ob der vergessenen Menschen in Not groß, sind die ersten Hilfsmaßnahmen schnell umgesetzt, zu langfristigen Unterstützungskonzepten aber kommt es selten oder sie stellen sich als schwierig heraus.

Die Karawane der Helfer zieht weiter und nur einige wenige verbleiben am Ort der Katastrophe. Das Flüchtlingscamp Melkadida ist so ein Ort. Dieses Camp ist genau genommen eine Kleinstadt aus Zelten mit rund 40.000 Einwohnern, mit allen dazugehörigen Problemen und Herausforderungen einer schwierigen Infrastruktur.

"Fast alles ist provisorisch, die Ausstattung nicht wirklich umfangreich, es ist heiß, es gibt keinen Strom, die Zahl der Patienten ist hoch", beschreibt der zuständige Sachbearbeiter Raphael Marcus das Leben der Einsatzkräfte im Camp, die dort im Rahmen einer Gesundheitsstation verantwortlich für die medizinische Versorgung des Camps sind.

Uganda und Libanon

Die Probleme der Nachbarn

Uganda ist ein sehr grünes, an Flora und Fauna vielfältiges, sehr reiches Land. Im krassen Gegensatz zur idyllischen Umgebung stehen die Schicksale zehntausender Flüchtlinge im Land. Im Grunde fängt Uganda die gesellschaftspolitischen Probleme seiner Nachbarstaaten auf, sowohl im Osten Kongos, als auch im Südsudan toben brutale Bürgerkriege, pure, rücksichtslose, blutige Gewalt.

Bis zum Februar engagierten sich humedica-Teams an der Grenze zum Kongo in verschiedenen Camps, mittlerweile hat sich das Einsatzgebiet verschoben und tausende Flüchtlinge aus dem Südsudan sind in den Fokus gerückt.

"Wir erreichen mit mobilen Kliniken und zwei Gesundheitsstationen bis zu 1300 Patienten in der Woche", erklärt Agnes Zehrer, die das Projekt von der Hauptzentrale aus betreut, zuletzt aber auch persönlich im Land war. "Für unsere Mitarbeiter sind die großen Strecken, die zurückgelegt werden müssen, neben den schwierigen Lebens- und Einsatzbedingungen, die größte Herausforderung."

Es ist ein trauriges Zeichen, wenn ein kriegerischer Konflikt zu einem Dauerzustand wird. Ohne jeden Zweifel muss man diese Diagnose für die Situation in Syrien treffen. Ohne jede Rücksicht verfolgen die beteiligten Parteien ihre Ziele, mit jedem Tag, der vergeht, fordert dieser Bürgerkrieg mehr Opfer, mehr Blut, mehr Vertriebene. Frieden ist leider in weite Ferne gerückt.

Im Libanon betreut humedica mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland Flüchtlinge aus dem Syrien basismedizinisch. "Es gibt Tag für Tag so viele Patienten", beantwortet Sachbearbeiterin Nina Skandalaki die Frage nach der größten Herausforderung in ihrem Projektland.

Mittendrin statt nur dabei

humedica-Ärzteteams weltweit im Einsatz

Diese Menschen sind das schlagende Herz von humedica. Ehrenamtliche Einsatzkräfte mit großer Leidenschaft, hervorragender Ausbildung und tiefer Nächstenliebe. Die humedica-Ärzteteams helfen weltweit schnell und nachhaltig, weit über die skizzierten Projektstandorte der Flüchtlingshilfe hinaus.

Diese Engagements aber verdeutlichen auf eine sehr beeindruckende Art und Weise, wie herausfordernd für Körper, Seele und Geist die Arbeit für Menschen in Not sein kann. Die humedica-Einsatzkräfte opfern dafür zudem ihre persönliche Freizeit.

Eine unvorstellbare Zahl an Menschen ist auf der Flucht, weitere sind auf medizinische Hilfe oder andere Versorgungsleistungen angewiesen. Unser gemeinsamer Einsatz scheint dringender gefragt denn je. Für unsere Hilfe brauchen wir Mitstreiter, Freunde, Unterstützer. Menschen, die uns ihre beruflichen Möglichkeiten zur Verfügung stellen, Menschen, die für unsere Einsätze beten. Menschen, die uns mit einer gezielten Spende helfen zu helfen.

Wir bedanken uns von ganzem Herzen für jede Form der Unterstützung in der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien ein gesegnetes Osterfest.

      humedica e. V.
      Stichwort „Ärzteteams“
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

Die unfassbare Zahl von 45 Millionen Menschen ist momentan auf der Flucht. Foto: humedica

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