Ein Einzelfall, der keiner bleiben soll

Für Menschen, die in Krisenregionen unserer Erde leben müssen, können selbst heilbare Erkrankungen lebensbedrohliche Formen annehmen. Vergleichbar einfache Verletzungen bedeuten ein Leben mit Einschränkungen. Es gibt viele Bedrohungen, die in Deutschland leicht zu besiegen wären, in anderen Ländern dagegen eine massive Belastung eines ohnehin schwierigen Lebens bedeuten.

Sind uns solche Schicksale bekannt, etwa im Rahmen unserer Projektarbeit, greifen wir individuell ein und leisten Hilfe in Einzelfällen, die leider keine Einzelfälle sind. Hilfe, die Heilung bringt, Unbeschwertheit und neue Hoffnung. Hilfe, die Leben verändert.

Hilfe geleistet

Vor ihrer Behandlung in Deutschland war jede Bewegung für Sadete Rexhepi schmerzvoll und beschwerlich. Foto: humedica

Sadete Rexhepi ist heute 36 Jahre alt. Ihre Heimat ist der Kosovo, jener Teil des ehemaligen Vielvölkerstaates Jugoslawien, in dem der Bürgerkrieg Anfang der neunziger Jahre besonders heftig wütete. Tausende Unschuldige fanden den Tod, wir erinnern Gräueltaten an ethnischen Minderheiten, furchtbare Verbrechen an der Menschlichkeit.

Sadete ist Cindy und Dave Johnson, den beiden humedica-Projektleitern im Kosovo gut bekannt, natürlich weiß das amerikanische Ehepaar auch um die Beschwerden und die schlimmen Schmerzen der Frau. humedica entschließt sich zur Einzelfallhilfe und bringt Sadete zu Dr. Wolfgang Toepel ins Klinikum Idar-Oberstein.

Aus dem im Kosovo diagnostizierten Wirbelgleiten wird nach gründlicher Befundung bei Dr. Toepel eine Wirbelscheibenentzündung, aus der sich chronische Schmerzen entwickelten, die schließlich dazu führten, dass sich Sadete kaum noch bewegen konnte.

Sadete ist ein fröhlicher Mensch geworden“, schreibt der seit Jahren für humedica engagierte Arzt in seinem Bericht. „In ihrem Fall gab es ohne Zweifel auch eine psychische Komponente“. Zwischen Diagnosestellung in Deutschland und diesen guten Nachrichten liegen eine gezielte Schmerztherapie und physiotherapeutische Behandlungen, die sogar eine zunächst geplante Operation überflüssig werden ließen.

„Ihr Ehemann Ahmet konnte es heute nicht glauben, als ich ihm erzählte, dass seine Frau heute gelaufen ist, alleine, auf ihren eigenen Beinen“, erzählte Cindy Johnson vor wenigen Tagen. Das freudige Staunen war umso größer, als Sadete nach dreiwöchiger Behandlung in Deutschland auf eigenen Beinen ihr Zuhause betrat. In diesem Video könenn Sie die große Freude bei Sadetes Heimkehr selber sehen.

Sadetes Geschichte mit einem langfristig guten Ende steht beispielhaft für konkrete Hilfe, die wir auch nur dank gezielter Förderung leisten können. Die Dankbarkeit der betroffenen Menschen und ihrer Familien ist nur schwer in Worte zu fassen, aber insbesondere diese Momente sind uns größte Motivation, auch in Zukunft Einzelfallhilfen zu leisten.

Bitte unterstützen Sie diesen humedica-Arbeitszweig mit Ihrer konkreten Spende Vielen herzlichen Dank.
      humedica e.V.
      Stichwort "Einzelfallhilfe"
      Konto 47 47
      BLZ 734 500 00
      Sparkasse Kaufbeuren

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Auf ihren eigenen Beinen und ohne Hilfe kehrte Sadete zu ihrer Familie zurück. Foto: humedica

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