Reportage:

WENN HILFE MENSCHENLEBEN ÄNDERT

Unterstützen Sie humedica mit Ihrer Weihnachtsspende

Was hat unser Leben für ein Tempo, finden Sie nicht? Moderne Technologien, schnelle Medien und nahezu uneingeschränkte Möglichkeiten sind die Umgebungsbedingungen unseres Lebens, die aber allesamt auch auf jene Geschwindigkeit hinweisen, von der unser Alltag getragen ist. Dieser Entwicklung sei nichts Negatives angeheftet - hat doch jede Zeit ihre Eigenheiten, ihre Aufgaben und Chancen – es muss vielmehr ein Appell gelten, immer auch die Menschen im Blick zu behalten, die sich schwertun, die sich abgehängt fühlen, unverstanden.

Die Menschen, die aus unterschiedlichen Gründen auf gezielte Hilfe angewiesen sind, mitunter sogar, um zu überleben. Menschen in Deutschland und Menschen in allen Teilen unserer Erde. Jahr für Jahr halten wir immer in diesem Moment inne, um gemeinsam mit Ihnen die vergangenen Monate Revue passieren zu lassen. Auch mit einem gewissen Stolz über die vielfältigen positiven Veränderungen, die wir im Leben vieler Menschen bewirken konnten. Die Rückschau ist gleichzeitig auch der Moment, neue Aufgaben anzugehen, neue Herausforderungen zu meistern und unseren Blick zu schärfen.

Bevor es in Schlaglichtern losgeht, möchten wir uns unbedingt bei all unseren Freunden und Förderern von ganzem Herzen für ihre Treue und für ihren Einsatz bedanken. Jede Unterstützung betrachten wir als Auftrag, freundliche Begleitung als Kraftquelle, jeden Zuspruch als große Motivation.

Vom Klimawandel verursacht

Der Hunger ist zurück in Afrika

Mehr als 23 Millionen direkt Betroffene in mehreren Ländern Ostafrikas. Zwei in Gänze ausgefallene Ernten aufgrund anhaltender, großflächiger Dürre. Phasenweise waren nach UN-Angaben rund 1,4 Millionen Kinder direkt vom Hungertod bedroht. Keine Frage, die existenzielle Situation in den betroffenen Regionen Afrikas, insbesondere Äthiopien, Somalia und Südsudan, bedurfte eines koordinierten, gezielten Eingreifens. Vor allem aber machte sie uns bewusst, wie unmittelbar sich unsere Lebensweise im industrialisierten Norden auf die Erdhalbkugel im armen Süden auswirkt.

Gemeinsam mit der Partnerorganisation World Concern konnte humedica in Somaliland Betroffene der Dürre versorgen. Foto: Wolfgang Zwanzger

Bereits früh wurden bei humedica die ersten Weichen für konkrete Hilfsmaßnahmen in den betroffenen Gebieten Afrikas gelegt. In den bestehenden Projekten, etwa in Dolo Ado an der äthiopisch-somalischen Grenze, konnten glücklicherweise rechtzeitig Vorbereitungen für eine wachsende Zahl an Flüchtlingen getroffen werden. Dank der Unterstützung der AIRBUS FOUNDATION und Ethiopian Airlines, konnte der Auslieferungsflug einer neuen Maschine genutzt werden, um dringend benötigte Hilfsgüter zunächst in die äthiopische Hauptstadt Addis Abeba und anschließend mit dem LKW in die benachbarte Republik Somaliland zu bringen.

Hargeisa, Hauptstadt von Somaliland, war im Oktober dann auch Ziel eines Charterflugs vom Allgäu Airport Memmingen aus, mit dem insbesondere Medikamente, hochkalorische Zusatznahrung und andere speziell abgestimmte Hilfsgüter ins Zentrum der Not geliefert werden konnten. Dort sorgt unser lokal hervorragend aufgestellter Partner World Concern für die Umsetzung und Verteilung der Güter an verschiedenen Brennpunkten im Land.

Aktuelle Situation: Momentan deutet in der betroffenen Region Ostafrika alles darauf hin, dass die dritte Ernte in Folge ausfällt. Die Menschen werden weiterhin auf externe Unterstützung angewiesen sein. humedica wird sich entsprechend weiterhin mit breit aufgestelltem Engagement daran beteiligen. Dies ist möglich, weil sich uns mit starken Partnern wie der AIRBUS FOUNDATION oder dem Allgäu Airport Memmingen sehr gute Möglichkeiten bieten, außergewöhnliche Formen der Hilfe umzusetzen. „Hoffnung darf niemals so knapp werden wie das Essen", titelte die Frankfurter Rundschau; das soll auch unsere Maxime in dieser massiven Katastrophe sein.

Die Katastrophenhilfe in Afrika wird freundlich unterstützt mit Mitteln der Stiftung BILD hilft e. V. „Ein Herz für Kinder".

Die Erde bebt in Mexiko

Leid und Zerstörung im Land

Neben einigen kleineren Einsätzen führte der erste größere Ärzteteameinsatz unsere Helfer in den roten Westen nach Mexiko. Über drei Tage sah es im September so aus, als sei Mexiko trotz zunächst eines massiven Erdbebens glimpflich davon gekommen, sofern man im Kontext einer Katastrophe diese zynische Feststellung treffen darf. Bei einer Stärke von 8,2 auf der Richterskala hätte es für die Menschen in Mexiko noch deutlich schlimmer kommen können. 72 Stunden nach der Katastrophe erreichte humedica ein Hilferuf direkt aus dem Katastrophengebiet, kurze Zeit später war besagtes Einsatzteam am Ort, um in den Regionen des Epizentrums, der etwa 100.000 Einwohner starken Stadt Juchitán, Hilfe zu leisten.

Schwere Zerstörungen nach mehreren Erdbeben veranlassten humedica schnelle medizinische Hilfe in Mexiko zu leisten

Schwere Zerstörungen nach mehreren Erdbeben veranlassten humedica schnelle medizinische Hilfe in Mexiko zu leisten. Foto: humedica

Im unmittelbaren Umfeld jedes stärkeren Erdbebens ist mit hunderten Nachbeben zu rechnen. Mexiko, direkt am berüchtigten pazifischen Feuergürtel gelegen, muss jederzeit mit massiven Beben rechnen. Leider trafen diese Befürchtungen auch auf die Situation im mittelamerikanischen Mexiko zu: Elf Tage nach dem ersten Beben erschütterten erneut massive Stöße das Land, dieses Mal mit einer Stärke von 7,2 auf der Richterskala und Epizentrum nahe Mexiko Stadt. Mehr als 200 Personen fanden den Tod, hunderte Verletzte waren zu beklagen und erneut reagierte humedica gewohnt schnell mit der Entsendung eines zweiten Teams.

Aktuelle Situation: Die Katastrophenhilfe konnte auch dank der guten Zusammenarbeit mit unserer mexikanischen Partnerorganisation Prosigue erfolgreich abgeschlossen werden.

Nicht vergessen!

Millionen Menschen fliehen

Es muss leider auch 2017 ein Thema bleiben: Rund 60 Millionen Menschen sind auf der Flucht vor Krisen, Kriegen, Naturkatastrophen und struktureller Armut. Menschen in existenziellen Nöten, vertrieben, heimatlos. Oft auch, weil die Lebensbedingungen in ihren Heimatländern sich dramatisch verschlechtert haben. Wie bereits im Kontext der Hungerkatastrophe in Ostafrika erwähnt, trägt der Klimawandel nachweislich zur Verschlechterung dieser Bedingungen in vielen Teilen unserer Erde bei. Dieser Umstand muss zwingend benannt werden, wenn es um internationale Fluchtbewegungen geht und die kontroversen Diskussionen darüber. Niemals vergessen sollten wir auch: Kein Mensch verlässt gerne seine Heimat.

Eingreifen gebietet nicht nur der Umstand, dass etwa die Hälfte aller Geflohenen Kinder sind, sondern auch die Prinzipien der humanitären Hilfe und das Gebot der christlichen Nächstenliebe: Jesus selbst war ein Flüchtling und als Organisation mit biblisch-fundierten Werten halten wir ein Engagement in diesem Bereich für elementar. 2017 sind dabei zwei Standorte von Bedeutung.

Im Libanon helfen lokale humedica-Ärzte bereits seit 2012 im Rahmen mobiler Kliniken in rund 30 inoffiziellen Flüchtlingssiedlungen, erreichen so regelmäßig etwa 15.000 Menschen. An der italienischen Mittelmeerküste auf Sizilien unterstützt humedica zwei tolle Projekte heimischer Organisationen, die Flüchtlinge unter anderem mit Kleidung ausstatten, sie bei Behördengängen begleiten und individuelle Bedürfnisse erfüllen.

Mit mobilen Kliniken helfen die humedica-Teams in den syrischen Flüchtlingslagern im libanesischen Bekaa-Tal

Mit mobilen Kliniken helfen die humedica-Teams in den syrischen Flüchtlingslagern im libanesischen Bekaa-Tal. Foto: Christoph Jorda

Aktuelle Situation: Im Libanon ist die Situation schwierig: Ein Land von der Größe des Bundeslandes Hessen mit knapp sechs Millionen Einwohnern hat zwischen einer und 1,5 Millionen Flüchtlinge aufgenommen, so die Schätzungen. Infrastrukturell, administrativ, organisatorisch aber auch interkulturell birgt diese Situation große Herausforderungen, bei denen wir mit unserem großartigen lokalen Team gerne helfen und das auch 2018 tun werden. Zurückgreifen können wir dabei auf eine sogenannte „Mobile Unit", eine Art Klinikbus, der unsere Hilfe noch flexibler macht.

Wir müssen dringend versuchen, die Folgen des Klimawandels besser zu kontrollieren und den am stärksten betroffenen Staaten, insbesondere in Afrika mit kluger Hilfe zur Seite zu stehen. Für 2018 hoffen wir auch auf politische Lösungen an den genannten Brennpunkten. Wir hoffen auf Frieden und beten wir für die unzähligen Menschen auf der Flucht. Bitte beten Sie mit!

Die Hilfe im Libanon wird realisiert mit freundlicher Unterstützung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland.

Im Herbst und Winter…

…bunte Geschenke für Kinder

Dieser Blick zurück erfasst längst nicht alle Projekte und Einsatzorte weltweit, sie stehen stellvertretend für ein deutlich umfassenderes Engagement von humedica. Unsere Weihnachtspäckchenaktion „Geschenk mit Herz" etwa ist auch bei seiner 15. Ausgabe ein wichtiger Eckpfeiler all unserer Bemühungen für Menschen in Not. Auch 2017 dürfen wir dank der Hilfe von zehntausenden Päckchenpackern und der gezielten Unterstützung unseres Aktionspartners Sternstunden e. V. sowie dem Medienpartner „Abendschau" des Bayerischen Fernsehens und dem Hörfunkprogramm Bayern 2 wieder auf ein besonderes Ergebnis hoffen. Einen Rekord gibt es bereits zu vermelden: An mehr als 1.648 Sammelstellen dürfen die Bayern ihre „Geschenke mit Herz" abgeben. Niemals zuvor gab es eine ähnlich hohe Zahl an unterstützenden Einrichtungen. Danke! Danke! Danke!

Machen Sie mit und spenden Sie für unsere Weihnachtspäckchenaktion „Geschenk mit Herz

Machen Sie mit und spenden Sie für unsere Weihnachtspäckchenaktion „Geschenk mit Herz". Foto: Christoph Jorda

Es ist Jahr für Jahr ein großartiges Gefühl, Weihnachtsfreude verschenken zu dürfen. Bitte freuen Sie sich mit!

Bitte denken Sie bei Ihrer Weihnachtsspende an uns!

Wir möchten Sie heute freundlich bitten, an unsere vielfältige Arbeit und Projekte weltweit zu denken, wenn Sie Ihre Weihnachtsspende verteilen. Es ist uns eine große Freude und Motivation, derart treu und großzügig von Ihnen, liebe Freunde und Förderer, begleitet zu werden. Wir sind sehr dankbar für jede Form Ihrer Unterstützung und legen bei der Umsetzung Ihrer Hilfe größtmöglichen Wert auf Nachhaltigkeit, Transparenz, Geschwindigkeit und auch Effizienz.

Wir erbitten heute Ihre Weihnachtsspende, aber möchten Sie auch ausdrücklich auf die anderen Möglichkeiten hinweisen, mit denen Sie unser Engagement unterstützen können. Vielleicht helfen Sie im Rahmen einer Veranstaltung, etwa als Gastgeber einer Fotoausstellung. Vielleicht erzählen Sie von unserer Arbeit in Ihrem Familien- und Freundeskreis, werden Multiplikator und schaffen so Aufmerksamkeit.

Es gibt einige Wege für Sie, an der Seite der Schwächsten zu stehen und Nächstenliebe zu leben. Bitte machen Sie heute einen ersten Schritt auf einem der beschriebenen Wege. Vielen herzlichen Dank.

Frohe und gesegnete Weihnachten! Das humedica-Team im Allgäu und weltweit wünscht Ihnen eine reich gesegnete, friedliche Advents- und Weihnachtszeit im Kreise Ihrer Familien. Möge Gott Sie beschützen und Ihr Herz anrühren.
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