Reportage:

Zeit für Solidarität: Unsere Nothilfe muss weitergehen!

Größte humanitäre Not seit Jahrzehnten - 2017 erfordert anhaltende Hilfe für weltweite Krisen

Am Ende des vergangenen Jahres errechneten die Vereinten Nationen für 2017 einen so hohen Bedarf an humanitärer Nothilfe, wie es ihn seit dem zweiten Weltkrieg nicht mehr gegeben hat. 93 Millionen Menschen in 33 Ländern waren laut dieser Prognose auf Unterstützung angewiesen, gleichzeitig fehlten noch nie so viele finanzielle Mittel, um die Hilfe überhaupt realisieren zu können.

Das Zwischenfazit nach der ersten Hälfte dieses Jahres bestätigt die traurige Vorhersage: Die Not der Menschen in den von Krisen und Konflikten gebeutelten Regionen unserer Erde steigt! Für unser Engagement in verschiedenen anhaltenden Krisen bedeutet das für die vergangenen Monate und die Zukunft vor allem eins: Wir engagieren uns noch stärker, um möglichst viele Menschen mit unserer Hilfe zu erreichen. Sind Sie dabei?

Durch die Flüchtlingsbewegungen der letzten beiden Jahre mag es beinahe so wirken, als ob die weltweite Not immer näher zu uns rückt. Fakt ist jedoch, dass wir im globalen Vergleich nur in geringem Maß von humanitären Herausforderungen wie Flucht, Terror und Armut betroffen sind. Mit unseren lokalen und internationalen Teams haben wir uns in den vergangenen Monaten deshalb weiterhin in den Krisengebieten engagiert, in denen unsere Hilfe dringend nötig war und auch jetzt alternativlos bleibt. Wie etwa im Libanon und in Äthiopien.

Kein Ende in Sicht

Ein Land am Rande der Belastbarkeit

Bereits seit 2012 leisten humedica-Teams durch die Unterstützung des Auswärtigen Amts wichtige Hilfe für syrische Flüchtlinge im Osten des Libanons: Die Ärzte, Hebammen und Apotheker versorgen Menschen in rund 30 inoffiziellen Zeltsiedlungen nahe der syrischen Grenze medizinisch. Sie behandeln akute Beschwerden, betreuen chronisch kranke Patienten, begleiten werdende Mütter und überweisen Notfälle an die richtigen Stellen.

humedica Flüchtlinge Syrien Libanon

Eine humedica-Ärztin behandelt syrische Flüchtlinge in einem Lager nahe der syrischen Grenze. Foto: Christoph Jorda

Die Dringlichkeit unseres Engagements im Libanon spiegelt sich in den hohen Patientenzahlen wider: Über 19.600 Kinder, Frauen und Männer wurden allein im ersten Halbjahr 2017 durch diese Hilfe erreicht. Geht der Blick in Richtung ihres noch immer von Gewalt zerrissenen Heimatlands, bleibt nur wenig Hoffnung, dass die Flüchtlinge in naher Zukunft nach Syrien zurückkehren können.

Für die Helfer von humedica war und ist es eine Herzensangelegenheit, den Menschen in dieser anhaltenden Krise beizustehen, sie medizinisch zu versorgen, ein offenes Ohr für ihre Sorgen zu haben und ihnen vielleicht sogar ein wenig Hoffnung zu schenken, in einer Situation, die kaum hoffnungsloser sein könnte.

In der Abwärtsspirale

Wenn die Krise zum Alltag wird

In der äthiopischen Dollo Ado-Region, dreitausend Kilometer südlich des Libanons, sehen sich die humedica-Teams mit ganz ähnlichen Herausforderungen konfrontiert: Auch in diesem Teil der Erde leben Menschen in einer anhaltenden Krise, deren Überleben nur durch externe Hilfe gesichert werden kann. In den beiden somalischen Flüchtlingscamps Melkadida und Kobe betreibt humedica deshalb Gesundheitsstationen, in denen allein in den letzten sechs Monaten rund 17.000 Menschen versorgt werden konnten. Mehr als die Hälfte der behandelten Patienten waren Kinder unter fünf Jahren.

Wie im Libanon laufen die Hilfsmaßnahmen für die Flüchtlinge aus Somalia bereits seit mehreren Jahren und doch müssen wir unsere Arbeit dort noch immer im Kontext der Not- und Katastrophenhilfe verstehen. Zu fatal sind die Lebensumstände in den Flüchtlingslagern, zu groß ist die Not der Betroffenen, zu gering sind die Chancen auf eine baldige Verbesserung ihrer Situation.

Kampf gegen den Hunger

Situation verschärft sich weiter

Neben diesen andauernden Herausforderungen kämpfen vielen Regionen in Ostafrika seit Monaten zusätzlich gegen eine schwere Hungerkrise, die auch vor den laufenden humedica-Projekten keinen Halt macht. Unsere Mitarbeiter behandeln verstärkt Krankheiten, die sich durch die unzureichende Versorgung mit sauberem Trinkwasser und Nahrungsmitteln bedingen.

Hungersnot Hungerkrise Ostafrika humedica Somaliland

23 Millionen Menschen sind in Ostafrika vom Hungertod bedroht - besonders betroffen sind Kinder. Foto: Wolfgang Zwanzger

Gleichzeitig steigt die Angst vor Epidemien. Ein Cholera-Ausbruch in dieser Situation könnte tausende Opfer fordern. humedica reagiert darauf mit der Einrichtung von Anlaufstellen, die Patienten im Bedarfsfall eine schnelle Betreuung ermöglichen.

Parallel dazu verteilt humedica bereits seit Mai hochkalorische Lebensmittel in anderen betroffenen Gebieten in Äthiopien und Kenia. Die aktuellste Maßnahme in unserem Kampf gegen den Hunger ist die Versorgung hungerleidender Menschen in Somaliland, wo ein humedica-Team gemeinsam mit der Partnerorganisation World Concern rund 40 Tonnen Nahrungsmittel ausgeben konnte.

Werden Sie Teil unserer Nothilfe!

Blicken wir also zurück auf die vergangenen Monate unserer Nothilfe, wird eines schnell klar: Unser Engagement in Krisengebieten wie dem Libanon oder Ostafrika, das wir Ihnen heute stellvertretend für weitere Projekte aus diesem Bereich vorgestellt haben, bleibt alternativlos.

Deshalb bitten wir Sie heute herzlich: Unterstützen Sie unsere weltweite Arbeit mit einer konkreten Spende oder werden Sie humedica-Förderer mit dem Schwerpunkt Katastrophenhilfe und erlauben Sie uns so auch weiterhin überlebenswichtige Hilfe für Menschen in Not zu leisten. Vielen Dank!

Schnelle Hilfe bei Katastrophen und einen nachhaltigen Weg aus der Not

Als humedica-Förderer unterstützen Sie unsere weltweite Hilfe und machen im Leben von Menschen in Not einen spürbaren Unterschied.

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