Die Menschen sind froh, am Leben zu sein

Schwerste Regenfälle seit 150 Jahren zerstören Existenz vieler Indonesier

Der Start ins neue Jahr fiel nass aus, rund um die indonesische Hauptstadt Jakarta. Am Neujahrstag gingen dort die heftigsten Regenfälle seit mehr als 150 Jahren nieder und überfluteten große Teile der Region. Bis zu drei Meter hoch stand das Wasser, Autos und auch Busse wurden weggespült, als seien sie Spielzeug. Viele Häuser sind komplett zerstört. Wer hier lebend raus kam, ist froh, wenigstens das zu haben, was er am Körper trug, als die Welle kam. „Das Ausmaß der Zerstörung erinnert mich stark an den Tsunami vor einem Jahr“, berichtet eine unserer Einsatzkräfte.

An den Tagen nach der Katastrophe verteilen unsere Einsatzkräfte vor allem Hygieneartikel. Foto: Daniel Reiter, humedica.

humedica reagierte umgehend. Ein Einsatzteam reiste nur kurze Zeit nach der Katastrophe nach Indonesien, um unseren örtlichen Partner Alpha Omega Foundation bei der Versorgung der Menschen zu helfen. Neben medizinischer Hilfe ist der Bedarf an Hygieneartikeln besonders groß.

Mit einer Seilwinde und einem Boot brachte unser Team die Hilfsgüter über den reißenden Fluss. Foto: Daniel Reiter, humedica

„Wir waren auf einer Insel im Ciberang Fluss. Die Wassermassen hatten beide Zugangsbrücken weggespült. Wir überquerten den reißenden Fluss in einem Schlauchboot, das an einem Stahlseil befestigt war, um zu den Menschen zu gelangen und ihnen die Hilfsgüter zu übergeben.“, berichtet unser Team. Auch Tage später sind Wassermassen und Zerstörung noch allgegenwärtig. An einem Haus trocknet oben die Wäsche. Unten steht alles unter Wasser. Vor allem die Bambushütten hat es erwischt. Wie viele der Gebäude jemals wieder bewohnbar sein werden, ist noch nicht absehbar

Aufräumen, auch wenn das Wasser noch im Haus steht. Das Leben muss weiter gehen. Foto: Daniel Reiter, humedica

Wie geht es für die Menschen nach der akuten Katastrophe weiter? Wo benötigen sie unsere Hilfe? Diese Fragen stellen sich für uns bei jedem Einsatz, auch jetzt, in Indonesien. „Die Menschen haben alles verloren“, schildert Einsatzkraft Uwe seine Eindrücke. Alles was sie hatten, ob Erinnerungsstück, Schultasche oder Kochtopf – das Wasser hat es weggespült. „Der Bedarf, hier zu helfen ist groß“, berichtet er. Und doch ist er beeindruckt, wie die Menschen mit den Rückschlägen umgehen. „Sie sind vor allem froh, am Leben zu sein“.

Unsere Hilfe ist nur dank Ihrer Unterstützung möglich. Bitte spenden Sie für unsere „Nothilfe Indonesien“ und helfen Sie damit den von den Überflutungen betroffenen Menschen in Indonesien. Herzlichen Dank.

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