humedicas Engagement bei stillen Katastrophen

Wo liegt noch mal Malawi? Afrika? Ja, klar! Aber wo genau in Afrika! Es ist normal, dass wir nicht jedes Land unserer Erde in gleichem Maße kennen. Was aus geographischer Sicht nachvollziehbar ist, gilt leider auch für weltweite Katastrophen. Vor allem, weil internationale Medien kein Interesse an Berichterstattung haben, ereignet sich eine Mehrzahl humanitärer Katastrophen außerhalb unserer Wahrnehmung.

Als Organisation, die Hilfe bringt, machen wir keinen Unterschied, ob es sich um eine bekannte oder übersehene Katastrophe handelt, zwei aktuelle Beispiele:

Zerstörerisches Wasser

Ein Land versinkt in den Fluten

Malawi ist ein Binnenstaat im Südosten Afrikas. Das flächenmäßig kleine Land teilt sich Grenzen mit Tansania, Mosambik und Sambia. Die 14 Millionen Einwohner gehören verschiedenen Kulturgruppen an. Eine Mehrheit der Menschen ist gezwungen, ob schwieriger wirtschaftlicher Verhältnisse von weniger als einem Dollar pro Tag zu leben.

Ein Fall für Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit. Leider wird Malawi seit Beginn der Regenzeit von ungewöhnlich heftigen Regenfällen heimgesucht, die große Landstriche im Süden überfluteten. In dem Distrikt Zomba sind 70.000 Menschen obdachlos. Eine Katastrophe jenseits aller Kameras.

Mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes hilft humedica seit Wochen. Mit verschiedenen Verteilungen konnte das Team um Koordinator Heinz Horsch 57.000 Decken, Plastikplanen, Eimer und Besteckgarnituren weitergeben. Außerdem wurden 8.000 Moskitonetze und rund 18.000 Süßkartoffel-Setzlinge zur neuen Bepflanzung der Felder weitergegeben. Malawi ist und bleibt im Zentrum unserer Aufmerksamkeit.

Krieg, Hunger, Flucht

Wann ist das Leben schön?

Der weltweite Aufschrei war groß 2011: Wie war es zu dieser Hungerkatastrophe am Horn von Afrika gekommen? Warum hatte keiner bemerkt, wie schlecht es um die Region stand? Sechs Länder im Fokus, wenige Wochen jedenfalls. In denen wurde intensiv berichtet über eine halbe Million hungernder Menschen in Dadaab und anderen Flüchtlingslagern. Und dann?

Die Kameras verschwanden, nicht verschwunden sind die Lager bis heute. Weitgehend ungelöst ist die Perspektive von hunderttausenden Menschen, insbesondere in Kenia und Äthiopien.

Mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes unterhält humedica an der äthiopisch-somalischen Grenze im Camp Melkadida eine Gesundheitsstation für mehr als 40.000 Bewohner. Rund 50 Helfer kümmern sich um bis zu 750 Patienten in der Woche. Sie haben Krieg, Hunger und Flucht hinter sich gelassen, was aber ist die Perspektive? Wann ist das Leben schön?

Das humedica-Team steht diesen Menschen Tag für Tag zur Seite, hilft medizinisch, tröstet, versucht neue Chancen aufzuzeigen. Die Flüchtlinge in Melkadida brauchen unseren Einsatz!

Diese zwei Beispiele stehen für viele weitere stille Katastrophen, denen wir in unserer Arbeit für Menschen in Not begegnen. Wir sind sehr dankbar für jede Unterstützung, etwa zugunsten von Erdbebenopfern, deren furchtbares Leid über die Bildschirme in unsere Wohnzimmer transportiert wird. Ebenso wie jene für unschuldige Kriegsopfer in der Ukraine, Syrien oder eben auch in Äthiopien.

Wir möchten Sie heute freundlich bitten, unsere Bemühungen auch weiterhin gezielt zu unterstützen. Mit Hilfe einer Spende, einer Patenschaft, persönlicher Mitarbeit oder Multiplikation.

Geben Sie uns bitte die Chance zu grundsätzlicher Hilfe, bei sichtbaren und unsichtbaren, stillen Katastrophen. Vielen herzlichen Dank.

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