Sehr geehrte Damen und Herren,

es macht mich immer ganz traurig und verzweifelt, wenn ich im Rahmen unserer Hilfseinsätze Menschen begegne, die an eigentlich heilbaren Krankheiten oder Verletzungen leiden, aber aufgrund fehlender Behandlungsmöglichkeiten unnötiges Leid und Schmerzen ertragen müssen. Insbesondere Kinder, die ihr ganzes Leben noch vor sich haben, sind mir in diesem Zusammenhang immer ein ganz besonderes Anliegen.

Mir kommt gerade der kleine Ali Ibrahim Abeker Mohamed in den Sinn, dessen Vater im Oktober 2004 in unsere Klinik in der sudanesischen Bürgerkriegsprovinz Süd-Darfur kam und darum bat, seinem Sohn zu helfen. Ali war bei einem Überfall auf sein Heimatdorf durch einen Schuss ins Knie verletzt worden und die sudanesischen Ärzte sahen keine andere Möglichkeit als eine Oberschenkelamputation.

Damit wollte sich der Vater aber nicht abfinden und wandte sich voller Hoffnung an die humedica-Ärztin und Chirurgin, Dr. Luise Kalmbach, die sicher war, dass das Bein erhalten werden könnte, wenn der damals 12-jährige Junge in Deutschland operiert werden könnte. Auf ihre Initiative hin erklärte sich Prof. Dr. Holz vom Katharinenhospital in Stuttgart bereit, Ali zu operieren. Das Bein mußte zwar versteift, aber nicht amputiert werden. Als ich Ali 2010 wieder in der Provinzhauptstadt Nyala begegnete, war aus ihm ein fröhlicher, junger Mann geworden, der auf beiden Beinen im Leben stand und Zukunftspläne schmiedete.

Vor einigen Monaten war ich zum 20-jährigen Gründungsjubiläum unserer Partnerorganisation Skandinaviska Barnmissionen nach Lutsk in der Ukraine eingeladen und besuchte unter anderem das Kinderkrankenhaus der Stadt. Dort begegnete mir die 15-jährige Anastasia, die aufgrund eines Tumors an der Wirbelsäule operiert worden war, aber seither unter Schmerzen und Inkontinenz litt.

Der behandelnde Arzt, Dr. Mykhailo Lovga, sprach glücklicherweise Deutsch und erklärte mir, dass Anastasia nur durch eine weitere OP geholfen werden könne, die jedoch nicht in der Ukraine möglich sei. Ich setzte dann nach meiner Rückkehr alle Hebel in Bewegung, um dem Mädchen zu helfen. Nach einer Absage aus Warschau, wandten wir uns schließlich an die Neurochrurgische Klinik des Bezirkskrankenhauses Günzburg und ich bin so dankbar, dass sich der ärztliche Direktor, Prof. Dr. Wirtz, nun bereit erklärt hat, den Eingriff zu wagen und wir beten, dass Anastasia danach ein beschwerdefreies Leben führen kann.

Nicht immer ist es nötig, Patienten für eine Einzelfallhilfe nach Deutschland zu bringen. Bei einem Besuch am 20. Februar 2013 in einem Camp für syrische Flüchtlinge im libanesischen Bekaa-Tal begegnete ich in einem der Zelte dem völlig abgemagerten 16-jährige Fayad, der auf einer Matratze lag. Schwer verletzt durch eine Bombe, die sein Elternhaus in Homs zerstört hatte. Ich bat unser medizinisches Team, sich intensiv um den bereits operativ versorgten Jungen zu kümmern. Welch eine Freude, als ich vor wenigen Tagen ein Foto zu sehen bekam, das einen lachenden Fayad neben unserem Koordinator Ole Hengelbrock zeigte.

Diese Erlebnisse helfen meinen Mitarbeitern und mir, das Leid, dem wir oftmals im Rahmen unserer Hilfsmaßnahmen begegnen, leichter zu ertragen

Bitte helfen Sie uns durch eine großzügige Spende, dass wir noch vielen Kindern wie Ali, Fayad und Anastasia helfen können!

Mit herzlichen Grüßen und Segenswünschen bin ich
Ihr

Wolfgang Groß


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