Sehr geehrte Damen und Herren,

im Verlauf meiner 33jährigen Tätigkeit bei humedica für Menschen in Not hatte ich bisher Gelegenheit, insgesamt 83 Länder dieser Erde zu besuchen, wobei mich keines so sehr beeindruckt hat, wie Nordkorea.

Mein erster Besuch dort fand im Jahr 1998 statt, als humedica durch eine großzügige Zuwendung des Auswärtigen Amtes die Gelegenheit bekam, einen Schiffscontainer mit Antibiotika und Tuberkulosemitteln zur Versorgung zahlreicher schwerkranker Menschen an verschiedene Krankenhäuser zu übergeben. Im Jahr darauf reiste ich in meiner Funktion als Vorstandsvorsitzender der Organisation Mercy Ships Deutschland e.V. erneut in das ostasiatische Land, um einen Seecontainer mit Saatkartoffeln zu übergeben, die mit dazu beitragen sollten, die Selbstversorgung des Landes mit Grundnahrungsmitteln zu fördern. Ich erlebte damals höfliche, distanzierte Dankbarkeit, allerdings auch immer begleitet von spürbarem Misstrauen.

Vor wenigen Tagen bin ich nun von einem neuerlichen Besuch aus der Demokratischen Volksrepublik Korea zurückgekehrt, dieses Mal allerdings mit ganz anderen Eindrücken, was sicherlich nicht zuletzt an der Zusammensetzung unserer kleinen Delegation lag. Mit unserem Spender Volkbert Keßler aus dem Osten Deutschlands und mir aus dem Westen sowie unserem kenianischen Freund Patrick Khamadi dokumentierten wir ganz konkret, dass Menschen unterschiedlicher Herkunft vertrauensvoll zusammenarbeiten können.

Leider geht es bei der Berichterstattung über Nordkorea in unseren Medien fast ausschließlich um Schwierigkeiten und negative Vorkommnisse.

Ich möchte deshalb heute ganz bewusst über unsere positiven Erfahrungen berichten. Besonders aufgefallen ist uns, im Gegensatz zu vielen anderen Ländern, die allgegenwärtige Sauberkeit im Land sowie die freundlichen, hilfsbereiten und fleißigen Menschen. Bei einem Spaziergang im Moranbong-Park, wo sich Hochzeitspaare nach der Trauung gerne fotografieren lassen, bat uns ein Bräutigam um ein gemeinsames Bild. Im Gegensatz zu meinen früheren Besuchen, gab es keinerlei Einschränkung beim Fotografieren oder Filmen.

Und wir bekamen nicht nur die positiven Aspekte des Landes zu sehen, sondern auch die schwierige Lage, in der sich z.B. das Gesundheitssystem befindet, da den gut ausgebildeten Ärzten oftmals keine ausreichenden diagnostischen und therapeutischen Möglichkeiten zur Verfügung stehen.

Wir haben uns daher entschlossen, das 1. Krankenhaus in Häju mit dringend benötigten Hilfsgütern und der Entsendung von Fachärzten zu unterstützen und ich bitte Sie darum, uns dabei mit einer Spende zu helfen.

Danke, dass Sie immer wieder an unserer Seite stehen, auch wenn wir in Ländern aktiv werden, die von anderen kaum wahrgenommen oder ganz bewusst vernachlässigt werden.

Mit herzlichen Grüßen und Segenswünschen
Ihr

Wolfgang Groß

P.S.: Aus aktuellem Anlass möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass sich humedica gemeinsam mit dem "Sturm der Liebe"-Darsteller Michele Oliveri für die Betroffenen der Erdbebenserie in Italien einsetzt. Michele Oliveri ist in der Emilia Romagna aufgewachsen, hat sich vor kurzem selbst ein Bild über die Zerstörung vor Ort gemacht und bittet nun um aktive Mithilfe: "Wir müssen all diesen Menschen die Sicherheit geben, dass sie mit ihrem entsetzlichen Schicksal nicht allein sind." Bitte helfen Sie uns dabei mit einer gezielten Spende. Vielen Dank!


Video: Humanitäre Hilfe ist auf dem Weg

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Sie haben Medikamente oder medizinische Untersuchungsgeräte abzugeben? Dann sind Sie bei humedica an der richtigen Adresse!

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In den vergangenen Tagen erschütterten mehrere Erdbeben die Emilia Romagna im Nordosten Italiens. Gemeinsam mit dem Schauspieler Michele Oliveri leistet humedica nun Wiederaufbauhilfe.

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humedica-Schlagzeilen Mai 2012

+++ Haben Sie es schon gehört? +++ Jedes Los ein Gewinn – auch für humedica +++ Nitsche prüft Computer für humedica-Projekte +++ Tische und Stühle für die Versorgungshilfe +++

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Im Einsatz für Menschen in Not zu sein, bedeutet eine tägliche Konfrontation mit den Schattenseiten des Lebens aud dieser Erde: Armut, Krankheiten, Naturkatastrophen. Motiviert von unserem Glauben an die christliche Nächstenliebe geben wir unser Bestes. Wir wollen mit konkreter und nachhaltiger Hilfe Hoffnung schenken, wo Hoffnungslosigkeit regiert. Wir wollen Liebe leben, wo Hass und Unfrieden wüten.

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