Sehr geehrte Damen und Herren,

mein Name ist Dr. Andrea Kranen-Sutter. Ich bin Kinderärztin und arbeite in einer großen Gemeinschaftspraxis in Südbaden. Vor fünf Tagen bin ich von meinem vierwöchigen Einsatz im Niger, in der humedica-Klinik in Kollo, zurückgekommen.

Es ist mir ein großes Anliegen, mich gemeinsam mit Ihnen für dieses Land einzusetzen. Denn es herrscht dort eine akute Hungersnot. Ich hatte mich auf Malaria und Infektionskrankheiten eingestellt, aber das Maß an Unterernährung, das dort allgegenwärtig ist, habe ich nicht erwartet.

Der Anblick von sehr schwachen, niemals lächelnden, abgemagerten Babys und Kleinkindern wurde mir so vertraut, dass ich erstaunt reagierte, wenn einmal ein wohlgenährtes, fröhliches Kind meine Ambulanz betrat. Die Unterernährung betrifft alle Altersstufen, Frauen und Männer, aber die Kinder sind am schlimmsten betroffen.

Als ich meinen Einsatz begann, war der Bettentrakt der Klinik noch nicht eröffnet, so dass Koordinatorin Simone und ich das Wochenende fast vollständig in der Ambulanz verbrachten, um zwei völlig ausgehungerten Babys, deren Mütter nicht stillen konnten, regelmäßig Flaschenmilch einzuträufeln.

Die Mütter wurden angeleitet, wie man Babyflaschen säubert und auskocht, und wie das abgekochte Wasser mit Milchpulver verschüttelt und abgekühlt wird. Es war eine große Freude, als am Sonntagabend das größere Kind das erste Mal lächelte und einen zufriedenen Laut von sich gab.

Nun kommt die Mutter einmal in der Woche und holt sich ihre Milchpulver-Ration ab und zeigt stolz ihr Kind vor, das langsam an Gewicht zulegt. Inzwischen sind schon zahlreiche Babys in diesem Milchprogramm.

Am ersten Juli konnte schließlich der Bettentrakt der Klinik seinen Betrieb aufnehmen. Nun können Schwangere dort entbinden und sich nach der Geburt in einem sauberen, gekühlten Raum ausruhen. Es können schwer unterernährte und kranke Kinder mit ihren Müttern aufgenommen werden und erhalten Nahrung, medizinische Versorgung und Anleitung, wie sie trotz beschränkter Mittel nahrhafter und gesünder für die Familie kochen können.

Wenn Sie meine Worte lesen ist darüber hinaus das Ernährungsprogramm der Welthungerhilfe und UNICEF mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes der Bundesrepublik Deutschland angelaufen. humedica muss allerdings 10 Prozent der Kosten selber aufbringen.

Auch das Milchpulver für die Kinder im ersten Lebenshalbjahr und der angereicherte Brei für Kinder ab sechs Monaten werden von humedica bezahlt. Ebenso müssen Babyfläschchen, Sauger, Messbecher, Löffel und weitere Utensilien angeschafft werden. All das geht nur mit großzügiger Unterstützung durch Spenden, um die ich Sie hiermit herzlich bitte!

Seien Sie gewiss, dass Ihre Spende direkt bei den bedürftigen Kindern und ihren Müttern ankommt und sie vor dem Verhungern bewahrt.

Im Voraus vielen Dank!
Ihre

Dr. Andrea Kranen-Sutter


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