humedica-News Infobrief August 2013

Sehr geehrte Damen und Herren,

zunächst ein herzliches Dankeschön und „Vergelt’s Gott“ an alle unsere Freunde, die uns im letzten Monat in so großzügiger Weise unterstützt haben.

Es war im Jahr 2005, als der aus dem Niger stammende Pastor Yacouba Seydou mit seiner deutschen Frau Renate unsere Kaufbeurer Zentrale besuchte und von einer Hungersnot in seiner Heimat berichtete. Unsere Recherche im Internet bestätigte die Aussage von Pr. Yacouba, der in den USA Agrarwissenschaften studiert und dann eine Bibelschule besucht hatte, wo er auch Renate kennenlernte.

Anstatt in den USA oder in Deutschland ein angenehmes Leben zu führen, beschloss das Ehepaar, in Yacouba’s Heimat zu leben, um dort den Menschen in einem Staat zu dienen, der seit 1971 auf der Liste der am wenigsten entwickelten Länder, den sog. „least developed countries“, steht.

Sie gründeten die Organisation „HIS – Hosanna Institute du Sahel und starteten, neben der Arbeit in einer christlichen Gemeinde, verschiedene soziale Projekte. So wurden und werden z.B. Brunnen gebohrt und sogenannte „food banks“ eingerichtet, die dazu beitragen, dass bei Nahrungsmittelknappheit das Getreide nicht zu überhöhten Preisen auf dem Markt gekauft werden muss.

Obwohl Pastor Yacouba ein zum Christentum konvertierter Moslem ist, wird er im Land allseits geschätzt. Das erfuhr ich erneut, als ich den nigrischen Präsidenten, S.E. Mahamadou Issoufou, am 8. Mai in Berlin traf.

Die Hungerkrise im Niger im Jahre 2005 war die Folge einer Lebensmittelverknappung, die auf natürlichen Ursachen beruhte, jedoch durch politische und ökonomische Eingriffe des Menschen verstärkt wurde und betraf Schätzungen zufolge zwischen 2,4 bis 3,6 Millionen Menschen, wobei bis zu 48.000 Menschen als direkte Folge der Unterernährung starben.

Die humedica-Ärzteteams retteten damals durch ihre Arbeit zahllosen Menschen, insbesondere Kindern, das Leben und wir beteiligten uns an der Verteilung von 2.000 Tonnen Nahrungsmitteln. Im Zusammenhang mit diesem Krise entstand das im Anhang beschriebene Mutter-Kind-Krankenhaus in Kollo.

Da zum weiteren Betrieb und zur Entwicklung dieser wichtigen Gesundheitseinrichtung, die bei kürzlichen Hungerhilfeaktionen ein wichtiger Stützpunkt war, dringend noch Mittel zum Bau einer separaten Entbindungsstation und eines weiteren Bettentrakts benötigt werden, bitte ich heute um Ihre Unterstützung!

Danke schon im Voraus führ Ihre Hilfe! Und – wie immer – bin ich

mit herzlichen Grüßen und Segenswünschen aus dem humedica-Hilfszentrum
Ihr

Wolfgang Groß

P.S.: Durch Vermittlung der Firma Alpensolar, spendete uns die chinesische Firma JinKO Solar eine Photovoltaik-Anlage im Wert von 15.700 Euro, damit die Klinik in Kollo künftig selbst den benötigten Strom aus Sonne produzieren kann.

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