Sehr geehrte Damen und Herren,

es war ein spannendes, unvergessliches Erlebnis, in diesem mit mehr als 30 Tonnen Kindernahrung voll gepackten Frachtflugzeug, einer Douglas DC-8, unsere Hilfe ans Horn von Afrika zu bringen. Die großzügige Unterstützung unseres Kooperationspartners Sternstunden e. V. hatte diesen ersten Charterflug von deutschem Boden überhaupt möglich gemacht. Dafür sind wir sehr dankbar.

Inzwischen konnten wir diese gelieferten Hilfsgüter mit Unterstützung zuverlässiger Partner in den massiv von Dürre, Ernteausfällen und Hunger betroffenen Regionen Kenias, Wajir, Turkana und Dadaab, verteilen. Darüber hinaus haben wir über eine befreundete Organisation (Nehemia) auch in dem ebenfalls hart getroffenen Kleinstaat Dschibuti erste Verteilungen von Lebensmitteln und anderen Gütern an betroffene Familien durchführen können. In den genannten Krisengebieten wird es in den kommenden Monaten kontinuierlich weitere Verteilungen geben.

Den zweiten Schwerpunkt unserer Hilfe in dieser dramatischen Hungerkatastrophe bilden unsere bewährten Ärzteteams. Während Sie diese Zeilen lesen, arbeitet bereits die dritte Mannschaft mit ehrenamtlichen Helfern in Dollo Ado, an der äthiopisch-somalischen Grenze. Weitere humedica-Teams sind zusammengestellt und werden nacheinander in das Einsatzgebiet reisen.

Wir haben während unserer vielfältigen Hilfsmaßnahmen seit Anfang Juli immer wieder Wunder erleben dürfen, in denen wir Gott als Türöffner erlebten, der unsere Bemühungen segnet. Das erfüllt uns mit großer Freude und Dankbarkeit. Die vielen traurigen Bilder, die ich selbst in Kenia sehen musste, mahnen uns jedoch, den zahllosen Betroffenen in Afrika auch weiterhin zur Seite zu stehen, ihnen eine Zukunft zu ermöglichen. Bitte lesen Sie in diesem Infobrief auch unseren aktuellen Bericht von der Arbeit im Katastrophengebiet.

Unweit des "Schwarzen Kontinents" spielt sich auf der italienischen Insel Lampedusa seit Monaten ein Flüchtlingsdrama ab, das man sich kaum vorstellen kann. Ich habe den Urlaub mit meiner Familie in Italien genutzt, um in Mineo gemeinsam mit unserem Partner GiM (Giuventu in Missione) Flüchtlinge aus Nigeria, Ghana, Eritrea und Liberia zu treffen.

Sie waren als Gastarbeiter in Libyen tätig, um ihre Familien zu versorgen, verloren ihre Arbeit und flohen schließlich wegen des Krieges auf überfüllten Booten über das Mittelmeer nach Lampedusa. Sie kennen sicherlich die Bilder von diesen Transporten aus dem Fernsehen. Viele Boote erreichen ihr Ziel allerdings nicht.

humedica kann einigen dieser Flüchtlinge dank der Zuwendung eines Großspenders in Höhe von 50.000 Euro nun gezielt helfen. Auf der Flucht bekommen die meisten von ihnen sowohl ihr Gepäck, als auch die wenigen Wertsachen abgenommen und erreichen ihr Ziel oft nur mit der Kleidung, die sie am Leib tragen.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, die Sie unserer Arbeit immer wieder zuteil werden lassen. Bitte geben Sie humedica auch weiterhin die Möglichkeit, gezielt und nachhaltig in Katastrophen, wie etwa am Horn von Afrika, schnelle Hilfe zu leisten!

Herzliche Grüße und Segenswünsche aus Kaufbeuren
Ihr

Wolfgang Groß


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Im Einsatz für Menschen in Not zu sein, bedeutet eine tägliche Konfrontation mit den Schattenseiten des Lebens aud dieser Erde: Armut, Krankheiten, Naturkatastrophen. Motiviert von unserem Glauben an die christliche Nächstenliebe geben wir unser Bestes. Wir wollen mit konkreter und nachhaltiger Hilfe Hoffnung schenken, wo Hoffnungslosigkeit regiert. Wir wollen Liebe leben, wo Hass und Unfrieden wüten.

Dabei vergeht kein Tag im Jahr, an dem wir Sie, liebe Freunde und Förderer nicht an unserer Seite brauchen würden. Bitte beten Sie für unsere Arbeit und bitte helfen Sie uns mit gezielten Spenden.

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