humedica-News Infobrief April 2010

Sehr geehrte Damen und Herren,

es ist kaum vorstellbar, welche direkten Auswirkungen der Ausbruch des isländischen Vulkans Eyjafjallajökull nicht nur auf den internationalen Flugverkehr hat. Medien sprechen von einem täglichen Schaden in Höhe von einer Milliarde Euro für die deutsche Wirtschaft.

Während Sie diese Zeilen lesen, hat sich die Situation hoffentlich wieder entspannt, betroffen von dem Flugverbot ist aber auch unser Tagesgeschäft: Internationaler Besuch sitzt bei uns in Kaufbeuren fest und eine Mitarbeiterin kann nicht in den Niger ausreisen.

Unsere Partner von der Organisation KOINONIA aus Bangladesh, Mark Halder und Dr. Dennis Datta, genießen ihren verlängerten Aufenthalt im Allgäu. Die humedica-Projektleiter im Kosovo, Cindy und Dave Johnson sind mit ihrem Mitarbeiter Alban Bytyci auch gerne länger unsere Gäste; Koordinatorin Simone Winneg aber wird dringend im Niger gebraucht.

Auf eine Aschewolke können wir keinen Einfluss nehmen, auf unsere Arbeit sehr wohl. In Haiti etwa geht unser Engagement unvermindert weiter: Mehr als einhundert ehrenamtliche Helfer konnten wir bisher einsetzen, zudem liegen Kostenvoranschläge für Aufbauprojekte vor; beispielsweise die Schule in Marbial, deren Betrieb wir schnell wieder ermöglichen wollen. Danke, dass Sie uns weiterhin unterstützen!

Dankbar sind wir auch für die Entwicklung unseres Kinderprojekts an der Bundesstraße von Nova Friburgo nach Teresópolis in Brasilien. Auf Bitten der Dillinger Franziskanerinnen konnten wir 1988 erstmals das St. Josef-Krankenhaus in Urubici mit Hilfsgütern unterstützen.

Aus diesem Kontakt entstand 1994 unser Kinderdorf mit vielfältigen Angeboten und einer breit angelegten Hilfe. Daran haben wiederum die Ordensschwestern einen großen Anteil: Sie stellten uns ein Grundstück zur Verfügung, auf dem heute die Projektgebäude stehen.

Durch Schwester Veralúcia wurde ich während meines kürzlichen Besuchs im Land mit dem Schicksal von Marcele konfrontiert. Die traurige Geschichte des 16jährigen Mädchens erzählen wir Ihnen in unten verlinktem Artikel. Gerne möchten wir das Leben von Marcele und ihrer Familie im Rahmen unserer Einzelfallhilfen zum Positiven wenden, Hoffnung und Zukunft verschenken.

Die individuelle Form der Hilfe ist uns sehr wichtig ist und ich bitte von ganzem Herzen um Ihre Unterstützung für diesen Arbeitszweig. Die Veränderung der Situation einzelner Menschen in Not hat immer auch Einfluss auf die unmittelbare Umgebung.

Ich möchte Ihnen abschließend für Ihr Vertrauen und die Finanzierung unserer vielfältigen Arbeit danken und sende Ihnen aus dem sonnigen Allgäu

Herzliche Grüße und Segenswünsche
Ihr

Wolfgang Groß

PS: Familienpatenschaften sind eine dauerhafte Form der Einzelfallhilfe. Bitte stehen Sie auf diesem Weg an unserer Seite! Nachhaltige Hilfe ist immer möglich. Danke!

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Geschäftsführender Vorstand:
Heinke Rauscher, Johannes Peter
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