Hintergrund: Äthiopien

Konflikt im Vielvölkerstaat: Leben retten in Tigray

Zugang zu medizinischer Grundversorgung und Nahrung im Norden Äthiopiens

23.02.2021

Im November vergangenen Jahres kam es in der Region Tigray im Norden Äthiopiens zu einer militärischen Eskalation. Unsicherheit und Angst halten seitdem an. Die wenigen Berichte, die aus der Region zu uns dringen, machen deutlich, wie prekär die Lage für die Menschen vor Ort aktuell ist. Es fehlt an Lebensmitteln und sauberem Trinkwasser, zudem wird von Verletzungen der Menschen- und Völkerrechte berichtet. Zehntausende sind seit Beginn des Konflikts geflohen. Experten gehen von rund 2,5 Millionen Menschen aus, die auf humanitäre Hilfe angewiesen sind.

Die Bevölkerung Tigrays hatte schon vor dem Ausbruch der Kämpfe Probleme mit der Versorgung, weil große Teile der Ernten durch die andauernde Heuschreckenplage vernichtet wurden. Besonders betroffen sind, wie immer bei solchen Katastrophen, Schwangere Frauen und Kinder. Weil sie selbst nicht genügend zu essen haben, fällt es vielen Frauen schwer, zu stillen. Gesundheitseinrichtungen sind geschlossen oder nicht erreichbar.

Hunger ist eines der größten Probleme in Konflikten. Wie auf diesem Foto helfen wir auch mit Nahrungsmittelpaketen. Foto: Wolfgang Zwanzger

humedica ist über den äthiopischen Partner „Mothers and Children Multisectoral Development Organization” (MCMDO) vor Ort. Unser Ziel ist es, vor allem lebensrettende Grundversorgung für Kinder unter fünf Jahren, Stillenden und Schwangeren wieder sicherstellen. So soll auch die Kindersterblichkeit reduziert werden.

Die Hilfsmaßnahmen sollen in mehreren Bezirken Tigrays stattfinden und mehr als 6.200 Menschen zugutekommen. Die Kinder erhalten neben der medizinischen Behandlung der Unterernährung auch Impfungen und Medizin für den täglichen Bedarf. Um die langfristige Versorgung sicherzustellen, wird medizinisches Personal auf dem Gebiet fachlich weitergebildet. Außerdem werden Anlaufstellen für Eltern geschaffen, damit diese für das Thema Ernährung sensibilisiert werden. So sollen sie auch künftig in der Lage sein, Anzeichen für Mangelernährungen zu erkennen und schneller darauf reagieren.

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