Hoffnung säen in Sri Lanka

Kinder- und Bildungsarbeit bei humedica Lanka

22.06.2021

Zwar besuchen in Sri Lanka glücklicherweise bereits die meisten Kinder eine Schule, der Bildungssektor des Landes ist dennoch von enormen Hürden geprägt. Da im Schulunterricht oftmals lediglich Grundlagen vermittelt werden, bedarf es teurer Tutorenkurse, um das Basiswissen anhand von Übungen und Wiederholung zu verinnerlichen. Die durch die Pandemie ohnehin stark angespannte Lage verschlechterte die wirtschaftliche Situation vieler Familien massiv. humedica Lanka setzt sich für die Stärkung des triangulären Konzepts aus Kind, Eltern und Lehrer ein. Die Kinder werden auf diese Weise mit Wissen und Fähigkeiten ausgestattet, die ihnen dabei helfen, sich dem Leben sowohl akademisch als auch im außer-schulischen Alltag zu stellen. Nur wenn das ganzheitliche Konzept greift, können die Kinder und deren Familien aus dem Armuts-Kreislauf ausbrechen und selbst dabei mitwirken, die Gesellschaft zu stützen und zu befähigen.

In den Feriencamps der humedica Grow Center steht neben spielerischem Lernen vor allem Spaß und viel Bewegung auf der Tagesordnung.

Bildung und gezielte Förderung für 760 Kinder

Beim sogenannten „Child Development“ Programm setzen wir uns gezielt für Kinder bildungsferner und finanziell schwacher Familien ein. Anhand der Vermittlung von Schulwissen, sozialer Verantwortung und Gartenbau werden sie nachhaltig gefördert und so auf den Schulalltag und das Lernen in den Grow Centers vorbereitet. Ein weiterer Fokus liegt zudem auf der Alphabetisierung der Kinder an vier Schulen in anderen Teilen des Landes. Mit der Hilfe Ihrer Spenden betreut humedica Lanka insgesamt 13 Grow Center im Norden und Westen, sowie im Zentrum des Landes und auf der Insel Delft. Ebenso unterstützen Sie durch Ihren Beitrag unseren Montessori Kindergarten in Manipay, im Norden des Landes.

Im Montessori Kindergarten werden bereits die Kleinsten gezielt und spielerisch gefördert und ans Lernen herangeführt.

Kredite und Pfändung für Nahrungsmittel

COVID-19 hatte spürbare negative wirtschaftliche und soziale Auswirkungen auf die gefährdeten Familien vor Ort, da zahlreiche Eltern ihre tägliche Lohnarbeit verloren und sich und ihre Kinder nicht mehr mit ausreichend Nahrung versorgen konnten. Oftmals mussten sie auf geringfügigste Ersparnisse zurückgreifen, Kredite aufnehmen oder Besitz verpfänden, um lebensnotwendigen Kosten zu decken. Für diese Familien stellte humedica ausreichend Trockenrationen und Nahrungsmittel zur Verfügung.

Wenn Not erfinderisch macht

Um die allgemeinen Kontaktbeschränkungen einzuhalten und den Kindern zeitgleich das Lernen zu ermöglichen, stellten sich die Grow Center enormer Herausforderungen. Zunächst erfolgte eine Überprüfung der Gegebenheiten und technischen Ressourcen bei den jeweiligen Familien vor Ort, um sicherzustellen, dass die Kinder von zu Hause lernen konnten. Anschließend wurden Lehrpläne und Arbeitsbücher kreativ mit Bildern, Smartboards und Videos neugestaltet, um die Kinder zum Lernen zu motivieren. Die regelmäßige Kontrolle der Fortschritte erfolgte dann über den streng reglementierten Kontakt zwischen Lehrern und Eltern.In den vergangenen Monaten konnten wir auf diese Weise zahlreiche Familien in der wirtschaftlich angespannten Lage unterstützen und den Kindern die Voraussetzungen für ihr tägliches Lernen schaffen. Indem wir Unterrichtsmaterialien und Schulkleidung sowie Hygiene-Kits und Essensrationen verteilten und das Schulgeld übernahmen, entlasteten wir die Kinder und deren Eltern in hohem Maße. Der kreative und unnachgiebige Elan der Grow Center Mitarbeiter ist in hohem Maße dafür verantwortlich, dass das Potential dieser Kinder nicht der Pandemie zum Opfer fiel.
Danke, dass Sie helfen, gemeinsam dort anzusetzen, wo wir Großes bewegen können: bei Kindern und deren Bildung!

Heute liebt es Januja zu lernen. Als Lehrerin möchte sie später einmal selbst Kindern das Lesen und Schreiben beibringen und es besser haben als ihre Eltern.

Wie wichtig eine Konstante und Beständigkeit im Leben der Kinder sind, zeigt uns die kleine Januja. Sie ist 12 Jahre alt und besucht die 7. Klasse einer öffentlichen Schule.

Ihre Eltern verdienen als Tagelöhner ihr Geld und setzten alles daran, sie und ihre zwei Schwestern zu versorgen. Für gemeinsames Lernen oder die Betreuung der Hausaufgaben fehlen den Eltern jedoch sowohl Zeit als auch das notwendige Wissen. Da Januja große Schwierigkeiten beim Lernen hatte und mit dem Stoff immer weiter zurückfiel, besuchte sie im Grow Center eine Klasse für langsame Lerner. Hier entwickelte und verbesserte sie sich zusehends. Während der Pandemie konnten die Lehrer ihr zudem mit viel Zeit, Liebe und Geduld gezielt den Lernstoff vermitteln und ihr Wissen anhand von persönlichen Fragebogen testen und intensivieren. „Wir wollen sicherstellen, dass Kinder wie Januja, die eine solche Krise besonders hart trifft, die gleiche Chance bekommen, um so nicht nur ihre Schule gut abschließen, sondern auch zu einem verantwortungsvollen und vollwertigen Gesellschaftsmitglied werden zu können. Wir sind stolz auf solche Kinder, die nicht aufgeben, sondern weiter hart arbeiten und gegen alle Hindernisse gewinnen. Nun möchte Januja auch Lehrerin werden und ihre Familie unterstützen“, berichtet ihr Lehrer stolz.

Danke, dass Sie und mit Ihrer Fördererspende dazu befähigen, Kindern wie Januja eine echte Perspektive zu geben. Ohne unsere gemeinsame Arbeite, wären gezielte Förderungen unmöglich.

Alle Fotos: humedica

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