Überschwemmungen im Tana River Delta

humedica hilft in Kenia

von Anna Grabner-Strobach,  08.06.2020

Eigentlich regieren derzeit Trockenheit und Dürre als vorherrschende Naturgewalt, die Region im ostafrikanischen Tana River Delta. Obwohl die jährliche Niederschlagsmenge extrem zurückgeht, häufen sich Hochwasser und Flutkatastrophen. Plötzlich auftretende Regenfälle verursachen diese Naturphänomene. Anhaltende Hitzeperioden erhärten den Boden, sodass dieser bei starkem Regen kein Wasser aufnehmen kann. Im Gegenteil wird das Wasser eher weggespült, als dass es im Boden versickert.

Im vergangenen Jahr traf es nach Angaben des humedica Partners, World Concern, angrenzende Länder wie Somalia, Südsudan, Kenia und Äthiopien besonders schlimm. Mehr als 2,5 Millionen Menschen waren von den Überschwemmungen betroffen. Hunderttausende waren gezwungen ihre Häuser zu verlassen und in höher gelegene Lagen zu fliehen. Große Not herrschte auch in der Region um den Tana River. Im November 2019 entsendete humedica ein medizinisches Einsatzteam nach Kenia, um den Menschen vor Ort beizustehen und medizinische Hilfe zu leisten.

Mehr als ein halbes Jahr nach den schweren Überschwemmungen sind die Nachwirkungen noch spürbar. humedica und Partner World Concern, lassen die Meschen nicht allein. Foto: World Concern

Die heftigen Niederschläge formieren sich immer wieder zu reißenden Sturzfluten und ziehen eine Schneise der Verwüstung. Dörfer werden von der Versorgung abgeschnitten, ganze Regionen verwüstet und die gesamte Infrastruktur zerstört. Die Auswirkungen der katastrophalen Fluten vom vergangenen Jahr, sind immer noch zu spüren. Aber auch zu Beginn des Jahres kam es immer wieder zu Überschwemmungen. Schätzungen der kenianischen Regierung zufolge sind mehr als 144.000 Menschen in 25 Bezirken des Landes von den Überschwemmungen und Sturzfluten betroffen. Die meisten sanitären Einrichtungen sind überflutet worden. Das Trinkwasser ist verunreinigt und die Zahl der Erkrankungen nimmt stetig zu.

Gemeinsam mit dem Partner World Concern und dem kenianischen Gesundheitsministerium hat sich humedica das Ziel gesetzt, medizinische Hilfe in schwer erreichbaren Regionen durchzuführen. Dabei wurden hunderte Kinder entwurmt, erhielten Nahrungsergänzungsmittel und Vitamine. Die größte Anzahl der Patienten musste wegen Malaria, Durchfall, Atemwegserkrankungen und Hautkrankheiten behandelt werden. Drei Monate lang waren Ärzteteams im Landkreis des Tana River Deltas unterwegs, um 6.000 Menschen in sechs Dörfern Zugang zu medizinischer Versorgung zu gewährleisten.

Vor allem eine rapide Erhöhung von Malaria und Durchfallerkrankungen gibt Anlass zur Sorge. Foto: World Concern

Durch die wiederkehrenden Überschwemmungen sind die Malariafälle alarmierend stark gestiegen. Viele der Betroffenen sind Frauen und Kinder. Der humedica Partner World Concern wird in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsministerium Moskitonetze an die Haushalte verteilen, um den Ausbruch von Malaria in den Dörfern und Vertriebenenlagern einzudämmen.

In vielen Haushalten fehlt es an einfachen Dingen des Alltags. So werden auch die nötigsten Haushaltsgegenstände und, um die Verbreitung von Krankheiten einzudämmen, Kanister mit Chlortabletten zur Wasseraufbereitung an betroffene Familien verteilt.

Helfen Sie mit, gemeinsam können wir die Not im Tana River Delta lindern.

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