Simbabwe: Genug Nahrung für Kinder bringt Hoffnung

von Julia Kittnar,  30.04.2020

Nur zwei Monate war Aneni* alt, als sie von ihrer Mutter verlassen wurde. Sie lag in einem kleinen Korb, in Kleider gewickelt, weinend, krank, fast sterbend, als Adila sie fand. Die 31- Jährige hatte selbst erst vor einem Monat ein kleines Mädchen geboren und hob das Menschenbündel vorsichtig aus dem Korb. Sie beschloss: Dieses Kind darf nicht sterben.

Adila brachte Aneni zum Waisenhaus der Karmelitenschwestern nahe ihrer Heimat Usanga in Simbabwe, wo dem Baby geholfen werden konnte. Doch Adila wollte mehr für das kleine Mädchen und nahm sie bei sich auf, obwohl sie selbst kaum etwas besitzt. Adila und ihr Mann Koja haben fünf Kinder, ein sechstes ist unterwegs. Für die Familie ist die Lage aktuell schwierig: Koja hat keine Arbeit und das Bisschen, das die beiden angebaut haben, wird nicht viel Ernte einbringen, da das Geld für Düngemittel fehlte.

Adila nahm fand die kleine Aneni als sie gerade mal ein Monat alt war – und nahm sie bei sich auf. Foto: humedica

Durch die wirtschaftliche Situation in Simbabwe sind zudem die Preise im Land so stark gestiegen, dass es für die Familie unmöglich geworden ist, Lebensmittel für eine ausgewogene Ernährung zu kaufen. Auch ergänzende Nahrungsmittel für die beiden Kleinsten sind finanziell nicht möglich. Mutter Adila ist besorgt, die Kinder könnten dadurch unterernährt werden.

Dank der Hilfe des humedica-Programms muss sie sich zumindest darum keine Sorgen machen. „humedica hat die Sorgen, die auf unseren Schultern lasten reduziert. Wir müssen jetzt nicht mehr nach geeigneter Zusatznahrung für die Kleinen suchen“, erzählt Adila. „Speziell die nahrhafte Erdnussbutter, die wir in den Brei rühren, lieben die Kinder.“

Auch finanziell ist die Familie durch die Unterstützung für die zwei Kleinsten entlastet. Gemeinsam wohnen sie in einem kleinen Haus in dem Dorf Usanga. Das Haus ist allerdings zu klein für die achtköpfige Familie. Die Mädchen und ihre Geschwister haben dadurch kaum Privatsphäre. Auch das Geld für einen Krankenhausbesuch fehlt. Wenn die Kinder krank sind, muss sich die Familie mit Hausmitteln behelfen, die leider nicht immer helfen. Für Kleidung reicht das Geld ebenfalls oft nicht. Seit die Ernährung der Kinder gesichert ist, ist der finanzielle Spielraum für andere Dinge größer. „Unsere Ausgaben sind gesunken und wir können anderes von dem wenigen Geld kaufen, das wir haben“, sagt Adila.

Die fünffache Mutter ist sehr dankbar. „Wir danken humedica für die großartige Arbeit und hoffen, dass humedica das Programm weiterführen und ausbauen kann.“ Denn Adila hat für ihre Kinder einen Traum. Es soll ihnen gut gehen, sie sollen eine gute Zukunft haben. Aktuell kann sich die Familie nur das Schulgeld für drei Kinder leisten. „Wir hoffen, dass wir alle unsere Kinder zur Schule schicken können. Wir wollen, dass sie Bildung erfahren“, erzählt Adila von ihrem Traum.

*alle Namen geändert

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