Schnelle Hilfe in der Not

Lions Club Rheda-Ems spendet für Beirut

01.09.2020

Die Bilder der verheerenden Explosion, die am 4. August die libanesische Hauptstadt Beirut erschütterte und den Hafen sowie angrenzende Stadtviertel zerstörte, gingen um die Welt. Zahlreiche Tote und tausende von Splittern und Trümmern verletzte Menschen mussten und müssen noch immer versorgt werden. In dieser Situation ist Hilfe, die ganz sicher bei denen ankommt, die es am nötigsten brauchen, unbezahlbar.

Große Teile Beiruts wurden durch die Explosion zerstört. Foto: humedica

Aus diesem Grund hat sich der Lions Club Rheda-Ems schon Mitte August kurzfristig entschlossen, die Menschen in Beirut ganz unbürokratisch und schnell zu unterstützen. So überreichten der Präsident des Lions Clubs Michael Rottkemper und Jens Butschko eine Spende von 2.500 Euro an Klaus Ruhrmann, der die Sofortüberweisung als Vertreter der internationalen Hilfsorganisation humedica entgegen nahm.

Ruhrmann, selbst aus Rheda-Wiedenbrück, engagiert sich seit Langem als medizinische Einsatzkraft sowie Koordinator bei humedica und zeigte sich begeistert über die spontane Hilfsbereitschaft. "Ich weiß, dass der Lions Club Rheda-Ems normalerweise eher lokale Organisationen unterstützt, umso mehr freue ich mich aber über diese internationale Hilfe", so der Fachkrankenpfleger für Anästhesie und Intensivmedizin i. R., der schon in zahlreichen Krisengebieten im Einsatz war.

Medizinische Hilfe für Beirut: Jens Butschko (links) und Michael Rottkemper (rechts) überreichten als Vertreter des Lions Club Rheda-Ems eine Spende an Klaus Ruhrmann (Mitte) von humedica. Foto: Lions Club Rheda-Ems

"Unser Club hat für solche Katastrophenfälle ein gewisses finanzielles Kontingent zur Verfügung, das auf dem kurzen Dienstweg bereit gestellt werden kann. Da wir in der Vergangenheit bereits mit Klaus Ruhrmann und humedica Kontakt hatten, sind wir uns sicher, dass das Geld auch dort ankommt, wo es dringend gebraucht wird", erläutert Michael Rottkemper.

Klinikbus als Ambulanz

Konkret wird der Betrag dem Klinikbus zugute kommen, den humedica im Libanon bereits unterhält. Dort können allgemeinmedizinische Untersuchungen und die ambulante Versorgung von Patienten gewährleistet werden. Zum Zeitpunkt der Katastrophe befand sich der Bus in einer Nachbarstadt Beiruts, um Flüchtlinge aus Syrien zu versorgen und wurde zur Unterstützung der Krankenhäuser dann sofort in die Hauptstadt verlegt.

Der Klinikbus von humedica wurde nach der Explosion in die libanesische Hauptstadt verlegt. Foto: humedica

Zwei Koordinatoren sorgen mit libanesischen Mitarbeitern vor Ort nun dafür, dass die Hilfe auch wirklich bei denjenigen ankommt, die sich Behandlungen sonst nicht leisten können«, erklärt Ruhrmann das Vorgehen der Hilfsorganisation. "Im weiteren Verlauf wird humedica die Versorgung der Menschen mit Hygieneartikeln, von der Zahnbürste über Monatsartikel bis hin zum Mundschutz unterstützen. Es fehlt derzeit wirklich an allem", so Ruhrmann. Sorge bereitet ihm, dass Corona und Covid-19 bei den betroffenen Bewohnern von Beirut derzeit kaum eine Rolle spielen, da sie vollauf damit beschäftigt seien, das nötigste zum Leben zu organisieren. Ruhrmann: "Ich mag mir nicht ausmalen, was passiert, wenn eine starke Infektionswelle in Beirut grassiert. Die Krankenhäuser sind jetzt schon völlig überfüllt«.

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