In Sri Lanka gegen Corona

Aufklärung und Hilfe-Kits

von Julia Kittnar,  17.03.2020

Verunsichert, krank, isoliert: Nicht nur viele Deutsche kennen diese Gefühle aktuell, auch in Sri Lanka greift die Panik vor dem Corona-Virus um sich. Besonders hart trifft es dort Kranke, Verdachtsfälle und das Personal, das sie pflegt.

„Die Angehörigen haben Angst, sich anzustecken“, erklärt Dr. Prithiviraj, Leiter der humedica-Schwesterorganisation humedica Lanka. „Das hat dazu geführt, dass es jetzt an grundlegender und praktischer Unterstützung für diese Personen mangelt.“ Ihnen fehlen nun elementare Dinge wie Nahrungsmittel oder Hygieneartikel.

Herr Janaka, Projektkoordinator für die Sinhala Region hat mit Krankenhausdirektor Hasitha Attanayake und Herrn Anura, Leiter des administrativen Personals Nahrungs- und Hygienepakete organisiert. Foto: humedica Lanka

humedica Lanka hat am Montag bereits erste Pakete in einem Krankenhaus verteilt, um den betroffenen Patienten in dieser schwierigen Situation zu helfen. Das Team hatte sich am Sonntag zuvor mit dem Direktor des „National Infectious Diseases Hospital (IDH)“ in Angoda, Colombo getroffen, um zu besprechen, welche Dinge unmittelbar und dringend benötigt werden. „Für die Betroffenen haben wir zwei Pakete zusammengestellt: Ein Paket mit Nahrungsmitteln, das alle zwei Wochen verteilt wird und ein Hygienepack, das wir einmalig ausgeben“, berichtet Prithiviraj.

Die Nahrungsmittelpakete beinhalten unter anderem mehrere Liter Wasser, im Schnitt zweieinhalb Kilo Cracker, etwas mehr als zwei Kilo Milchpulver, Zucker, Koriander, Ingwer und Kaffee. Die Hygienepacks sollen die Betroffenen mit Zahnbürsten und –pasta versorgen ebenso wie mit Seife, Einwegbechern und –löffeln, Damenbinden, Unterwäsche, Fläschchen und anderen alltäglichen Hygieneartikeln.

Den Herausforderungen, die COVID-19 mit sich bringt, können wir uns nur gemeinsam stellen. „Wir möchten in dieser kritischen Situation Teil der Lösung sein und zusätzlich zu der wertvollen Arbeit, die im Krankenhaus bereits stattfindet, helfen“, sagt Prithiviraj. Das Projekt, das auch vom deutschen humedica e.V. unterstützt wird, trägt deswegen den Namen „Yes – We Can“.

Gemeinsam das Virus bekämpfen: Das funktioniert nur, wenn jeder weiß, wie das geht. Bereits Anfang Februar hatte das Team auf den sozialen Medien vor dem Virus gewarnt und Anleitungen zum richtigen Händewaschen und zur Vermeidung einer Corona-Erkrankung verbreitet. humedica Lanka sieht deshalb in der medizinischen und hygienischen Aufklärung eine besonders wichtige Aufgabe. In den mobilen Kliniken von humedica Lanka schult das Team ihre Patienten und deren Angehörige und erklärt, wie sie eine Verbreitung des Virus eindämmen oder sich davor so gut es geht schützen.

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