Pressemeldungen:

humedica macht Klinik in Äthiopien wieder einsatzfähig

Neues Hilfsprojekt am Horn von Afrika

20.07.2020

Die Kaufbeurer Hilfsorganisation humedica macht ein Krankenhaus in Äthiopien wieder einsatzfähig. Die Klinik im Grenzgebiet nach Somalia hatte vor kurzem wichtige Unterstützung verloren. Seitdem kann sie die medizinische Versorgung der Menschen in der Region kaum noch sicherstellen. Es fehlt an Geld, qualifiziertem Personal und dringend benötigter Ausstattung.

„Das Krankenhaus in der Kreisstadt Dollo ist das einzige, das die Menschen innerhalb eines Tagesmarsches erreichen können. Leider ist es aktuell nur bedingt einsatzfähig“, sagt humedica-Vorstand Johannes Peter. „Eine vermeintlich harmlose Erkrankung wie eine Blinddarmentzündung kann deshalb schnell tödlich enden. Das wollen wir ändern.“

Wenn Babys in der Dollo Ado Region im äthiopisch -somalischen Grenzgebiet medizinische Hilfe brauchen, ist die Klinik in Dollo die einzige Anlaufstation weit und breit. Foto: humedica

humedica macht die Klinik langfristig wieder einsatzfähig. Die Notfallversorgung soll sicherstellen, dass die Klinik erster Anlaufpunkt der örtlichen Bevölkerung zur medizinischen Behandlung wird.

„Die meisten Geburten finden ohne medizinische Betreuung als Hausgeburten statt. Bei Komplikationen ist es sehr wahrscheinlich, dass Mutter oder Kind sterben. Mit der Unterstützung der Klinik wollen wir dafür sorgen, dass sich dies ändert und Menschenleben gerettet werden“, so Johannes Peter weiter. „Deshalb möchten wir auch eine Gynokologin einstellen. Denn viele Menschen, die in der Grenzregion leben, sind vor Gewalt und Terror im Nachbarland Somalia geflohen. Sexuelle Gewalt gegen Frauen ist dort leider kein Einzelfall.“

humedica ist in der Region bereits seit vielen Jahren aktiv. In den großen Flüchtlingslagern Melkadida und Kobe, in denen zehntausende Menschen gestrandet sind, ist die Kaufbeurer Organisation erster Ansprechpartner für die basisgesundheitliche Betreuung der Menschen. „In das Krankenhaus in Dollo überweisen wir die Patienten, die eine weitergehende Behandlung benötigen, als wir sie in den Flüchtlingslagern leisten können“, führt Peter aus. „Es ist daher im Sinne der Patienten naheliegend, dafür zu sorgen, dass es wieder einsatzfähig wird.“

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