Flutkatastrophe in der Müllstadt

humedica unterstützt mit Hilfslieferung

von Anna Grabner-Strobach,  17.03.2020

Sandstürme begleitet von schweren Regenfällen haben neulich Teile Ägyptens zum Erliegen gebracht und die Müllstadt nahe Kairo in eine Katastrophe gestürzt. Der andauernde Regen formierte sich zu reißenden Flüssen. Häuser stürzten ein oder wurden ganz weggeschwemmt. Mehrere Menschen kamen dabei ums Leben. Darunter auch drei Kinder.

Weitere starke Regenfälle und Gewitter über dem Großraum Kairo, Unterägypten, der Nordwestküste und den Regionen des Sinai hielten das Land in Atem. Mehrere wichtige Autobahnen und die öffentliche Infrastruktur, darunter Seehäfen und internationale Flughäfen, wurden geschlossen. Auch Schulen und Regierungsbüros wurden aufgrund der Überschwemmungen geschlossen. Am schlimmsten traf es aber diejenigen, die sowieso nichts haben.

Das gesamte Hab und Gut der Bewohner wurde weggeschwemmt. Foto: Müllstadtkinder e.V.

Kürzlich haben wir schon einmal über die Müllstadt nahe Kairo und Ihre Bewohner berichtet. Diese Menschen Leben im Schatten der Gesellschaft zwischen Müll und Unrat. Ihren Lebensunterhalt verdienen sie mit dem, was andere Menschen wegwerfen. Die Menschen besitzen wenig. Seit den letzten Tagen gar nichts mehr. Schlamm und Wasser haben ihre Häuser zerstört und ihr Vieh ist weggerannt. Alles Hab und Gut ist verloren.

Gemeinsam mit dem Partner Müllstadtkinder e.V. aus Marktoberdorf unterstützt humedica die Menschen in der Müllstadt nahe Kairo, die durch die Überschwemmungen alles verloren haben. humedica hilft mit Betten, Decken und Zelten.

Auch Nadja ist betroffen. Mit ihrer Familie lebt die 25-jährige in einem bescheidenen Häuschen in der Müllstadt nahe Kairo. Sie ist Kinderpflegerin und bei dem Verein Müllstadtkinder e.V. für den Kindergarten angestellt. Nadja arbeitet gern mit den Kindern und bringt Liebe und Fürsorge für jedes Einzelne auf. Neben ihrer Arbeit im Kindergarten hilft sie ihrem Mann beim Müllsortieren. Auch die beiden gemeinsamen Kinder Johannes (6 Jahre) und Mariam (5 Jahre) unterstützen beim Sortieren der Abfälle.

Das gesamte Tal in der Müllstadt wurde durch die Flutwelle zerstört. Nadja und ihre Familie stehen wie viele andere vor dem Nichts. Foto: Müllstadtkinder e.V.

Durch jahrelange Arbeit hatte sich die Familie ein Heim und ein Leben aufgebaut, bis die sintflutartigen Regenfälle das Familienidyll zum Einsturz brachten. Der Damm brach auseinander und eine riesige Flutwelle riss alles mit sich. Nadjas Haus wurde, wie viele andere Häuser, zerstört. Es wird Monate dauern bis der Schaden behoben ist und die Menschen wieder zurück in ihr Leben finden. Viele Menschen haben alles verloren. humedica und Müllstadtkinder e.V. versuchen den Menschen ein Stück Normalität zu geben und die Grundversorgung sicherzustellen.

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