Reportage:

Flut in Indonesien

humedica Team im Einsatz zwischen Trümmern und Schlamm

von Sebastian Zausch, 10.01.2020

Am Neujahrstag gingen in der Umgebung rund um die indonesische Hauptstadt Jakarta die heftigsten Regenfälle seit mehr als 150 Jahren nieder und überfluteten große Teile der Region. Bis zu drei Meter hoch stand das Wasser, Autos und auch Busse wurden weggespült, als seien sie Spielzeug. Viele Häuser sind komplett zerstört. Wer hier lebend raus kam, ist froh, wenigstens das zu haben, was er am Körper trug, als die Welle kam. So erreichen uns die Berichte aus Indonesien.

"Das Ausmaß der Zerstörung erinnert mich stark an den Tsunami vor einem Jahr!"

humedica reagierte umgehend. Ein Einsatzteam reiste nur kurze Zeit nach der Katastrophe nach Indonesien, um unseren örtlichen Partner Alpha Omega Foundation bei der Versorgung der Menschen zu helfen. Ganz persönliche EIndrücke von unserem Team im EInsatzgebiet, sehen Sie im Video.

Das Mass der Zerstörung ist groß. Erdrutsche und Schlammlawinen reißen mit, was das Wasser zurück ließ. "Wir waren auf einer Insel im Ciberang Fluss.Die Wassermassen hatten beide Zugangsbrücken weggespült. Wir überquerten den reißenden Fluss in einem Schlauchboot, das an einem Stahlseil befestigt war, um zu den Menschen zu gelangen und ihnen die Hilfsgüter zu übergeben.", berichtet unser Team.

Hunderttausende sind von den Fluten betroffen. Viele von ihnen können nicht in ihre Häuser zurück und suchen Schutz in provisorischen Notunterkünften. Ob ihr zu Hause wieder bewohnbar sein wird ist ungewiss. Die Flut hat einfach alles, vom Kochtopf bis zum Schulranzen, weggespült. Vor allem fehlt es an medizinischer Versorgung, Lebensmitteln, Trinkwasser, Hygieneartikeln und Dingen des täglichen Lebens.

Die Menschen leben in provisorischen selbstgebauten Hütten. Foto: Daniel Reiter, humedica

"Es zerreisst mir das Herz, wenn ich sehe, wie die Menschen, die sowieso kaum etwas besitzen, Alles verloren haben haben."

Trotz des vielen Leids gibt es auch Schönes zu berichten. So konnte ein gelähmter Mann, durch die Hilfe der Nachbarsgemeinschaft, vor den Fluten gerettet werden. Innerhalb von Sekunden drang das Wasser ins Haus. Wie der Mann gerettet wurde, erfahrt ihr im Video.

Trotz der Katastrophe ist der Zusammenhalt unter den Menschen ungebrochen. Als Gemeinschaft versuchen sie der schlimmen Lage Herr zu werden. Viele von ihnen sind froh, noch mit dem Leben davon gekommen zu sein. Während das humedica Team Hygieneartikel und Lebensmittel verteilt, haben die Wetterstationen wieder Regen angekündigt.

Bitte unterstützen Sie die Menschen in der Katastrophe. Spenden Sie für die "Nothilfe Indonesien"

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