Bangladesch nach dem Zyklon: Schmutziges Wasser bedroht Gesundheit

von Julia Kittnar,  17.06.2020

Kein Haus, kein Essen und kein Trinken: In dieser furchtbaren Situation befindet sich Rihaa* mit ihrer Familie nachdem der Zyklon Amphan ihr Zuhause verwüstete. humedica hilft ihr und vielen weiteren Familien in Bangladesch.

In der Nacht vom 20. auf den 21. Mai traf der Zyklon Amphan auf die Küste Bangladeschs und Teile Indiens: Der Sturm wütete mit mehr als 180 Stundenkilometern. Heftige Regenfälle und meterhohe Wellen zerstörten ganze Landstriche. An vielen Stellen brachen Dämme. Orte wurden überflutet. Amphan gilt in der Region als heftigster Wirbelsturm der letzten zehn Jahre. Mehr als 80 Menschen starben, Unzählige wurden obdachlos.

Auch Rihaas Haus wurde dabei teilweise zerstört. Ihre Familie lebt davon, Fische auf dem Markt zu verkaufen. Jetzt ist diese Lebensgrundlage bedroht: Der Sturm hat neben Dämmen und Orten auch viele Fischereien beschädigt. Rihaa sorgt sich aber vor allem um die Gesundheit ihrer Familie. „Ich wünschte, wir hätten genug sauberes Trinkwasser“, klagt Rihaa, denn mit dem Zyklon kam auch verschmutztes Wasser ans Land. Ihre zehnjährige Tochter Anuva hatte bereits mit den Folgen zu kämpfen: Sie litt durch das Wasser an Diarrhö.

Bitte helfen Sie den Familien in Bangladesch!

Unterstützen Sie Familien wie Rihaa und Anuva und spenden Sie.

Jetzt spenden

Zyklon Amphan hat viele Häuser zerstört und Menschen obdachlos gemacht. Foto: humedica/Uttam Daas

humedica versucht in dieser Situation so gut es geht zu helfen. Unser Partner vor Ort Bangladesh Nazarene Mission (BNM) hat Hygieneartikel und Lebensmittel an 1100 Haushalte verteilt. Auch Salzwasserlösungen zur Vorbeugung gegen das verschmutzte Wasser wurden bereits vor dem Sturm bereitgehalten. Trotzdem ist die Lage schwierig: Die nötige Hygiene einzuhalten, wäre unter normalen Umständen schon eine Herausforderung. Durch Corona ist das noch schwieriger. Gleichzeitig zu helfen und den nötigen Abstand zu halten ist beinahe unmöglich.

BNM-Mitarbeiter Uttam Das leidet mit den Leuten: „Die Menschen sind in einer solchen Notlage, dass ich mich schlecht fühle, wenn ich meine Mahlzeiten esse und in meinem Haus schlafe.“ Wie er wünscht sich auch Rihaa nichts mehr als zu ihrem normalen Leben zurückzukehren. Sie träumt von einem stabilen Haus, das dem nächsten Zyklon standhält. Aktuell kann die Familie aber nicht einmal ihr altes Haus wiederaufbauen. Anuva hat vorerst nur einen einfachen Traum: „Ich möchte wieder in die Schule gehen und mit meinen Freunden spielen.“

*Die Namen in diesem Text wurden geändert.

Unsere Hilfe ist nur dank Ihrer Unterstützung möglich

Bitte bleiben Sie Teil dieser wichtigen Hilfe und unterstützen Sie uns mit einer wertvollen Spende.

Jetzt spenden
Ihr Browser ist veraltet!

Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um diese Website korrekt darzustellen.

Den Browser jetzt aktualisieren×