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Medizinischer Einsatz im Tschad – Dringend Fachpersonal gesucht

von Heike Knauff-Oliver, 16.08.2019

Die Republik Tschad liegt in der Sahelzone und ist eines der ärmsten Länder der Welt. Als Binnenland fehlt der direkte Zugang zum Meer. Weitere strukturelle Nachteile sind Strommangel, mangelnde Industrialisierung und Investitionen. Amtssprachen sind Französisch und (tschadisches) Arabisch. Die vorherrschende Religion ist der Islam. Verbreitet sind auch noch Animismus und eine wachsende Anzahl von Christen. Sie alle leben im Tschad friedlich zusammen.

Säuglinge sind besonders auf medizinsche Hilfe angewiesen. Foto: humedica

Die medizinische Versorgung ist schlecht. Im Landesinneren, aber auch in den Städten, gibt es kaum Medikamente. Die Mütter- und Säuglingssterblichkeit in diesem Gebiet gehört zu den höchsten der Welt. Viele Kinder sterben an vermeidbaren und leicht behandelbaren Krankheiten wie Durchfall, Lungenentzündung und Malaria - viele sind unterernährt.

humedica
unterstützt das Mission Hospital Guine Bor II. Es befindet sich im Nordwesten der Hauptstadt N’Djamena. 2010 wurde es von einer Gruppe gläubiger, amerikanischer Ärzte gegründet. Um den Anforderungen des Alltags gewachsen zu sein ist das Hospital auf fachliche, praktische Unterstützung in allen ärztlichen Bereichen angewiesen - auch in der Pflege. Fachärzte werden dringend benötigt. Die medizinische Fachausbildung im Tschad ist generell sehr schwierig.

humedica entsendet regelmäßig medizinisches Personal in den Tschad. Foto: humedica

humedica entsendet regelmäßig Ärzte in den Tschad. Sie berichten immer wieder von Mangel und Notstand in vielen Bereichen der Krankenversorgung. Die einheimischen Ärzte brauchen dringend Schulungen in Ultraschallkunde, EKG-Auswertung, Basis-Operationen sowie Pädiatrie, Gynäkologie, Chirurgie und allgemeiner Medizin. Es fehlen Fachärzte jeder Art. Da viele Menschen durch Grauen Star erblinden, ist vor allem der Bedarf an Augenärzten groß. Schon seit längerer Zeit wird eine leitende Krankenschwester mit fundierter Erfahrung gesucht. Sie sollte Englisch oder Französisch sprechen und ihr Wissen weiter vermitteln können.

Zum einen kann das ehrenamtliche humedica-Fachpersonal Seite an Seite mit dem medizinischen Personal vor Ort arbeiten, zum anderen sucht die Krankenhausleitung aber auch Spezialisten für Urlaubsvertretungen. Besonders benötigt werden Chirurgen und Gynäkologen. Außerdem gibt es auch Einsatzmöglichkeiten für Zahnärzte, Physiotherapeuten oder Laboranten. Vor allem in den Monaten Februar bis Mai und Juli bis September wird verstärkt Personal benötigt. Grundkenntnisse in der französischen Sprache sind auf jeden Fall notwendig. Die Kosten tragen die ehrenamtlichen Helfer selbst. Optimale Einsatzdauer: wünschenswert mindestens drei Wochen. Informationen zu den Einsätzen gibt humedica-Mitarbeiterin Andrea Trautmann unter a.trautmann@humedica.org oder 08341/966148-35.

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