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„Seit wir hier sind, sterben deutlich weniger Kinder“

Gesundheitsstation hilft traditionellem Kara-Volk in Äthiopien

von Sebastian Zausch

Seit mehreren Jahren kümmert sich humedica im Süden Äthiopiens um die Gesundheit traditioneller Völker wie der Kara. Foto: humedica

Eine Schaufel, Ersatzreifen und ausreichend zu essen und trinken. Das sind die Dinge, die jeder dabeihaben sollte, der sich auf den Weg nach Dus macht. Dus ist ein kleines abgelegenes Dorf im Südwesten Äthiopiens, unweit der Grenze zum Südsudan und nach Kenia. Hier betreibt humedica eine Gesundheitsstation für die Kara, eines von vielen traditionellen Völkern, die am Omo-Fluß leben. Wer hierher kommt, begibt sich auf eine Zeitreise etwa 200 Jahre zurück in die Vergangenheit. Es gibt keinen Strom, kein fließendes Wasser und auch Autos haben die Kara nicht. Sie bewegen sich vor allem zwischen ihrem Dorf, dem Omo Fluß - aus dem die Frauen und Kinder Wasser holen - und ihren Feldern hin und her. Sie leben von dem, was der Boden hergibt und von der Ziegenzucht. Wenn sie doch einmal weiter weg müssen, wie ins rund 60 Kilometer entfernte Turmi, in das nächste Krankenhaus, dann bedeutet das für die Menschen hier einen Tagesmarsch zu Fuß.

Auch mit dem Auto ist man einen halben Tag unterwegs. Schnell fahren geht dabei nicht. Nicht überall ist eine Sandpiste für den Jeep vorhanden. Immer wieder kommt es vor, dass während der Regenzeit Rinnsale entstehen, die sich zu ausgewachsenen Flüssen entwickeln können. Diese reißen im Zweifel ganze Autos samt Insassen mit sich. Die Kara sind dann von der Außenwelt abgeschnitten. Die Strecke ist in dieser Zeit nicht passierbar. Wer in solch einem Moment unterwegs ist, tut gut daran, Schaufel, Ersatzreifen und Lebensmittel dabei zu haben.

humedica betreibt seit einigen Jahren in der äthiopischen Einöde eine Gesundheitsstation. Sie soll verhindern, dass sich die Kara im Fall der Fälle krank oder schwanger auf den langen Fußweg nach Turmi machen müssen. Oder auch, dass sie sich in die Hände traditioneller Wunderheiler begeben, die immer noch von den Einheimischen konsultiert werden. „Seit wir hier sind, sterben deutlich weniger Kinder, als vorher“, sagt Trudy Ritter, Mit-Initiatorin des Projektes und langjährige Koordinatorin in Dus. Dank der Gesundheitsstation haben die Menschen einen Anlaufpunkt. Das humedica-Team schult auch die Kara und das äthiopische Gesundheitspersonal in Bereichen, wie Hygiene und Gesundheitsvorsorge. Immer wieder kommen ehrenamtliche Ärzteteams aus Deutschland und führen Schulungen durch. In sogenannten Outreaches fährt das medizinische Personal zu den Menschen in entlegene Dörfer und auf die Felder.

Wie genau die Kara leben und wie unsere humedica-Klinik arbeitet, erfahren Sie im Video.

Auch in solchen "Hütten" direkt am Omo-Fluss behandelt das humedica-Team die Menschen. Foto: humedica

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