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Schulen und Unterkünfte für Tsunami-Opfer

humedica unterstützt Wiederaufbau in Indonesien

von Sebastian Zausch

Es war der 28. September 2018, als im Gebiet rund um Palu, einer Küstenstadt auf der indonesischen Insel Sulawesi, die Erde bebte.

Nach offizieller Aussage des Gouverneurs von Zentral-Sulawesi, Longki Djanggola, kamen - insbesondere durch den nachfolgenden Tsunami - 4.340 Menschen ums Leben, während mehr als 14.200 Menschen verletzt wurden. Insgesamt mussten etwa 211.000 Personen in Notunterkünften untergebracht werden.

Aufgrund der Zerstörung oder Beschädigung von circa 68.000 Häusern wurden tausende Familien obdachlos und zahllose Kinder konnten zunächst keinen Unterricht mehr besuchen, da 265 Schulen im Katastrophengebiet nicht mehr zu nutzen waren.

humedica entsandte als Soforthilfemaßnahme ein Ersteinsatzteam nach Palu, das unsere Partnerorganisation, die Karya Alpha Omega-Stiftung, bei der medizinischen Versorgung der Menschen und bei der Verteilung von Hilfsgütern unterstützte.

Zwischenzeitlich ist fast ein halbes Jahr vergangen. Noch immer leben die Menschen auf Sulawesi in Provisorien. Der Grund: Die sogenannte „Bodenverflüssigung“, in der Fachsprache auch „Soil Liquefaction“ genannt. Dieses Phänomen sorgte dafür, dass ganze Ortschaften im Boden versanken; insgesamt sollen allein in Balaroa, einem Stadtteil von Palu, 1.700 Häuser im Boden versunken sein.

Die Regierung beobachtet die Bodenbewegungen deshalb sehr genau und erteilt solange keine Baugenehmigungen, bis geklärt ist, wo dauerhaft gefahrlos neue Gebäude errichtet werden können. humedica wird sich dann u.a. am Wiederaufbau von Schulen beteiligen.

Wie die Situation aktuell, etwa ein halbes Jahr nach dem Tsunami in Indonesien aussieht, erzählt humedica-Vorstandsmitglied Johannes Peter im folgenden Video:

„Derzeit findet der Schulunterricht häufig in Zelten oder unter Zeltplanen statt. Dort ist es heiss und laut – keine guten Voraussetzungen also, um konzentriert lernen zu können“, sagt Johannes Peter, Vorstandsmitglied bei humedica. Er hat gemeinsam mit humedica-Geschäftsführer Wolfgang Groß Sulawesi besucht und sich vor Ort ein persönliches Bild gemacht, um zu klären, wo weitere Hilfe benötigt wird und um Gespräche mit der Leitung der Partnerorganisation zu führen.

„Es ist oft eine Problematik bei Katastrophen, dass Kinder wichtige Schulzeit verpassen. Und das in einer Zeit, in der sie als junge Menschen besonders viel lernen können,“ erklärt Johannes Peter. humedica unterstützt deshalb den Bau einer Übergangsschule, welche den Kindern bis zur Fertigstellung eines festen und dauerhaft nutzbaren Gebäudes bessere Lernbedingungen bietet, als der Unterricht in Zelten.

„Außerdem bauen wir gemeinsam mit Alpha Omega etwa 100 provisorische Unterkünfte, in denen die Menschen würdevoll und vor Wind und Wetter geschützt wohnen können. Diese werden aus leichten Materialien errichtet, wie zum Beispiel Dächern aus getrockneten und geflochtenen Palmblättern, welche im Falle einer weiteren Katastrophe keinen großen Schaden anrichten können, den Betroffenen aber die Möglichkeit der individuellen Gestaltung bieten.“ so Johannes Peter weiter. Besonders beeindruckt war er von den Menschen, denen er auf Sulawesi begegnete: „Sie meistern ihr derzeitiges Leben mit einer erstaunlichen Gelassenheit und großer Dankbarkeit für die Hilfe von humedica und Alpha Omega.“

Mehr zu unserer Hilfe auf Sulawesi sehen Sie in diesem Video:

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