Lebensmittel für Nordkorea

humedica schickt 450 Tonnen Reis und Sojabohnen

von Heike Knauff-Oliver

Mit einer Lieferung von 450 Tonnen Lebensmitteln reagiert humedica auf einen Hilferuf der UNO und der Demokratischen Volksrepublik Korea. Dort sind die Menschen aktuell von einer ernsthaften Hungerkrise betroffen. Die Hilfe zielt darauf ab, den von der Hungersnot am stärksten betroffenen Menschen mit einer ausgewogenen Ernährung zu dienen. Kinderheime und Krankenhäuser mit denen humedica eine langjährige Beziehung pflegt, sollen in erster Linie versorgt werden. So ist gewährleistet, dass die Hilfsgüter an den richtigen Stellen ankommen. Die Lieferung von 350 Tonnen Reis und 100 Tonnen Sojabohnen, ist größtenteils für Kinder schwangere Frauen oder stillenden Müttern bestimmt.

„Wir danken unseren Spendern, die umgehend auf unsere Spendenanfrage reagiert haben. Denn nur so ist humedica seit vielen Jahren in der Lage, zeitnah zu handeln“, merkt der Mitgründer und Geschäftsführer von humedica, Wolfgang Groß, zu der Aktion an.

Die Hilfslieferung Reis und Sojabohnen im Wert von 175.000 Euro wurde in China gekauft und in einem langen Lastwagenkonvoi auf dem Landweg nach Nordkorea gebracht.

450 Tonnen Lebensmittel sind auf dem Landweg in Nordkorea angekommen. Foto: humedica

Schon seit längerer Zeit hat Nordkorea mit Nahrungsmittelknappheit zu kämpfen. Auswirkungen des Klimawandels mit schweren Naturkatastrophen wie Wirbelstürme, Sturzfluten und anhaltende Dürre haben der Landwirtschaft sehr geschadet. Im vergangenen Jahr wurde in dem asiatischen Land eine so schlechte Ernte eingefahren wie schon seit gut einem Jahrzehnt nicht mehr. Die UNO schätzt, dass 10,3 Millionen Menschen, aufgrund eines starken Rückgangs der pflanzlichen Produktion, auf Nahrungshilfe angewiesen sind. Das sind rund 43 Prozent der Gesamtbevölkerung.

Auf Grund der angespannten politischen Situation haben die Menschen in Nordkorea unter starken Sanktionen zu leiden. humedica ist seit über 20 Jahren im Land hauptsächlich im medizinischen Bereich tätig. Mehrfach konnte nach Naturkatastrophen, dank vieler Spender, den Menschen in Nordkorea durch humedica geholfen werden.

Nordkorea gehört zu den sogenannten 'Vergessenen Krisen'. Gerade den Menschen zu helfen, deren Not kaum in der Öffentlichkeit Gehör findet, ist eine der Aufgaben von humedica.

„Wir bitten die Bevölkerung in Deutschland dringend weiterhin um Solidarität in Form einer gezielten Spende, denn wir möchten unsere Hilfe für Nordkorea weiter ausbauen und zusätzliche Nahrungsmittel an hungernde Kinder, Frauen und Männer verteilen“, sagt Wolfgang Groß.

Mit mehr als 726,3 Tonnen hochwertigem medizinischen Material, im Wert von ca. 5,87 Millionen Euro konnte humedica in den letzten 20 Jahren die Menschen in Nordkorea versorgen. Die meisten Lieferungen wurden per Container auf dem Seeweg von Deutschland aus ins Land gebracht.

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