Bye bye humedica-Bus

wie der blaue Bus Leben verändert

von Anna Grabner-Strobach

Die Erde bebt. Tiefe Risse in den Wänden. Trümmer fallen von der Decke. Ein unerträgliches lautes Geräusch breitet sich aus. Menschen werden verletzt, verschüttet und unter Trümmerteilen eingeklemmt.

Nach einem Erdbeben steht kein Stein mehr auf dem anderen. Innerhalb von Minuten werden Familien auseinandergerissen und Menschen obdachlos. Ohne Vorwarnung und ohne eigenes Verschulden, ändert nur ein Moment, das Leben ganzer Regionen. So auch vor rund 3 Wochen in Albanien, wo das schwerste Erdbeben seit Jahrzehnten mehr als 50 Todesopfer gefordert hat. 650 Menschen wurden verletzt, etwa 30.000 sind laut Regierung obdachlos.

Wenn die Erde wieder stillsteht, bleibt eine traumatisierte Bevölkerung zurück. Leid, Angst und Trauer sind ständiger Begleiter der Betroffenen. Jeder, der einmal so eine Extremsituation überstanden hat, hat mit den psychischen Nachfolgen zu kämpfen. Quälende Erinnerungen, der Verlust eines geliebten Menschen oder der Lebensgrundlage, ist nichts, das man so einfach hinter sich lassen kann.

Mehr ist der Familie nicht geblieben. Foto: humedica

Durch unseren Partner in Albanien, Swiss Foundation for Innovation (SFI) wissen wir, dass die Menschen in den betroffenen Gebieten dringend das Geschehene aufarbeiten müssen. Zwar gibt es genug Psychologen vor Ort, leider aber keine Fahrzeuge. Daher wird der humedica Personenbus kurzerhand zum Traumavehikel umfunktioniert und für die psychologische Nachsorge der Menschen eingesetzt. Der Bus hat humedica gute Dienste erwiesen und soll nun als eine motorisierte Spende für die Traumabewältigung eingesetzt werden.

Vor einigen Stunden haben sich zwei ehrenamtliche Mitarbeiter auf den Weg gen Süden gemacht, wo er schon sehnsüchtig erwartet wird. Der Bus ist übrigens bis oben hin vollgepackt mit weiteren Hilfsgütern. Zeltmöbel, etwa Waschtische oder Regale, sollen den Menschen in den provisorischen Unterkünften das Leben erleichtern. Bye, bye lieber humedica-Bus, Danke für deine Dienste und wir hoffen, du bist genauso verlässlich in Albanien wie in Kaufbeuren.

Unsere beiden ehrenamtlichen Mitarbeiter haben sich bereits auf den Weg nach Albanien gemacht. Foto: humedica

Natürlich werden wir euch auf der letzten großen Reise unseres humedica- Busses auf dem Laufenden halten. Wir drücken die Daumen und wünschen eine gute und sicherere Fahrt!

Unsere Hilfe ist nur dank Ihrer Unterstützung möglich

Noch immer leben viele Menschen in Albanien in provisorischen Zeltunterkünften. Bitte spenden Sie für die Erdbebenopfer in Albanien. Herzlichen Dank.

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