Besuch in Negombo: humedica Team spricht mit Betroffenen

von Heike Knauff-oliver

Unter emotional schwierigen Bedingungen versehen Dr. Prithiviraj, der Landesdirektor von humedica-Lanka, und sein Team in diesen Tagen ihren Dienst. Die Lage nach den Bombenattentaten vom Ostersonntag ist immer noch angespannt. Das humedica-Team gibt Trost und Hilfe und gibt traumatisierten Betroffenen die Möglichkeit über ihr schreckliches Schicksal zu sprechen.

Ein 16jähriger Schüler, der beide Elternteile verlor, erzählt: „Ich war am Tag der Explosion in der St. Sebastian Kirche. Die Bombe explodierte direkt nach dem Abendmahl. Ich hatte mich gerade gesetzt. Meine beiden Eltern haben bei diesem tragischen Ereignis ihr Leben verloren. Ich soll im August 2019 für das Abitur eine Prüfung im Bereich Biologie machen. Ich lebe jetzt bei meiner Tante. Der Verlust meiner Eltern ist unermesslich. Sie lassen sich nicht ersetzen. Ich weiß nicht, wie es weitergehen soll."

Ein Familienvater kam später zum Gottesdienst. Er verlor seine ganze Familie: „Ich bin Vater von drei Töchtern und fahre ein Taxi, um Geld zu verdienen. Ich habe die Angewohnheit, ein Bad zu nehmen, bevor ich in die Kirche gehe. Deshalb kam ich an diesem Tag zu spät in den Gottesdienst. Leider hatten meine Frau und meine drei Töchter die Welt verlassen, als ich in der Kirche ankam.“ Traurig zeigt er auf ein anderes Haus, und erzählt weiter: „Das Haus da drüben ist das Haus meines Bruders. Er hatte auch drei Kinder. Ich habe nicht nur meine Familie verloren, sondern auch meinen Bruder und seine Kinder. Nur seine Frau hat überlebt."

Menschen müssen mit dem Erlebten weiterleben. Auch ein anderer Kirchenbesucher kam zu spät, das war sein Glück: „Ich kam an diesem Morgen zu spät zur Kirche, und der Gottesdienst war kurz vor dem Ende. Deshalb drehte ich mich um, um nach Hause zurückzukehren. Da gab es ein lautes Geräusch von etwas, das explodierte. Ich war schockiert zu sehen, dass die Kirche zerstört wurde und die Leute schrien und riefen um Hilfe. In diesem Moment lief ich zur Kirche, um ein paar Leben zu retten. Ich suchte nach Menschen, die noch am Leben waren, aber alle, die ich fand, waren bereits tot. Ich bitte demütig darum, dieser Gemeinde zu helfen, sich wieder zu stabilisieren."

Hilfe ist weiterhin für die betroffenen Menschen in Sri Lanka notwendig. Dr. Prithiviraj und sein Team geben ihr Bestes in diesen Tagen. Bitte helfen auch Sie, dass wir weiterhelfen können!

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